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20.02.2018

Energetische Aspekte bei der Hausplanung

Energie und damit auch Kosten sparen ist in unserer heutigen Zeit sehr wichtig und wird auch immer mehr in den Vordergrund geschoben. Gerade dann, wenn es um das Eigenheim geht, kann man in dieser Hinsicht auch vieles berücksichtigen. Besonders bei einem Neubau sollte man direkt von Anfang an wichtige Weichen stellen, um die Unterhaltung auf Nachhaltigkeit auszurichten.


Energetische Aspekte bei der Hausplanung. Foto: whitesession / pixabay.com
Energetische Aspekte bei der Hausplanung. Foto: whitesession / pixabay.com

Das moderne Ingenieurwesen spricht seit einiger Zeit schon von der "Energiewende" beim Hausbau. Denn dieses hat vieles maßgeblich beeinflusst und auch verändert. So wird heute der moderne Hausbau von den energetischen Aspekten bestimmt. Hier sind die Ingenieure und auch die Architekten sozusagen in der Pflicht, bereits schon bei der Konzeption besonders und sorgfältig darauf zu achten, alle Anforderungen (zum Beispiel die staatlichen Auflagen in Form des vorgeschriebenen Energiepasses für Hausbesitzer) auf alle Fälle zu erfüllen.

Hier ist dann besonders darauf zu achten, dass die Dämmungen der Hauswände, der Fenster und der Dächer sorgfältig ausgewählt werden. So kann schon der Standort des Gebäudes eine wichtige Rolle spielen. Denn man muss nicht extra Solarmodule anbringen, damit man die Sonnenenergie für sich nutzen kann. Es reicht schon, wenn man die Wohnräume des Hauses nach Süden ausrichtet. So benötigt man deutlich weniger Heizleistung, was für enorme Einsparungen und mitunter auch ein gesünderes Raumklima sorgen kann. Die Schlafräume dagegen sind eher für die Nordseiten geeignet. Die Räume, wo die Sonne als natürliche Energiequelle zum Einsatz kommt, müssen so weit weniger zusätzlich geheizt werden, wenn große Fenster angebracht werden und für eine transparente Wärmedämmung auf der Südseite gesorgt wird.
 

Umweltfreundliche Wärme- und Stromerzeugung mit einem Blockheizkraftwerk

Die benötigte zusätzliche Heizleistung kann man auch durch ein Blockheizkraftwerk gewinnen. Bei diesem BHKW handelt es sich um eine Anlage, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert. Sie dient der Gewinnung von elektrischer Energie und Heizwärme. Je nachdem wie groß die Anlage und hoch die Leistung ist, kann diese stromerzeugende Heizung direkt vor Ort zur Energiegewinnung genutzt werden. Darin liegt der besonders wirtschaftliche und ökologische Nutzen. Sehr interessant ist das Blockheizkraftwerk auch deswegen, weil es unter anderem durch staatliche und regionale Fördermittel finanziell begünstigt wird. Detaillierte Informationen darüber kann man auch auf der Webseite http://a-tron.de/blockheizkraftwerk.html finden.

Ein Blockheizkraftwerk wird in unterschiedlichen Varianten angeboten. Das geht vom Mikro-Blockheizkraftwerk und dem Mini-Blockheizkraftwerk bis hin zu großen Industrieanlagen. Dabei sind gerade die kleineren Blockheizkraftwerke wie die Mikrokraftwerke, die über eine Leistung von ca. einem bis fünf Kilowatt verfügen und eine thermische Leistung zwischen 3 und 15 Kilowatt haben, besonders gut für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser geeignet.
 

Ein wichtiger Faktor ist auch die Gebäudeform

Wenn es darum geht, schon von Anfang an geschickt zu planen, sollte die Gebäudeform besonders berücksichtigt werden. Zwar sehen die verwinkelten Häuser mit Türmchen und anderen Besonderheiten sicherlich auf den ersten Blick sehr schön und interessant aus, aber die Energiebilanz ist bei diesen Häusern deutlich schlechter, als bei den kompakten Gebäudeformen. Man sollte berücksichtigen, dass mit jedem Quadratmeter Wandfläche der Wärmeverlust steigt. Hier ist besonders das Verhältnis von Außenfläche zum Volumen der beheizten Räume entscheidend. Je kleiner zudem die Fläche der Außenwände ist, umso mehr spart man auch bei der Wärmedämmung ein.
Moderne Fenster für die Energieeinsparung

Gerade die Fenster können in den Häusern Schwachstellen unter den energetischen Gesichtspunkten darstellen. Moderne Fenster sollen nicht nur optisch überzeugen, sondern sie sollen vor allem Energie sparen. Denn es nützt nur wenig, wenn die Hauswände einwandfrei gedämmt sind, aber die durch die Heizungsanlage erzeugte Wärme durch vorhandene Glasscheiben der Fenster wieder nach draußen entweichen kann. Auch sollte gewährleistet sein, dass es nicht zur Bildung von Kondenswasser und Scheibenbeschlag (Infos) kommt. Das kann gerade in der kälteren Jahreszeit durch die manchmal starken Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen entstehen. Hier wären die speziellen Energiesparfenster die ideale Lösung. Sie verfügen über Doppelglas. Die äußere Scheibe ist speziell so konzipiert, dass die Kälte draußen bleibt. Die innere Scheibe dagegen hält die warme Luft im Innenbereich. Zwischen diesen beiden Scheiben befindet sich eine spezielle Isolierschicht, die dafür sorgt, dass die unterschiedlichen warmen und kalten Luftschichten nicht miteinander in Berührung kommen. Das sorgt dafür, dass die Fenster auch im Winter immer klar und unbeschlagen bleiben.
 

Das eigene Verbrauchsverhalten im Auge behalten

Viel Einfluss auf den Energieverbrauch hat auch unsere eigenes Verhalten. Wer sich hierbei selber kontrolliert, wird hier ein großes Energieeinsparpotenzial entdecken. Dabei können ein professionelles Programm zur Erfassung des Verbrauchs und auch die Erstellung einer Statistik dabei helfen, das eigene Verhalten besser zu analysieren. Wenn es dann sinnvoll und besser ist, kann das eigene Verhalten dementsprechend verändert werden. Auch kann so festgestellt werden, ob es anzuraten ist, den Stromanbieter gegebenenfalls zu wechseln. Die Verbrauchsmenge wäre bei der Wahl der für den Bedarf infrage kommenden Tarife sehr wichtig.

Quelle: f.b.