Ein Fertighaus oder ein Massivhaus?

In erster Linie handelt es sich um eine Geschmacksfrage, ob sich zukünftige Eigenheimbesitzer für ein Massivhaus oder ein Fertighaus entscheiden. Hinsichtlich der Stabilität und der Wohnqualität sind zwischen den beiden Bauweisen nämlich kaum Unterschiede festzustellen. 
Ein Fertighaus oder ein Massivhaus? Foto: pixabay.com
Ein Fertighaus oder ein Massivhaus? Foto: pixabay.com
Dennoch zeichnen sich sowohl Massiv- als auch Fertighäuser natürlich durch ganz spezifische Vor- und Nachteile aus. Wie sich diese gestalten, erklärt der folgende Beitrag. Weitere wissenswerte Informationen zu den Details der einzelnen Bauweisen finden Interessierte unter hauskauf-wissen.de

Massivhaus: Individuell und wertbeständig

Für ein Massivhaus sprechen vor allem zwei Aspekte, nämlich der Werterhalt und die Individualität. 
Im Vorfeld werden Massivhäuser in der Regel von dem Bauherrn gemeinsam mit einem dafür beauftragten Architekten entworfen. So können die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche genau umgesetzt werden. 

Daneben gestaltet sich der Wert der Immobilie aufgrund der massiven Bauweise überaus stabil. Falls das Haus so zu einem späteren Zeitpunkt verkauft werden soll, erzielen Massivhäuser oft höhere Verkaufspreise als vergleichbare Fertighäuser. 

Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass bei einem Massivhaus viele der anfallenden Arbeiten in Eigenregie erledigt werden können – vorausgesetzt, es ist ein gewisses handwerkliches Talent vorhanden. So können natürlich Kosten bei dem Bau des Eigenheims eingespart werden. 
Doch ein Massivhaus weist selbstverständlich nicht nur Vorteile auf. Einer der größten Nachteile besteht mit Sicherheit in der längeren Bauzeit. Im besten Fall dauert die Errichtung eines Massivhauses vier Monate länger als die eines Fertighauses. Dieser Wert gilt jedoch nur dann, wenn keine Verzögerungen bei den Bauarbeiten auftreten, stets optimale Wetterverhältnisse herrschen und die Ausstattung des Hauses einfach gehalten ist. 

Fertighaus: Schnell gebaut zu günstigen Preisen

Grundsätzlich können die Nachteile des Massivhauses als größte Vorteile des Fertighauses ausgelegt werden. Die Bauphase eines Fertighauses, welches über eine Holzunterkonstruktion verfügt, nimmt so nur wenige Tage in Anspruch. Da nur selten Mörtel oder Zement im Rahmen des Baus verwendet werden, müssen außerdem keine langen Trocknungszeiten berücksichtigt werden. 
 
Auch im Vergleich der Baukosten kann das Fertighaus punkten. Der Preis gestaltet sich so wesentlich niedriger als bei einem Massivholz. Grund dafür ist, dass das Grundmaterial Holz zu günstigen Konditionen erhältlich ist. Außerdem sind die Baukosten bei einem Fertighaus per Vertrag fest definiert – somit verfügt das neue Eigenheim über eine sichere Festpreisgarantie. 
 
Ein Nachteil des Fertighauses besteht jedoch in seiner geringeren Wertstabilität. Wird das Haus nach rund 30 Jahren verkauft, müssen die Hausbesitzer bereits mit einem circa 15 Prozent höheren Wertverlust rechnen als Massivhausverkäufer. 
 
Außerdem handelt es sich bei Fertighäusern immer in gewisser Weise um Massenware. Dies senkt zwar ihren Preis, allerdings besteht durch die vorgegebene Raumaufteilung und den festgelegten Grundriss auch ein geringer Gestaltungsspielraum. Dennoch bieten mittlerweile viele Fertighausanbieter ihren Kunden einen gewissen Individualisierungs-Service, der zum Beispiel erlaubt, Giebel und Erker zu ergänzen, Balkone oder Terrassen hinzuzufügen oder Wände zu versetzen.

Quelle: m.m.

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