Pelletöfen - eine günstige, alternative Heizform mit Zukunft?

Pellets sind aus Holzabfällen oder Sägespänen gepresste Stäbchen, die zum Heizen von Öfen genutzt werden. Sie sind seit den 1990ern populär geworden. Die gepressten Heizmittel haben einen Durchmesser von acht Millimetern, sind etwa 30 Millimeter lang und eine glänzende, überwiegend glatte Oberfläche. 
Um ihre Qualität zu sichern, gibt es mehrere Normen und Richtlinien, denen diese kleinen Pressholzprodukte genügen müssen. Auf nationaler Ebene ist die wichtigste Norm DINplus (zertifiziert vom TÜV Rheinland), EU-weit gilt entsprechend die 2010 in Kraft getretene ENplus 14961-2. Online finden Sie eine Übersicht über diese und weitere Richtlinien. Grundsätzlich kann man wasserführende Pelletöfen mit Wasserführung, die eine Zentralheizung ersetzen können oder kleinere Öfen ohne Wasser unterscheiden, die als Zusatz zur Heizung dienen. Was bieten mit Pellets beheizte Öfen den Hausbesitzern für Vor- und Nachteile?

Vorteile
  • Die erwähnte Normierung der Pellets garantiert eine nachprüfbare und sichere Qualität, die die Nutzung berechenbar macht.
  • Kaminöfen sind umweltfreundlich, so auch Pelletöfen. Letztere sind überdies besonders sauber. Bei ihrer Verbrennung entstehen weniger Rückstände als bei anderen Öfen.
  • Pelletöfen sind meist teil- oder vollautomatisch. Sie besitzen oft Zeitschaltuhren und wählen die nötige Menge an Brennmaterial selbst aus. Dies steigert ihre Effizienz. Zudem ist der Komfort für den Nutzer höher, denn eine Füllung pro Brenntag genügt. Dies bedeutet, dass der Ofenbesitzer nicht regelmäßig neues Holz nachlegen muss wie bei anderen Kaminöfen. Auch die Installation kann binnen eines Tages durchgeführt werden.
  • Die Lagerung von Pellets ist aufgrund ihrer wasserdichten Verpackung an vielen Plätzen im Haus möglich. Somit ist der Raum, den sie brauchen, planbar und begrenzt. Von Lagerzeiten - wie bei Holzscheiten - sind die Pressholzstäbchen unabhängig.
  • Die Anschaffung von Pelletöfen ist teurer als Kaminöfen. Für eine Raumgröße von 50 Kubikmetern gibt es Öfen ab 900 Euro, für die Beheizung von 300 Kubikmetern benötigt man Öfen ab 2.000 Euro und wasserführende, leistungsstarke Modelle kosten um die 6.000 Euro. Doch mittel- und langfristig rechnen sie sich: Der Preis für Pellets liegt deutlich unter dem von Holz. Im Moment kostet eine Tonne der Stäbchen zwischen 200 und 250 Euro. Man benötigt etwa 2,5 Kilogramm pro Brennstunde.
  • Gewisse wasserführende oder automatische Pelletöfen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Dafür ist das Marktanreizprogramm (MAP) zuständig.
Nachteile
  • Pelletöfen haben mit dem romantischen Knistern und Knacken holzbetriebener Kaminöfen nichts gemein. Die Pressholzprodukte enthalten keine Feuchtigkeit, daher sollte man besonders beim Pelletofen im Wohnzimmer überlegen, ob dies den eigenen Wünschen entspricht.
  • Pelletöfen können nicht an jeden Kamin angeschlossen werden. Fachmännischen Rat bietet der Schornsteinfeger.
  • Beim Ein- und Ausschalten haben die Öfen eine Geräuschentwicklung, die etwa durch das Gebläse für die Kühlung verursacht wird. Gerade bei günstigen Fabrikaten sollte man diese durch eine Probevorführung beim Hersteller vorab einmal kontrollieren.

Quelle: s.o.

17.09.2013

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