So klappt es mit dem perfekten Grundriss

Während der Planung des Traumhauses sollte ausreichend Zeit in die Planung des Grundrisses investiert werden. Schließlich soll das künftige Eigenheim später den individuellen Bedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht werden. Dies bedeutet, dass es im Alltag optimal funktionieren muss – voraussichtlich über Jahrzehnte hinweg und durch die unterschiedlichsten Lebensphasen. Damit dies erfolgreich gemeistert wird, müssen einige Dinge beachtet werden. Dies reicht von der Anordnung und Größe der einzelnen Flächen und Räume über die Platzierung von Fenstern, Türen, Heizungen, Steckdosen und weiteren kleinen Details. 
Wertvolle Tipps für die perfekte Grundrissplanung. Foto: pixabay.com
Wertvolle Tipps für die perfekte Grundrissplanung. Foto: pixabay.com

Bebauungsplan beachten und Hausstandort auswählen

Sobald ein Grundstück ausgewählt wurde, sollte der Baugrund geprüft und der Bebauungsplan studiert werden. Denn aus diesem geht hervor, welchen Rahmen das Bauprojekt hat: Dachhöhe und Dachform, Geschosszahl und die Zulässigkeit von Nebengebäuden, wie Garagen und Stellplätze. Ist eine bestimmte Dachform vorgeschrieben, sollten Wunschvorhaben, wie das vollgeschossige Büro unter dem Dach oder die Dachterrasse entsprechend angepasst werden. Anhand des Bebauungsplans sollte der Standort des Gebäudes optimiert werden. Wo wird die Terrasse verlaufen? Wo können Bäume, Sandkasten, Beete oder ein Spielplatz angelegt werden? Weiterhin können Wege geplant werden, auch die Abstände zu den Nachbarhäusern müssen in dieser Planungsphase beachtet werden. Wenn möglich, sollten die wichtigsten Gemeinschaftsräume nach Süden ausgerichtet werden, dies gilt ebenfalls für die Solar-Anlage auf dem Dach. Nebenräume können hingegen nach Norden gelegt werden. 

Familientaugliche Planung

Damit das Familienleben später so reibungslos, wie möglich funktioniert, sollte sich, während der Grundrissplanung intensiv mit den familiären Bedürfnissen, Abläufen und Wünschen auseinanderzusetzen werden:
  1. Wie sehen die Tagesabläufe der Familienmitglieder aus?
  2. Wer nutzt wann welchen Raum?
  3. Welche Wege werden dabei am häufigsten zurückgelegt?
  4. Wird man viel Besuch empfangen? In diesem Fall könnte ein großzügiger Eingangsbereich geplant und der Wohnbereich kann eher geschlossen gehalten werden
Für ein im Alltag praktisch funktionierenden Grundriss sollten sich die Bauherren vorab all diese Fragen stellen und beantworten. Dafür kann es hilfreich sein, die aktuelle Wohnsituation zu analysieren und herauszufinden, wo sich Stressfaktoren befinden: Was ist gut und was kann verbessert werden?
 
So klappt es mit dem perfekten Grundriss. Foto: pixbay.com
So klappt es mit dem perfekten Grundriss. Foto: pixbay.com

Fenster und Türen – den Lichteinfall optimal einplanen

Licht im Heim ist ein entscheidender Wohlfühlaspekt. Daher sollte sich sehr gut überlegt werden, welche Zimmer besonders viel Sonnenlicht brauchen und an welchen Stellen Fenster nach Süden ausgerichtet werden. Auch Solaranlagen sollten in Richtung Süden zeigen. Andere Räume, wie Bad und Küche könnten eventuell in Richtung Norden zeigen und Schlafzimmer in Richtung Osten liegen. Auch Fenster, die später im Flur, oder oberen Stockwerk (Dachfenster) als Lichtquelle dienen oder in einer Küche als Lüftung, dürfen bei der Planung nicht unterschätzt werden. 

Wichtig ist ebenfalls die Planung von Balkonen und Terrassen. Zu welcher Tageszeit werden diese am ehesten genutzt? An welches Zimmer werden diese angebaut? Ein Balkon dient nicht nur zur Erholung und zum Wohlfühlen, durch Ihre Öffnungen gelangt auch Licht und frische Luft ins Hausinnere. Daher sollte auch frühzeitig an Insektenschutz der Balkontür gedacht werden. Dieser verhindert, dass neben Licht und Luft Insekten ins Haus geraten. Auch hier ist es wichtig, Wert auf Qualität zu legen und robuste, witterungsbeständige und nachhaltige Materialien zu bevorzugen. Experten bieten maßgefertigte Lösungen an, so können der Balkon und die Balkontür nach Wunsch geplant werden. Bei wenig Platz sind Insekten-Plissees, -Schiebetüren oder -Rollos optimal.

Stauräume vermeiden

Generell ist es sinnvoll, Stauräume zu vermeiden. Denn es handelt sich hier meist um Räume, die wenig Nutzen haben und im Laufe der Zeit voll gestellt werden. Je mehr Raum zur Verfügung steht, umso mehr wird angesammelt. Auch Treppen und Flure, also Verkehrsflächen, sollten so gut wie möglich, optimiert und reduziert werden. Weiterhin kommt es häufig vor, dass der Platzbedarf einer Treppe unterschätzt wird. Wer eine Treppe plant, sollte sich also im Voraus gut informieren, wie viel Platz die gewünschte Treppe tatsächlich einnehmen wird. Beachtet werden sollte auch; ein Haus ohne Keller benötigt einen angemessen, aber nicht überdimensionierten Lagerraum. 

Quelle: r.q.

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