Fertighaus-Pionier STREIF wird 90 Jahre alt

4.500 gebaute Häuser und rund 1 Milliarde D-Mark Umsatz – die Zahlen, die der Fertigbauer STREIF in den 1970er Jahren als Produzent der Neckermann-Häuser erreichte, sind beeindruckend. Vor der Jahrtausendwende durchlebte das Unternehmen aus Weinsheim in der Eifel eine Krise, seit 20 Jahren geht es unter Jörg-Achim Vette stetig aufwärts. 
Auch in seinem 21. Jahr hat der Geschäftsführer einiges vor: „Wir werden hier in Weinsheim sowie an unseren Vertriebsstandorten überall in Deutschland weiter investieren. Gemeinsam mit unserem Tochterunternehmen SCHWABENHAUS werden wir in diesem Jahr 700 Häuser bauen.“

Josef Streif gründete 1929 in Frankfurt ein Unternehmen für Schalungsbau, das unter anderem die Schalungshölzer für den Betonguss beim Bau des Berliner Olympiastadions lieferte. In den Nachkriegsjahren, die maßgeblich vom Wiederaufbau geprägt waren, diversifizierte STREIF seine Produktpalette auch in Richtung schnell zu errichtender Einfamilienhäuser und stellte 1964 selbst erste Fertighäuser her. 1970 zog die Produktion nach Weinsheim um. In Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner Neckermann wuchs STREIF zum führenden Fertighausbauer heran.

1981 übernahm einer von Deutschlands größten Baukonzernen, die Hochtief AG, das Unternehmen, konnte aber nicht verhindern, dass es Ende der 1990er Jahre in eine Krise rutschte. Der Westfale Jörg-Achim Vette ging als Sanierer nach Weinsheim, strukturierte um und übernahm 2003 die Mehrheitsanteile. Heute führt er STREIF gemeinsam mit Werner Peintinger, Günter M. Mans und Giuseppe Stuppiello.

„In den letzten Jahren konnte uns weder die Streichung der Eigenheimzulage noch die weltweite Finanzkrise vom Erfolgskurs abbringen“, sagt Vette beim Blick auf die wirtschaftlichen Kennzahlen seines Unternehmens, das über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus, unter anderem auch Häuser in Luxemburg und England baut: Der Jahresumsatz stieg in den letzten fünf Jahren von 37,5 Millionen Euro auf 70 Millionen Euro. Gemeinsam mit dem in 2005 erworbenen Tochterunternehmen SCHWABENHAUS werden mehr als 120 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt.

„In den vergangenen 90 Jahren hat STREIF rund 90.000 Häuser gebaut. Diese sind heute individueller und hochwertiger denn je. Das bescheinigt nicht zuletzt das QDF-Siegel der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau“, so Vette. Das Jubiläumsjahr möchte er nutzen, um den Vertrieb seiner individuellen Familienhäuser, Bungalows, Stadtvillen & Co. bundesweit zu stärken. „Unser Jubiläums-Eventkalender ist gespickt mit Veranstaltungen in unseren Musterhäusern und Beratungsbüros. Interessenten und Kunden sind herzlich eingeladen, mit dem eigens abgefüllten STREIF-Jubiläums-Sekt anzustoßen.“ Außerdem wurde ein STREIF-Heißluftballon angeschafft, der von Musterhaus zu Musterhaus tourt, und eine Hausserie mit Jubiläums-Klassikern zusammengestellt, die Interessenten mit einer VR-Brille in virtueller Realität erleben können.

Bis zum Jahr 2022 möchten STREIF und SCHWABENHAUS zusammen die Marke von jährlich 1.000 aufgebauten Häusern erreichen. Für Jörg-Achim Vette ist es dann an der Zeit, das Unternehmen gerne der kommenden Generation zu übergeben. BDF/FT

Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.

30.06.2019

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