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19.01.2018

Terrassenböden kreativ und ansprechend gestalten

Wer zu seinem Wohnraum zusätzlich noch über einen sogenannten "Outdoorbereich" in Form eines Garten, eines Balkons oder einer Terrasse verfügt, schätzt das meist doch sehr. Für viele bietet so ein Platz im Freien ein weiteres großes Stück Lebensqualität und gerade in der warmen Jahreszeit kann man seinen Wohnraum damit wunderbar erweitern.


Terrassenböden kreativ und ansprechend gestalten. Foto: rhyslud / pixabay.com
Terrassenböden kreativ und ansprechend gestalten. Foto: rhyslud / pixabay.com
  
So lässt sich ein zweites Wohnzimmer gestalten und man kann sich zusätzlich draußen noch eine ein zweite Küche mit Grill einrichten, sodass nahezu das ganze Leben draußen stattfinden kann. Der Markt bietet dafür viel Geeignetes an.

Damit der Look auch bestens zur Geltung kommt, sollte man schon den passenden Bodenbelag für die Terrasse dazu auswählen. Denn das ist wohl die erste wichtige Entscheidung, die man bei der Gestaltung treffen muss. Jedes Material hat seinen eigenen Charakter und dieser nimmt viel Einfluss auf das Raumgefühl im Freien. Zum Glück steht einem dafür mittlerweile eine wirklich große Auswahl an Möglichkeiten zur Verfügung, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Die Materialien dafür lassen so viele Varianten zu, dass man sich bei Entscheidung schon ein wenig Zeit dafür nehmen sollte, damit man hier auch das passenden für sich findet. Das Angebot reicht von Naturholz über Steinzeug, Beton, Fliesen bis hin zu WPC (Mix aus Kunststoff und Holzfasern). Nachfolgend sollen unterschiedliche Materialien erklärt werden und für welches Einsatzgebiet sie sich am besten eignen. Holz verbreitet zum Beispiel viel Wärme und Wohnlichkeit. Beton dagegen wirkt kühler und technisch. Der Naturstein hat viel Individuelles. So lässt sich für jeden Stil auch der passende Bodenbelag finden.

Wie groß kann der Aufwand sein?

Neben dem Aussehen und dem Stil spielt auch die Frage eine Rolle, wie groß der Aufwand und die damit verbundenen Kosten sein können. Während Holzdielen oder Holzfliesen einfach über bestehenden Balkon- und Terrassenböden verlegt und auch wieder abgebaut werden können, müssen Beton- und Natursteinböden meist den bestehenden Bodenbelag ersetzten und das kann nur mit größerem Aufwand erfolgen. Wer also keine baulichen Veränderungen vornehmen will und die Kosten auch möglichst gering halten möchte, könnte mit Naturholz oder WPC schon sehr gut beraten sein. Ohne viel Aufwand kann man mit einem Outdoor-Teppich schon für ein frischen und wohnlichen Look sorgen. Diese sind besonders robust und wetterfest. Sie können auch über Nacht draußen bleiben und bieten dank der weichen Oberfläche eine schöne Wohnzimmer-Optik.

Fliesen, Naturstein oder Beton

Wer den Mehraufwand nicht scheut, der wird mit Terrassenplatten, Naturstein oder Beton die klassischen Alternativen zur Holzterrasse finden. In gestalterischer Hinsicht eröffnen gerade die Fliesen / Terrassenplatten tolle Möglichkeiten, wenn sie als durchgängiger Bodenbelag in Wohnzimmer und Terrasse verbaut werden. Damit entsteht ein beeindruckendes Mittel, dass gerade bei zeitgenössischer, transparenter Architektur die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum auflöst. Zudem bieten Outdoor-Fliesen eine große Auswahl an Farben und Strukturen und die glatten Oberflächen sind leicht zu reinigen.

Auch beim Naturstein besteht eine große Auswahl an Steinsorten hinsichtlich der Farbe und Struktur. Die Optik damit ist zeitlos und klassisch und man hat sehr lange Freude daran. Allerdings ist das Verlegen vergleichsweise teuer und aufwändig.

Eine etwas preisgünstigere Variante ist da die Betonoptik oder das Natursteinimitat. Relativ günstig ist es deswegen, weil es industriell produziert wird. Auch das Verlegen gestaltet sich vergleichsweise einfach im Sandbett oder auf Stelzlagern.

All diese Beläge benötigen einen besonderen Untergrund und lassen sie sich deswegen (anders als bei einer Holzterrasse) schlecht über einem bestehenden Boden verlegen. Daher muss meist dieser vollständig ersetzt werden. Eine Ausnahme ist das System aus Stelzlagern und quadratischen Platten. Dieses System macht es möglich, einen Stein- oder Betonboden schwebend zu montieren. Das ist ein praktisches und auch ästhetisch anspruchsvolles Konzept, welches sich mit mittlerem Aufwand umsetzen und jederzeit auch wieder rückgängig machen lässt.

Echtholz und WPC

Das klassische Material, was über eine wohnliche und warme Ausstrahlung verfügt, ist das Echtholz. Holz muss für die Verwendung Draußen besonders wetterfest sein, damit es länger als nur eine Saison hält. Desto härter, umso besser. Wenn die Holzqualität gut ist und man die Pflege nicht vernachlässigt (schließlich muss man hier bei der Reinigung mehr Acht geben als etwa bei Laminat), verfügt Holz auch über eine hohe Haltbarkeit. Als Diele oder Holzfliese lässt es sich unkompliziert verlegen.

Wer zum Beispiel in einem gemietetem Haus wohnt und die Optik der Terrasse trotzdem verändern möchte, der kann das sehr gut mit den sogenannten Systemdielen tun. Diese werden ähnlich wie Holzfliesen selbst miteinander verbunden und schwimmend auf einem bestehenden Boden verlegt. Der Aufwand ist relativ gering und auch wieder rückgängig zu machen.

Eine Holz-ähnliche Optik und auch das Gefühl, dass man sich auf Holz bewegt, vermittelt das Material WPC. Hier ist von einem Mix aus Kunststoff und Holzfasern die Rede. Dieser Materialmix ist pflegeleichter und haltbarer als Echtholz. Man bekommt WPC als Terrassendiele, Systemdiele oder auch als Fliesenraster.

Quelle: f.b.