Vom Werkstattboden zum angesagten Designprodukt
Im Gegensatz zu klassischem Parkett hebt sich Holzpflaster wegen des Stirnholzes, welches die Lauffläche des Fußbodens bildet, besonders hervor. Hierbei zeichnen sich die einzelnen Jahresringe ab, die dem Holzpflaster durch Früh- und Spätholz seinen ganz eigenen Charme verleihen. Das Frühholz wächst, wie der Name schon sagt, von Frühling bis Sommer und ist beim lebenden Baum für die Wasserversorgung zuständig. Diese Schicht ist daher auch poröser und etwas weicher. In den Herbst- und Wintermonaten bildet sich dann das Spätholz, welches dem Baum Stabilität verleiht. „Die Kombination aus den beiden Wachstumsschichten macht Holzpflaster zu einem optimalen Fußboden, der Härte wie auch Elastizität bietet. Selbst Steinchen und Sand, die im Schuhprofil stecken und umhergetragen werden, können den scharfkantigen, massiven Holzklötzen kaum etwas anhaben“, so Willms. Die Langlebigkeit und die Qualität von Holzpflaster sind bei Endverbrauchern nach wie vor ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung. Aber auch die ökologische Unbedenklichkeit des Naturfußbodens spielt eine wichtige Rolle. Diese wurde an der TU München durch eine Sach-Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 – 14043 für Fußböden aus Holz eindrucksvoll belegt. Übrigens: „Die Jahresringe sind nicht immer kreisrund, da auch der Baum nicht immer gleichmäßig wächst. Daher können die Jahresringe auf den Holzklötzen auch organische Formen aufweisen, ähnlich wie ein individueller Fingerabdruck, der keinem anderen gleicht“, schließt Willms. FH/RS
07.07.2019
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