Altersgerecht bauen und wohnen

Altersgerecht bauen und wohnen - Foto: Unsplash / pixabay.com
Wer heute eine Immobilie bauen, kaufen oder mieten möchte, sollte bereits jetzt auf eine altersgerechte Beschaffenheit und Einrichtung achten. Wer ein paar grundlegende Tipps beachtet, spart sich im Alter teure Umbaumaßnahmen und anstrengende Umzüge.
Das richtige Wohnumfeld im Alter finden
Die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Jahr 2011 auf Statista.com zeigen, dass 51 % der Befragten Personen über 45 Jahre die „Barrierefreiheit der Wohnung und des Wohnviertels“ als wichtig einstufen. 38 % empfinden diesen Faktor sogar als sehr wichtig. Ebenfalls von einem Großteil (45 % oder mehr) als „sehr wichtig“ bewertet wurden infrastrukturelle Aspekte: schnelle Erreichbarkeit von Ärzten, nahe Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
All diese Faktoren sollten demnach frühzeitig beachtet werden, um spätere Investitionen zu vermeiden. Denn laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wohnen derzeit noch fast 90 % der sogenannten „Hochbetagten“ (80 Jahre und älter) in der eigenen Wohnung. Nur fünf Prozent von ihnen leben hingegen barrierefrei in ihren eigenen vier Wänden. Grund dafür könnten die hohen Umbaukosten sein: Laut FAZ gilt eine Faustregel, dass ein solches Projekt pro Wohnung circa 15.000 Euro kosten würde. Das Dilemma liegt auf der Hand: Vermieter sehen selten die Möglichkeit, dass sich die Investition lohnen könnte. Die Mieter hingegen rechnen im Falle eines Umbaus mit höheren Mieten.
Vorausschauend bauen
Voraussicht gilt daher nicht nur im Straßenverkehr als wichtige Eigenschaft: Wer plant, ein Eigenheim zu bauen oder in ein Fertighaus zu investieren, sollte darauf achten, dass möglichst wenige Treppenstufen vorhanden sind. Ebenerdig bauen sieht nicht nur chic aus, man spart auch für später potenzielle Stolperfallen ein.
Türen sind im Idealfall mindestens 80 Zentimeter oder breiter. So ist sichergestellt, dass man sich im Notfall auch mit dem Rollstuhl frei im Haus bewegen kann.
Zudem lohnt es sich besonders in alltäglich genutzten Räumen, früh auf Barrierefreiheit zu achten, denn gerade das Badezimmer ist ein häufiger Problemfall: Zu hohe Duschwannen, wenig Platz, ungünstig liegende Toiletten – die Liste kann lang sein. Wer zum Beispiel eine bodengleiche Walk-In Dusche verbaut, sorgt nicht nur für ein größeres Raumgefühl, sondern kann auch im Alter komfortabel der Körperpflege nachgehen. Bei Bedarf können auch Duschhocker und andere Hilfsmittel in die Dusche integriert werden. Walk-In Duschen, Zubehör und alles andere rund um Bad und Sanitär gibt es z. B. bei Badezimmertotal. Die genannten Maßnahmen lassen sich für Bauherren relativ leicht und ohne großen Mehraufwand umsetzen – wenn sie frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden. Speziellere Umbauprojekte wie ein elektrischer Treppenlift müssen zu so frühen Zeitpunkten noch nicht zwangsläufig umgesetzt werden. Eine geräumige Treppe mit solidem Geländer, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, kann aber schon in Betracht gezogen werden.
26.01.2016
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