Landlust statt Landfrust
1. Den Wohnungsmarkt analysieren
Wenn Wohnraum besonders günstig ist, sollten Suchende hellhörig werden und den Markt gründlich prüfen: Wie viele Objekte im Ort stehen leer? In welchem Zustand sind die beworbenen und zum Verkauf stehenden Häuser? Neubauten und hochwertig renovierte Immobilien sprechen für eine lebendige oder wachsende Dorfgemeinschaft.2. Die Infrastruktur prüfen
Der zweite Blick gilt der Grundversorgung: Gibt es Produkte und Dienstleistungen für den täglichen Bedarf im Ort? Zur Grundversorgung zählen Bäcker (idealerweise mit kleinem Lebensmittelsortiment) und zumindest ein Bankautomat sowie eine schnelle Internetverbindung. Alles Weitere, zum Beispiel ein größerer Supermarkt, ein Hausarzt oder Krankenhaus und die nächste Tankstelle, sollte zumindest gut erreichbar sein. Wer Kinder hat oder eine Familie plant, braucht Kindergarten und Grundschule in der Nähe.3. Die Freizeit gestalten
Ein Freizeitangebot durch Vereine und Feste, Rad- oder Wanderwege bietet Abwechslung für Jung und Alt. Ob Kino, Shopping-Center oder Facharzt: Was das Dorf nicht hat, sollte im nächstgrößeren, gut erreichbaren Ort vorhanden sein. Die sogenannte Ankerstadt weist im Idealfall alles auf, was auf dem Land nicht verfügbar ist. So sind ein kurzfristiger Shopping-Ausflug oder eine abwechslungsreiche Wochenendgestaltung vor Ort kein Problem.4. Auf gute Nachbarschaft
Ein Klischee übers Landleben: Jeder kennt jeden. Doch nicht alle kleineren Orte haben automatisch eine starke Nachbarschaft. Und nicht überall werden Hinzugezogene freundlich begrüßt. Wer neu ist, sollte offen sein, ohne sich zu sehr aufzudrängen. Freundliches Grüßen und kurze Gespräche mit Einheimischen bei einem Spaziergang durch den Ort helfen dabei, die Stimmung besser einzuschätzen.5. Die erste Hürde nehmen
Die Gemeindeverwaltung ist die erste Anlaufstelle für neue Dorfbewohner. Hier gewinnen sie auch einen Eindruck von der Hilfsbereitschaft im Ort. Gibt es zusätzlich Bürgerinitiativen, in denen sich Zugezogene engagieren können? Findige Bürgermeister oder Ortsvorsteher zeigen Interessierten gern die schönen Seiten ihrer Gemeinde.6. Gut verbunden
Dörfer liegen meist etwas abseits der zentralen Verkehrsachsen. Zumindest die nächstgelegene Ankerstadt sollte aber gut über zentrale Verbindungsadern erreichbar sein – egal ob Schnellstraße, Bahnhof oder Fernbushaltestelle. Auch den Weg zur Arbeit sollten angehende Landbewohner genau unter die Lupe nehmen: Viele mittelständische Unternehmen haben ihren Sitz in ländlichen Regionen und sind attraktive Arbeitgeber. Die Pendelstrecke über die Dörfer kann allerdings zur nervenzehrenden Geduldsprobe werden. Tipp: Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr prüfen oder einen Ort weiter ziehen, um antizyklisch zur Arbeit fahren zu können.7. In die Zukunft blicken
Auch wenn der favorisierte Ort lebendig wirkt, muss das nicht so bleiben. Bei abnehmenden Geburtenraten drohen Dörfer zu vergreisen und es besteht Gefahr für Kindergarten, Schulen und Freizeitangebote. Wie zukunftsträchtig ein Dorf dasteht, kann das zuständige Landratsamt einschätzen. Zu vielen Regionen gibt es Studien über Zukunftsperspektiven. Auch ein Blick in die Medien kann sich lohnen: Viele ländliche Gegenden, die sich positiv entwickeln, gelangen auch in die Schlagzeilen.
Tipp von Carolin Großhauser: „Es lohnt sich, nicht nur nach der idealen Größe des Baugrunds oder einer erschwinglichen Bestandsimmobilie zu suchen, sondern den Ort als Ganzes zu betrachten und zu prüfen, ob man hier glücklich werden kann. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, steigen die Chancen, dass die ganze Familie in der neuen Heimat das Landleben genießt.“
25.04.2018
Hausbaunews
PLUS X AWARD in fünf Kategorien
Die Qvantum QE Abluftwärmepumpe wurde von der Jury des PLUS X AWARD in gleich fünf Kategorien ausgezeichnet: Innovation, High Quality, Bedienkomfort, Funktionalität und Ökologie. Aus Sicht der ...
Innengestaltung im Fertighaus – So ...
Beim Einzug in ein neues Fertighaus steht die Innengestaltung im Mittelpunkt. Hochwertige Malerarbeiten bilden das Fundament für ein behagliches Wohnambiente und tragen maßgeblich zur Langlebigkeit ...
10 Jahre BDF: Lehner Haus mit Urkunde ...
Das Unternehmen Lehner Haus aus Heidenheim ist seit zehn Jahren Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). BDF-Geschäftsführer Achim Hannott überreichte Firmenchef Thomas Lehner aus ...
Hausbau-Budget clever parken: Tagesgeld
Der Traum vom Eigenheim beginnt oft mit einer beachtlichen Summe auf dem Konto. Ob durch jahrelanges Sparen, Erbschaften oder den Verkauf einer Altimmobilie – wer ein Fertighaus plant, verfügt ...
Ein kleiner Schritt für den ...
Mit 299.000 Stück ist die Wärmepumpe 2025 erstmals das meisterverkaufte Heizsystem in Deutschland gewesen und hat die Gasheizung als Spitzenreiter abgelöst. Die ersten Monate des laufenden Jahres ...
Der Bau eines Eigenheims zählt zu den größten Investitionen im Leben. Daher stellt sich die Frage: Wie viel Haus bekomme ich für mein Geld? Im Fertighausbau können Baufamilien ihr Eigenheim sehr ...