Wenn Altes für Neues weichen muss - Der Abriss einer Immobilie

Viele Menschen kaufen sich Grundstücke, um darauf ihr Traumhaus zu realisieren. Problematisch wird dieser Wunsch meist in der Großstadt, wo nur noch selten unbebaute Grundstücke frei sind. Nicht selten kommt es vor, dass Altes für Neues weichen muss. Hier gibt es jedoch einige Dinge zu beachten
Wenn Altes für Neues weichen muss - Der Abriss einer Immobilie. Foto: stumm / pixabay.com
Wenn Altes für Neues weichen muss - Der Abriss einer Immobilie. Foto: stumm / pixabay.com

Zahlt sich der Abriss wirklich finanziell aus?

Sie haben die Chance auf ein Haus samt Grundstück. Jedoch entspricht das Haus nicht Ihrem Geschmack oder ist stark baufällig. Nun stellt sich die Frage, ob sich eine Renovierung lohnt oder ob der Abriss günstiger kommt. Als Faustregel gilt, ist das Haus bereit stark baufällig, zahlt sich die Instandhaltung kaum noch aus. Lass Sie dies im Vorfeld einen Fachmann überprüfen, der Sie auf die Vorteile und Risiken aufmerksam macht. Der Abriss zahlt sich auf jeden Fall aus, wenn Sie ein Energiesparhaus wünschen, und dieses von Grund auf neu aufziehen. Baufällige Häuser sind nett für Bastler, jedoch nicht für jene, die irgendwann zum Ende kommen und in Zukunft Energie sparen möchten.

Unterschätzen Sie nicht die Abrisskosten an sich, wie auch die Kosten für jegliche Vorarbeiten. In vielen Fällen ist es notwendig, das Haus zu entrümpeln, Teppiche heraus zu reißen und all das Material umweltgerecht zu entsorgen. Sogar in jenen Häusern, wo fast nichts enthalten ist, benötigen Sie meist einen Container für Innentüren, Einbauschränke und andere Kleinigkeiten. Kalkulieren Sie deswegen alles durch, ob nicht doch ein Umbau in Frage kommt.

Vor dem Abriss Nachbarn informieren

Nach dem Sie das komplette Haus entrümpelten, müssen Sie die Nachbarn über den Abriss informieren und diese auch entsprechend versichern. Bei einem Abriss kann es immer zu Schäden an Nachbargebäude kommen, die vorher nicht einkalkuliert wurden. Weiteres gilt es die Strom-, Wasser- und Gasanbieter zu kontaktieren, dass diese derweil die Lieferung einstellen. Die Leitungen müssen so markiert werden, dass diese beim Neubau gleich wieder integriert werden können. Wichtig: Ein Punkt, der eigentlich schon vor dem Hauskauf geklärt werden muss, erkundigen Sie sich, ob das Haus irgendwie unter Denkmalschutz steht. Falls ja, dann ist der Abriss grundsätzlich verboten. Wenden Sie sich generell an das Gemeindeamt, reichen Sie die Pläne Ihres neuen Vorhabens ein und lassen Sie sich diese erst bewilligen, bevor Sie das alte Haus abreißen. Es kann passieren, dass Sie von der Behörde kein OK bekommen und im Endeffekt alles über den Haufen werfen müssen. Bei einem Abriss in einer Großstadt wie Berlin kann es vorkommen, dass dieser aus architektonischen Gründen nicht gestattet wird, oder weil das Haus mit anderen Häusern verbunden ist. Hier gilt es eigene Auflagen zu erfüllen, wo wiederum mit hohen Mehrkosten zu rechnen ist.

Beauftragen Sie einen Abriss-Profi

Nicht selten kommt beim Hausbau der "Cousin 3. Grades" zum Einsatz, der auf der Baustelle zur Stelle ist. Dass dies bereits riskant ist und versicherungstechnische Probleme verursachen kann, sollte bekannt sein. Handelt es sich um einen Abriss, beauftragen Sie im eigenen Interesse einen Profi, der sich von A bis Z um den Abriss kümmert. So ist sichergestellt, dass die Nachbarhäuser am Ende noch bestehen, ohne dass ein Nachbarschaftsstreit entsteht. Sollte etwas passieren, sind Sie gut versichert und die Baufirma muss dafür aufkommen. Beauftragen Sie Schwarzarbeiter für dieses Vorhaben, haben Sie mit nur einem Schaden gleich mehrere Probleme auf einmal, die Sie nicht mehr so schnell loswerden. Profis kümmern sich nicht nur um den Abriss, ferner sorgen diese für einen gepflegten Abtransport des Bauschutts. Entfernt wird nicht nur das Haus, auch das alte Fundament wird in den meisten Fällen abgetragen. Fachleute wissen, wie diese mit Rohren und unterirdischen Kabeln umgehen, ohne dass diese beschädigt werden. Setzen Sie deswegen stets auf Profis, die Ahnung von der kompletten Materie haben. Dies kostet zwar Geld, im Endeffekt erhalten Sie aber ein sauberes Grundstück, worauf Sie neu bauen können.

Fazit: Kalkulieren Sie noch vor dem Hauskauf, ob sich eine Renovierung oder ein Abriss lohnt. Überprüfen Sie die Pläne, erfragen Sie, ob das Gebäude unter Denkmalschutz steht und welche Bebauungsmöglichkeiten gegeben sind. Lassen Sie sich in Folge Angebote von mehreren Firmen zukommen lassen und entscheiden Sie sich mit Bedacht für einen Profi, der gute Referenzen vorzuweisen hat. Dann steht dem Abriss nichts mehr im Weg.

Quelle: c.l.

23.04.2018

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