Vor Hausbau den Baugrund prüfen

Ein geologisches Gutachten gibt Aufschluss über die Bebaubarkeit eines Grundstücks und sollte vor dem Grundstückskauf, spätestens jedoch rechtzeitig vor dem Hausbau in Auftrag gegeben und ausgewertet werden. Das rät die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) gerade mit Blick auf die teils immer schwierigere bis frustrierende Grundstückssuche bauwilliger Familien. „Bodengutachten sind heute ein zentrales Instrument der Planung und Ausführung der Tiefbauarbeiten sowie bei der Errichtung von Kellern, Bodenplatten und Häusern. Es ist wichtig und gibt allen Beteiligten Planungssicherheit, so früh wie möglich über die Tragfähigkeit des Bodens, über die zu erwartenden Kosten für die Erdarbeiten samt Deponiekosten oder gar über gesundheitsgefährdende Altlasten im Erdreich Bescheid zu wissen“, sagt Birgit Scheer von der GÜF. 
Auch beim schönsten Grundstück gilt es vor dem Kauf genau hinzuschauen. Foto: GÜF / Glatthaar Keller
Auch beim schönsten Grundstück gilt es vor dem Kauf genau hinzuschauen. Foto: GÜF / Glatthaar Keller
Wie ist die Zusammensetzung des Bodens? Wie hoch steht das Grundwasser? Sind Stützkonstruktionen erforderlich, um die spezifische Last des Hauses zu tragen? Bedarf es eines teilweisen oder vollständigen Bodenaustauschs? Diese und weitere Fragen klärt ein fachmännisch angefertigtes Bodengutachten und stellt damit die Planungsgrundlage für viele Arbeiten im Rahmen des Hausbaus dar. „Nur wenn das erforderliche Datenmaterial von einem fachkundigen Gutachter unter anderem durch Baugrundsondierungen und -bohrungen in ausreichender Tiefe korrekt erhoben und ausgewertet wurde, können Erdarbeiten sowie die nachfolgenden Arbeitsschritte wie etwa die Erarbeitung der Statik ordnungsgemäß vollzogen und planmäßig abgeschlossen werden“, so Scheer. Das geologische Gutachten sei insofern für ein dauerhaft sicheres, neues Zuhause – wie es mit dem Bau eines Eigenheims grundsätzlich angestrebt wird – unerlässlich. 
  
Bei der Auswahl des Gutachters sei ein ausgewiesener Fachmann unbedingt der preiswertesten Alternative vorzuziehen. „Ein vollständiges und korrektes Gutachten umfasst eine Vielzahl an Inhalten und Anlagen – von der exakten Beschreibung der Geologie über Angaben zu Erdbebenzonen, geologischer Untergrund- und Baugrundklassen sowie zur Frostsicherheit und Versickerungsfähigkeit bis hin zu Bohr- und Rammprofilen der Geländeversuche und etwaigen Laborprüfberichten zur chemischen Analytik sowie rechnerische Nachweise“, listet Scheer auf. Sogenannte Kurzberichte oder ausschließlich tabellarische Beurteilungen böten zur Beurteilung komplexer geologischer Sachverhalte und vor allem bei Abweichungen von Standardsituationen auf dem Baugrundstück schlichtweg eine unzureichende Planungsgrundlage und würden oftmals auf minderwertig angefertigte Gutachten hindeuten. 
  
Bauherren, die auf Grundstückssuche sind, empfiehlt die GÜF, auf Indizien wie nahe gelegene Gewässer oder auch den Straßennamen zu achten, um mögliche erste Hinweise auf die Beschaffenheit des Bodens zu erhalten. „Tauchen Begriffe wie ‚Aue‘, ‚Lehmberg‘ oder ‚Steinbruch‘ im Straßennamen auf, kann dies unter Umständen auf aufwendigere Gründungsmaßnahmen vor Baubeginn hindeuten“, schließt Scheer. 

Quelle: Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF)

26.10.2021

Hausbaunews

Wohnkomfort optimieren: Die richtige ...

Moderne Fertighäuser stehen für Energieeffizienz, schnelle Bauzeit und durchdachte Haustechnik. Doch gerade beim Thema Heizung stellen sich viele Bauherren und Hausbesitzer eine zentrale Frage: ...

Sichere Fassadenarbeiten am Fertighaus: ...

Fassadenarbeiten am Fertighaus stellen Handwerker und Heimwerker vor besondere Herausforderungen. Anders als bei massiven Ziegelbauten reagieren Fertighausfassaden empfindlich auf Druck, ...

Fertighaus-Grundrisse im Vergleich: ...

Wer ein Fertighaus bauen möchte, steht früh vor einer grundlegenden Weichenstellung: Soll der Grundriss aus einem Katalog stammen oder von einem Architekten individuell entwickelt werden? Diese ...

Grundlagen der Bauschuttentsorgung beim ...

Bei jedem Bauprojekt fallen unterschiedliche Abfallarten an, die fachgerecht entsorgt werden müssen. Bauschutt umfasst mineralische Materialien wie Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik, während ...

Nachhaltig bauen, Siegel vertrauen

Mit ihren Unternehmen Hanse Haus und Bien-Zenker setzte die Oikos Group bis Februar diesen Jahres 26 Prozent aller QNG-Zertifizierungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland um und ...

Mit dem Hochbeet zum Gemüseglück

Ein Hochbeet verwandelt selbst kleine Flächen in produktive Gemüseparadiese und bringt frische Ernte auf den Tisch. Wenn Tomaten in warmen Rottönen leuchten, Paprika langsam an Farbe gewinnen und ...

Musterhäuser

Ausstellungshaus ...

Preis
auf Anfrage
Fläche
204,77 m²
Dreamline-E-123 E3

Preis
auf Anfrage
Fläche
123,60 m²
Privat 174

Preis ab
361.800 €
Fläche
174,07 m²
Glonn

Preis ab
593.195 €
Fläche
171,00 m²
SOLUTION 242 V3

Preis ab
608.007 €
Fläche
229,86 m²
Vahrenholt

Preis ab
400.000 €
Fläche
153,60 m²

0