Heizen mit Holz reduziert CO2 und geht nicht zu Lasten der Wälder
Holz ist voller Energie
Wird das Kaminfeuer als Wärmequelle eingesetzt, reduziert dies den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Ein Raummeter trockenes Brennholz hat die Heizkraft von rund 200 Litern Heizöl. In Deutschland werden rein rechnerisch jährlich vier Milliarden Liter Heizöl eingespart. Das entspricht 200.000 Tankwagenfüllungen mit je 20.000 Litern. Hinzu kommt die regionale Verfügbarkeit mit kurzen Transportwegen zum Verbraucher, was die Gesamtbilanz von Holz weiter verbessert.Kohlenstoffdioxid im Fokus
Durch die Verwendung von Brennholz werden laut Berechnungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland jährlich rund 36 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid aus fossilen Energien wie Öl und Gas ersetzt. Der Gedankenansatz: Bei der Verbrennung von Holz wird nur jene Menge Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt, die der Baum während der Wachstumsphase aufgenommen hat und die beim natürlichen Zersetzungsprozess im Wald später ohnehin wieder entweichen würde. Das freigewordene Kohlenstoffdioxid wird von nachwachsenden Bäumen aufgenommen, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht. Die Wachstumsgeschwindigkeit eines einzelnen Baumes spielt keine Rolle. Es zählt die positive Gesamtbilanz.Ein Blick auf den Wald in Deutschland und Europa
In Deutschland wird seit 300 Jahren eine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben. Das heißt, es wächst mehr Holz nach, als entnommen wird. Es wird mehr Kohlenstoff gebunden als bei der Verbrennung abgegeben wird. Laut statischem Bundesamt speichert der deutsche Wald insgesamt rund 3,1 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Die Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (Forest Europe) hat 2020 ein ähnliches Ergebnis in Bezug auf die europäischen Wälder veröffentlicht. Insgesamt speichert die Biomasse der europäischen Wälder 13,24 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Durch die Ausdehnung der europäischen Wälder hat die gespeicherte Menge zwischen den Jahren 2010 und 2020 um 155 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr zugenommen. Das sind übrigens 10 Prozent der europäischen Treibhausgasemissionen im selben Zeitraum. Gut zu wissen: Nachhaltig bewirtschaftete Wälder tragen durch Wachstum und Holznutzung dazu bei, dass langfristig mehr CO2 gespeichert wird, als in naturbelassen Wäldern. Diese laufen mit der Zeit auf eine Kohlenstoff-Sättigung zu.Brennholz aus heimischen Wäldern
Brennholz fällt bei der regelmäßigen Waldpflege, der Durchforstung und bei der Beseitigung von Sturmschäden an. Dieses Holz ist für die Verarbeitung in Sägewerken nicht geeignet und somit für die Möbel- und Bauindustrie wertlos. Die minderwertigen Stämme sowie das Kronenholz werden regional als Brennholz vermarktet. Der Verkauf von Brennholz ist für die deutsche Forst- und Landwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle. Mit diesen Einnahmen decken Waldbesitzer die Kosten für die Waldpflege und für die Instandhaltung der Wald- und Wanderwege.Grundsätzlich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher darauf achten, dass ihr Brennholz aus der Region kommt. Regional geerntetes Holz gewährleistet kurze Transportwege und Versorgunssicherheit. Zudem fließt der Erlös auch in den Umbau der Wälder von Monokulturen in widerstandsfähige Mischwälder sowie die Wiederbewaldung von Kahlflächen, verursacht durch Stürme oder Schädlingsbefall.
Wird das Brennholz ofenfertig beim Brennholzhandel gekauft, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher darauf achten, dass ihr Brennholz aus der Region kommt und bei Unsicherheit nach dem Ursprung fragen. Ein direkter Hinweis ist das Qualitätszeichen Kooperation Sauberes Holzfeuer des Bundesverband Brennholzhandel Brennholzproduktion: Dieses Brennholz stammt garantiert aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft.
05.12.2023
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