Landlust statt Landfrust

Deutschlands Städte wachsen. Immer mehr Menschen zieht es in Metropolen wie Hamburg, Berlin, Köln oder München. Dadurch steigen dort die Mieten, während andernorts Dörfer vereinsamen. Doch es gibt einen Gegentrend: Vor allem junge Familien zieht es wieder aufs Land.
Nicht nur, weil es günstiger ist. Die ländliche Umgebung verspricht Lebensqualität. Bevor sich Umzugswillige für eine neue Heimat entscheiden, sollten sie diese genau auf den Prüfstand stellen. Carolin Großhauser von der Bausparkasse Schwäbisch Hall weiß, worauf landlustige Stadtmenschen achten müssen:

1. Den Wohnungsmarkt analysieren

Wenn Wohnraum besonders günstig ist, sollten Suchende hellhörig werden und den Markt gründlich prüfen: Wie viele Objekte im Ort stehen leer? In welchem Zustand sind die beworbenen und zum Verkauf stehenden Häuser? Neubauten und hochwertig renovierte Immobilien sprechen für eine lebendige oder wachsende Dorfgemeinschaft.

2. Die Infrastruktur prüfen

Der zweite Blick gilt der Grundversorgung: Gibt es Produkte und Dienstleistungen für den täglichen Bedarf im Ort? Zur Grundversorgung zählen Bäcker (idealerweise mit kleinem Lebensmittelsortiment) und zumindest ein Bankautomat sowie eine schnelle Internetverbindung. Alles Weitere, zum Beispiel ein größerer Supermarkt, ein Hausarzt oder Krankenhaus und die nächste Tankstelle, sollte zumindest gut erreichbar sein. Wer Kinder hat oder eine Familie plant, braucht Kindergarten und Grundschule in der Nähe.

3. Die Freizeit gestalten

Ein Freizeitangebot durch Vereine und Feste, Rad- oder Wanderwege bietet Abwechslung für Jung und Alt. Ob Kino, Shopping-Center oder Facharzt: Was das Dorf nicht hat, sollte im nächstgrößeren, gut erreichbaren Ort vorhanden sein. Die sogenannte Ankerstadt weist im Idealfall alles auf, was auf dem Land nicht verfügbar ist. So sind ein kurzfristiger Shopping-Ausflug oder eine abwechslungsreiche Wochenendgestaltung vor Ort kein Problem.

4. Auf gute Nachbarschaft

Ein Klischee übers Landleben: Jeder kennt jeden. Doch nicht alle kleineren Orte haben automatisch eine starke Nachbarschaft. Und nicht überall werden Hinzugezogene freundlich begrüßt. Wer neu ist, sollte offen sein, ohne sich zu sehr aufzudrängen. Freundliches Grüßen und kurze Gespräche mit Einheimischen bei einem Spaziergang durch den Ort helfen dabei, die Stimmung besser einzuschätzen.

5. Die erste Hürde nehmen

Die Gemeindeverwaltung ist die erste Anlaufstelle für neue Dorfbewohner. Hier gewinnen sie auch einen Eindruck von der Hilfsbereitschaft im Ort. Gibt es zusätzlich Bürgerinitiativen, in denen sich Zugezogene engagieren können? Findige Bürgermeister oder Ortsvorsteher zeigen Interessierten gern die schönen Seiten ihrer Gemeinde.

6. Gut verbunden

Dörfer liegen meist etwas abseits der zentralen Verkehrsachsen. Zumindest die nächstgelegene Ankerstadt sollte aber gut über zentrale Verbindungsadern erreichbar sein – egal ob Schnellstraße, Bahnhof oder Fernbushaltestelle. Auch den Weg zur Arbeit sollten angehende Landbewohner genau unter die Lupe nehmen: Viele mittelständische Unternehmen haben ihren Sitz in ländlichen Regionen und sind attraktive Arbeitgeber. Die Pendelstrecke über die Dörfer kann allerdings zur nervenzehrenden Geduldsprobe werden. Tipp: Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr prüfen oder einen Ort weiter ziehen, um antizyklisch zur Arbeit fahren zu können.

7. In die Zukunft blicken
Auch wenn der favorisierte Ort lebendig wirkt, muss das nicht so bleiben. Bei abnehmenden Geburtenraten drohen Dörfer zu vergreisen und es besteht Gefahr für Kindergarten, Schulen und Freizeitangebote. Wie zukunftsträchtig ein Dorf dasteht, kann das zuständige Landratsamt einschätzen. Zu vielen Regionen gibt es Studien über Zukunftsperspektiven. Auch ein Blick in die Medien kann sich lohnen: Viele ländliche Gegenden, die sich positiv entwickeln, gelangen auch in die Schlagzeilen.

Tipp von Carolin Großhauser: „Es lohnt sich, nicht nur nach der idealen Größe des Baugrunds oder einer erschwinglichen Bestandsimmobilie zu suchen, sondern den Ort als Ganzes zu betrachten und zu prüfen, ob man hier glücklich werden kann. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, steigen die Chancen, dass die ganze Familie in der neuen Heimat das Landleben genießt.“

Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall AG

25.04.2018

Hausbaunews

Eigenleistungen am Bau mit anderen ...

Weil der Bau eines Eigenheims zunehmend ins Geld geht, legen private Bauherren oft selbst Hand an, um Kosten zu senken. Laien müssen hierfür das nötige Know-how mitbringen, in manchen Bereichen ...

Kompaktes Heben an schwierigen Orten: ...

Arbeitest du mit einem Kran an einem Ort mit wenig Platz? Dann kommst du mit großem Gerät schnell an deine Grenzen. Du hast eine schwere Last, die du heben willst, aber kaum Platz, um den Kran ...

Die Wärmepumpe gibt jetzt den Ton an!

Wer heutzutage ein Fertighaus plant, der baut nicht nur Wände und ein Dach. Er baut eine kleine Festung gegen die Kapriolen der Weltmärkte. In den Planungsbüros zwischen Flensburg und ...

Transluzente Flächen für Architektur ...

Mattierte Verglasungen wie „Matelux“ (AGC Glass Europe) werden oft direkt mit Glastüren oder Tischplatten assoziiert, tatsächlich reicht ihr Einsatzspektrum heute aber deutlich weiter. Neben ...

Gaspreise für Neukunden erreichen ...

Der Iran-Krieg treibt die Gaspreise trotz angekündigter Waffenruhe weiter nach oben: Für Neukunden erreichen sie mit rund 10,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) den höchsten Stand seit drei Jahren. ...

Ein flexibler Grundriss ist langfristig ...

Wer ein Haus baut, trifft Entscheidungen für Jahrzehnte. Während Ausstattung, Farben oder Möblierung im Laufe der Zeit verändert werden können, bleibt der Grundriss meist dauerhaft bestehen. ...

Musterhäuser

St. Johann

Preis
auf Anfrage
Fläche
127,00 m²
Michel 215

Preis ab
399.000 €
Fläche
215,00 m²
Design 20

Preis
auf Anfrage
Fläche
210,00 m²
Raumwunder 100

Preis ab
222.600 €
Fläche
98,55 m²
Lifetime 5

Preis
auf Anfrage
Fläche
142,02 m²
Haas O 140 A

Preis ab
258.000 €
Fläche
146,70 m²

0