Wer jünger kauft, ist länger Eigentümer
Gerade jüngere Interessenten sollten individuell prüfen, ob sich für sie jetzt der Kauf einer Immobilie lohnt – auch wenn sie aktuell nicht mehr als 20 Prozent der Kaufpreissumme in Form von Eigenmitteln einbringen können. „Wer in jungen Jahren kauft, investiert frühzeitig in den eigenen Vermögensaufbau anstatt in Mietzahlungen. Insgesamt verlängert sich dadurch die Zeit des mietfreien Wohnens und im Alter steht mehr Geld zur Verfügung“, sagt Michiel Goris. Neben dem Aspekt der Altersvorsorge sollte laut Interhyp auch die emotionale Rendite nicht unterschätzt werden. „Zehn Jahre länger in den eigenen vier Wänden zu leben, bedeutet zehn Jahre mehr Lebensqualität.“
Allerdings ist bei Finanzierungen mit weniger Eigenkapital Vorsicht geboten. Durch den geringeren Eigenkapitaleinsatz fällt die Finanzierungssumme höher aus. Das wiederum hat eine höhere Restschuld zum Ende der Zinsbindung zur Folge. Interhyp rät Darlehensnehmern, dieses Dilemma durch lange Zinsbindungen von mindestens 15 Jahren zu entschärfen.
Zudem empfiehlt der Vermittler für Baufinanzierungen, im Idealfall etwas höher zu tilgen – um den Schuldenabbau zu beschleunigen. „Aktuelle Kreditmodelle lassen sich darüber hinaus flexibel an die Bedürfnisse von jüngeren Käufern anpassen – etwa durch Tilgungssatzwechsel bei Nachwuchs oder beruflichen Veränderungen“, erklärt Interhyp-Experte Goris.
22.01.2014
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