Diese Absicherungen sind beim Fertighausbau wichtig

Ein Hausbau wird begleitet von großer Vorfreude, aber auch von Verpflichtungen. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) nennt die wichtigsten Versicherungen, mit denen Bauherren ihr Fertighaus in der Bauphase absichern sollten. Dank der kürzeren Bauzeit sind die Beiträge bei Fertighäusern teils um mehr als 30 Prozent günstiger.
Die wohl wichtigste Versicherung für den Hausbau ist die Bauherrenhaftpflicht­versicherung. Sie sollte zusätzlich zur privaten Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, sobald der erworbene Grund und Boden als Baugrundstück gilt. Denn fortan steht der Bauherr in der Verantwortung, wenn beispielsweise Bauarbeiter, spielende Kinder oder Verkehrsteilnehmer – etwa infolge unterlassenen Winterdienstes oder verunreinigter Straße – zu Schaden kommen. Auch Sachschäden, wie sie zum Beispiel durch umstürzende Bäume oder herabfallendes Werkzeug oder Baumaterial am Auto des Nachbarn entstehen können, sind durch die Bauherrenhaftpflichtversicherung in aller Regel abgedeckt.

Ebenfalls wichtig ist die Bauleistungsversicherung. Sie greift während der Bauphase bei Schäden am Haus, die durch höhere Gewalt entstehen. Hierzu zählen außergewöhnliche Witterungseinflüsse wie Erdbeben oder Überschwemmung, nicht aber jahreszeittypische Phänomene wie Frost im Winter oder Sturm im Herbst. Auch Schäden durch Vandalismus und Fahrlässigkeit sowie Konstruktions- und Materialfehler können zum Leistungsumfang dieser Versicherung zählen. Der Diebstahl von Baumaterialien, die noch nicht fest verbaut sind, wird hingegen nicht mit abgedeckt.

„Die Bauherrenhaftpflicht- und die Bauleistungsversicherung sollten bei keinem Hausbau fehlen. Sie werden einmalig für die Dauer des Bauvorhabens fällig. Beim Fertighausbau belohnen viele Versicherungsanbieter die vergleichsweise kürzere Bauzeit mit geringeren Kosten“, sagt BDF-Sprecher Christoph Windscheif.

Wer sich statt eines schlüsselfertigen Fertighauses für ein Ausbauhaus entscheidet und Freunde und Bekannte in die Ausbauarbeiten mit einbezieht, sollte sich mit der Bauhelferversicherung befassen. Auch müssen Helfer bei der zuständigen Baugenossenschaft gemeldet werden. Wichtig ist auch eine Rohbaufeuerversicherung, die bei Brand und Blitzeinschlag greift. Diese geht nach Fertigstellung des Hauses oftmals in eine notwendige Wohngebäudeversicherung über.

„Auch die Finanzierung des Bauvorhabens sollte gut abgesichert sein“, rät Christoph Windscheif. Die meisten Fertighaus-Hersteller bieten eine Festpreisgarantie an, was gegenüber dem konventionellen Bauen schon mal ein Vorteil ist. Dennoch sollten Bauherren von Anfang an Rücklagen bilden, um auch in Ausnahmesituation handlungsfähig zu bleiben. Eine Risikolebensversicherung hilft, wenn einer der beiden Ehepartner verstirbt, bevor die Kreditsumme abbezahlt ist. Eine Restschuldversicherung greift auf Wunsch auch dann schon, wenn die Kreditraten infolge unverschuldeter Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit nicht mehr gezahlt werden können. Eine weitere Möglichkeit ist die Arbeitslosenversicherung. Diese Versicherungen können dabei helfen, Zahlungsschwierigkeiten über einen Zeitraum von meist nicht mehr als 12 Monaten zu überbrücken.

Ist der Neubau schließlich bezugsfertig, braucht es neben der Wohngebäudeversicherung idealerweise noch einen Elementarschadenschutz, eine Hausrat- und eine Gebäudehaftpflichtversicherung. Weitere spezifische Versicherungen können je nach Ausstattung des Fertighauses ebenfalls Sinn machen. So werden zum Beispiel immer mehr Fertighäuser als „Smart Home“ mit teurer Digitaltechnik konfiguriert. Für sie gibt es inzwischen eine spezielle Elektronikversicherung, die Schäden zum Beispiel durch unsachgemäße Bedienung, Sabotage oder Diebstahl abdeckt.

„Bereits mit wenigen Hundert Euro lässt sich ein Hausbau umfassend absichern. Die Versicherungen beugen allen Eventualitäten vor und lassen Bauherren noch entspannter auf ihr Bauvorhaben schauen – erst recht bei einem Fertighaus mit kürzerer Bauphase und weniger Eigenleistungen“, schließt Windscheif. BDF/FT

Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.

09.12.2018

Hausbaunews

Die letzten Meter zum eigenen Fertighaus

Nach monatelanger Bauzeit rückt der Einzug ins neue Fertighaus endlich in greifbare Nähe. Die Aufregung steigt, doch gerade jetzt ist besondere Sorgfalt gefragt. Die finale Bauphase erfordert ...

Haas Fertigbau erhält TOP 100 Siegel

Der Lohn für herausragende Innovationskraft. Die Haas Fertigbau GmbH ist mit dem TOP 100 Siegel 2026 ausgezeichnet worden. Damit gehört das Unternehmen zu den innovativsten Mittelständlern ...

Prognose: Bauzinsen und ...

Wer bisher im Jahr 2025 eine Immobilie finanzierte, bekam es mit stabilen Zinsen und leicht steigenden Objektpreisen zu tun. Doch was bringt 2026? Mit welchen Bauzinsen und Immobilienpreisen müssen ...

Effizientes Gleiten, Schweben, Schieben

Häfele Slido präsentiert Häfele ein vielseitiges Sortiment an Schiebe- und Schwebetürsystemen, das Funktionalität, ansprechendes Design und eine besonders einfache Montage verbindet. Ob verdeckt ...

Grenzenloses Wohnen: Warum ...

Der Traum vom Eigenheim ist heute untrennbar mit dem Wunsch nach einem fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum verbunden. Bauherren und Modernisierer legen immer größeren Wert darauf, ...

Wie weiter? Die Anschlussfinanzierung

Zwischen 2015 und 2020 wechselten jährlich zwischen 700.000 und 900.000 Immobilien den Besitzer, je rund 250.000 bis 300.000 Wohnungen wurden neu gebaut. Viele der damaligen Käufer hatten sich für ...

Musterhäuser

LaRocca (MH Heßdorf)

Preis
auf Anfrage
Fläche
159,13 m²
Partner 117.1

Preis ab
240.800 €
Fläche
116,70 m²
CityVilla 3

Preis
auf Anfrage
Fläche
158,39 m²
Haas S 165 A

Preis ab
223.000 €
Fläche
173,79 m²
Duett 96

Preis
auf Anfrage
Fläche
96,00 m²
Life 7 V1

Preis
auf Anfrage
Fläche
142,34 m²

0