Wie schützt das Eigenheim vor der Inflation?
Was genau ist eine Inflation?
Unter Inflation versteht man die allgemeine Erhöhung des Preisniveaus. Während Produkte und Dienstleistungen immer teurer werden, nimmt der Wert des Geldes ab. Oder einfacher ausgedrückt: Für denselben Geldwert erhalten Verbraucher weniger als zuvor.Messen lässt sich die Inflation am Verbraucherpreisindex, der anhand eines virtuellen Warenkorbs – gefüllt mit typischen Konsumgütern und Dienstleistungen – ermittelt wird. Die Veränderung des Verbraucherpreisindexes wird als Inflations- oder Teuerungsrate bezeichnet. Im Januar 2023 lag sie bei 8,7 %. Als normal gilt eine Inflationsrate zwischen 0 und 2 %.
Warum gelten Immobilien als inflationssicher?
Besonders hart trifft die Geldentwertung Sparer, die ihr Geld auf Tages- und Festgeldkonten parken. Zu den Gewinnern gehören diejenigen, die ihr Vermögen in Sachwerten angelegt haben. Vor allem Eigenheimbesitzer profitieren von der Inflation:- Auf lange Sicht gesehen sind die Immobilienpreise bisher stetig gestiegen. Hausbesitzer sichern ihr Vermögen nicht nur dauerhaft, im besten Fall erzielen sie sogar einen Wertzuwachs für ihr Massivhaus.
- Im Zuge der Inflation steigen für gewöhnlich auch die Mieten. Da sich viele Menschen die eigenen vier Wände nicht mehr leisten können oder wollen, weichen sie auf den Mietmarkt aus. Die hohe Nachfrage auf dem ohnehin schon überhitzten Wohnungsmarkt könnte den Aufwärtstrend sogar noch verstärken. Mit einem Eigenheim koppelt man sich von Mieterhöhungen ab.
- Die Finanzierungskosten bleiben dagegen innerhalb der Zinsbindungsfrist konstant.
Welchen Effekt hat die Inflation auf die Baufinanzierung?
Bei einem Annuitätendarlehen, bei dem der Sollzins über einen bestimmten Zeitraum hinweg festgeschrieben ist, wurde die Inflation für gewöhnlich schon eingerechnet. Steigt die tatsächliche Inflationsrate nun über die Prognose der Bank, entwerten sich die Schulden stärker. Kreditnehmer müssen der Bank weniger Geld zurückzahlen, als sie geliehen haben.18.04.2023
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