Vor Hausbau den Baugrund prüfen
Bei der Auswahl des Gutachters sei ein ausgewiesener Fachmann unbedingt der preiswertesten Alternative vorzuziehen. „Ein vollständiges und korrektes Gutachten umfasst eine Vielzahl an Inhalten und Anlagen – von der exakten Beschreibung der Geologie über Angaben zu Erdbebenzonen, geologischer Untergrund- und Baugrundklassen sowie zur Frostsicherheit und Versickerungsfähigkeit bis hin zu Bohr- und Rammprofilen der Geländeversuche und etwaigen Laborprüfberichten zur chemischen Analytik sowie rechnerische Nachweise“, listet Scheer auf. Sogenannte Kurzberichte oder ausschließlich tabellarische Beurteilungen böten zur Beurteilung komplexer geologischer Sachverhalte und vor allem bei Abweichungen von Standardsituationen auf dem Baugrundstück schlichtweg eine unzureichende Planungsgrundlage und würden oftmals auf minderwertig angefertigte Gutachten hindeuten.
Bauherren, die auf Grundstückssuche sind, empfiehlt die GÜF, auf Indizien wie nahe gelegene Gewässer oder auch den Straßennamen zu achten, um mögliche erste Hinweise auf die Beschaffenheit des Bodens zu erhalten. „Tauchen Begriffe wie ‚Aue‘, ‚Lehmberg‘ oder ‚Steinbruch‘ im Straßennamen auf, kann dies unter Umständen auf aufwendigere Gründungsmaßnahmen vor Baubeginn hindeuten“, schließt Scheer.
26.10.2021
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