Elektroarbeiten gehören immer in die Hände von Elektrofachkräften

Angesichts gestiegener Handwerkerkosten versuchen viele Hauseigentümer und Bauherren, kleinere Instandhaltungsarbeiten oder Reparaturen im und am Haus selbst zu erledigen. Keine Frage, mit Eigenleistungen lässt sich mitunter viel Geld sparen. Doch wenn es um Arbeiten an der Elektroanlage geht, heißt es auch für den versierten Heimwerker: Hände weg! Der Verband Privater Bauherren (VPB) weist ausdrücklich darauf hin, dass Elektroarbeiten immer in die Hände von Profis gehören.
Elektroarbeiten gehören immer in die Hände von Elektrofachkräften. Foto: Pixabay.com
Elektroarbeiten gehören immer in die Hände von Elektrofachkräften. Foto: Pixabay.com
Denn nicht nur der direkte Kontakt mit stromführenden Leitungen oder Leitungsenden kann lebensgefährlich sein; auch eine mangelhafte Installation elektrischer Anlagen beziehungsweise unsachgemäße Eingriffe können verheerende Folgen wie Brände nach sich ziehen. Deshalb hat der Gesetzgeber nicht ohne Grund die Befugnis für die Errichtung, Veränderung oder die Reparatur elektrischer Anlagen auf entsprechend qualifizierte Fachleute, sogenannte Elektrofachkräfte, beschränkt. Allein diesen Fachkräften ist es gesetzlich gestattet, Arbeiten an elektrischen Anlagen vorzunehmen. Daher sind Unternehmen, die Elektroinstallationsarbeiten ausführen dürfen – in der Regel handelt es sich um Meisterbetriebe – bei den örtlichen Energieversorgern gelistet.

Wenn der Umbau, die Erweiterung oder eine Veränderung der elektrischen Anlage anstehen, sollten Verbraucher immer eine entsprechend qualifizierte und entsprechend gelistete Fachfirma beauftragen. Wer eine Steckdose dort braucht, wo keine ist, muss für die ordnungsgemäße Nachinstallation einen Fachbetrieb beauftragen oder sich mit einem Verlängerungskabel behelfen. Wem eine Mehrfachsteckdose oder Steckdosenleiste genügt, muss jedoch den Gesamtstromverbrauch der dort eingesteckten Verbraucher im Blick behalten. Ist dieser zu hoch, weil etwa mehrere Küchengeräte und Heißwasserkocher gleichzeitig in Betrieb sind, besteht das Risiko eines Kabelbrands.

Auch deshalb lohnt es sich für private Bauherren, bei der Planung des neuen Eigenheims rechtzeitig den Bedarf an Steckdosen und die Beleuchtung der Räume gründlich zu durchdenken, um später eine nachträgliche und kostspielige Erweiterung der Anlage zu vermeiden. Der Umfang der Elektroausstattung, also die Anzahl der Steckdosen, Lampenauslässe und Schalter in Wohngebäuden, ist in der DIN 18015-2 geregelt. Sie unterscheidet zwischen drei verschiedenen Ausstattungsstandards: Die Ein-Stern-Ausstattung ist die geschuldete Mindestausstattung, an der sich die Baubeschreibungen von vielen Anbietern im preiswerten Segment orientieren. Die Zwei- und Drei-Sterne-Ausstattungen sehen jeweils mehr Anschlüsse vor, sodass bei diesen Standards die Nutzung beziehungsweise der Einbau von mehr Geräten ohne nachträgliche Erweiterung der elektrischen Anlage leichter möglich ist. Es macht sich für Bauherren in jedem Fall bezahlt, rechtzeitig Klarheit über den eigenen Bedarf zu gewinnen. Denn die Nachrüstung einer dringend benötigten Steckdose im Schlafzimmer im bewohnten Haus kostet am Ende mehr als der mit Aufpreis verbundene Einbau dieser zusätzlichen Steckdose während der Bauzeit.

Quelle: Verband Privater Bauherren (VPB) e.V.

24.03.2024

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