Hausbaukosten: Budgetplanung und Ausgaben die oft vergessen werden!

Das Angebot, was die Bauherrenfamilie für ihr Projekt erhält, ist nicht immer die einzige Ausgabe, die beim Hausbau zu tätigen ist. In der Regel beinhaltet das Erstangebot die regulären Baukosten ohne Sonderwünsche und ohne nachträgliche Umbauten, die zum Beispiel nötig werden, wenn ein mehrgeschossiges Haus durch kognitive Einschränkungen eines Bewohners begehbar gemacht werden muss.
Hausbaukosten: Budgetplanung und Ausgaben die oft vergessen werden! Foto: neelam279  / Pixabay.com
Hausbaukosten: Budgetplanung und Ausgaben die oft vergessen werden! Foto: neelam279  / Pixabay.com

Ein Fertighaus bauen - zusätzliche Ausgaben einkalkulieren

Möchte man ein Fertighaus bauen, sucht man sich einen Haustyp aus und bekommt ein Angebot. Die Kosten beinhalten den Standard nach Hersteller und können sich erhöhen, wenn die Bauherrenfamilie Sonderwünsche, zum Beispiel Grundrissänderungen, hat oder Materialien mit Aufpreis verbauen will. Die Budgetplanung erfordert die Kalkulation aller Kosten, die neben dem eigentlichen Hausbau anfallen. Dazu gehören nicht nur Baumaterialien mit Aufpreis und Sonderwünsche, sondern auch
  • der Kauf des Baugrundstücks
  • die Kosten für die Gartenanlegung
  • besondere Haustechnik
  • alle Kaufnebenkosten
Es empfiehlt sich, die Kosten für den Notar, die Grundbucheintragung und die Grunderwerbssteuer als Eigenkapital zur Verfügung zu haben oder sie in die eigentlichen Baukosten einzukalkulieren. Je nach Bundesland und Kaufpreis variiert dieser Betrag, wodurch es nötig ist, die Kaufnebenkosten im Vorfeld zu kennen und den Baupreis nicht als einzigen Kostenfaktor zu betrachten. 

Welcher Baustil hat die wenigsten Zusatzkosten und passt am besten in die Budgetplanung?

Welcher Haustyp am besten in die Budgetplanung passt, hängt davon ab, welches Budget der Bauherr in sein Eigenheim anberaumt. Baut man im Bungalow-Stil auf einer Ebene, lassen sich viele Kosten sparen. Dazu kommt, dass ein Bungalow, der seit einigen Jahren immer beliebter wird, Folgekosten für einen altersgerechten Umbau nahezu lässt. Alle Räume befinden sich auf einer Ebene, es gibt keine Türschwellen und damit keine Barrieren, die bei kognitiven Einschränkungen unüberwindbar sind. Plant man seinen Hausbau perspektivisch und möchte im Leben nur einmal bauen und im höheren Alter nicht umziehen müssen, ist der Bungalow eine günstige und langfristig praktische Lösung. Bei mehrgeschossigen Häusern kann die Nachrüstung eines Treppenlifts oder der Raumumbau nach einigen Jahren für Mehrkosten sorgen, die am Anfang des Hausbaus nicht einkalkuliert wurden.

Unvorhersehbare Kosten vor Vertragsabschluss erkennen

Um die Kosten schon vor dem Bau im Blick zu haben, empfiehlt es sich beim Fertighaus, schlüsselfertig zu bauen, wobei hier genau zu prüfen ist, was bei jedem Anbieter schlüsselfertig bedeutet. Bei einigen heißt schlüsselfertig mit Wand- und Bodenbelägen, bei anderen wieder nicht. Wählt der Bauherr eine andere Ausbaustufe, kann er zwar auf den ersten Blick Kosten sparen, muss aber in Eigenleistung und auch durch den eigenen Kauf von Materialien weitere Ausgaben tätigen. Welche Leistungen und damit welche Kosten im Bauvertrag enthalten sind, sollte vor der Unterzeichnung in Erfahrung gebracht werden. Fakt ist, dass die Kaufnebenkosten nie Vertragsbestandteil sind und immer von der Bauherrenfamilie zusätzlich gezahlt werden. Der Bauvertrag muss die Gesamtsumme enthalten, die oft nach Erledigung eines Bauabschnittes in Etappen gezahlt wird. Höhere Kosten als vertraglich vereinbart und unterschrieben müssen Bauherren nicht akzeptieren.

Fazit: Wie viel Haus kann ich mir leisten? Das ist eine essenzielle Frage, die sich Bauherren bereits vor der Einholung und dem Vergleich von Angeboten stellen sollten. Auch eine Kalkulation der Kaufnebenkosten und der sonstigen Aufwendungen empfiehlt sich. Letztendlich ist es auch wichtig, die Ausgaben für die Raumgestaltung und die Einrichtung auf den eigentlichen Hauskaufpreis aufzuschlagen und sie direkt mit einzukalkulieren.

Quelle: e.h.

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