Zinsmeinung: Keine Panik
Schauen wir uns die Lage genauer an:
Ja, die Baupreise werden kurzfristig weiter steigen, denn Material und Fachkräfte bleiben knapp und die Nachfrage anhaltend hoch. Außerdem treiben neue energetische Anforderungen die Kosten beim Neubau und binden gleichzeitig Handwerkerkapazitäten, um den Gebäudebestand klimafreundlicher zu machen. Auch das verteuert erstmal die Preise. Die DZ Bank rechnet mit einer Preissteigerung von rund 8 Prozent in diesem Jahr.Kommen wir zu den Zinsen:
Das absolute Zinstief liegt sehr wahrscheinlich hinter uns. Allein die aktuelle Inflationserwartung der Märkte hebt die Zinslandschaft derzeit auf ein höheres Niveau. Zusätzlich wirken sich die verschärften Kapitalanforderungen der BaFin zweifelsohne zinssteigernd aus. Doch ein Stück weit können wir Entwarnung geben: Gravierend weiter steigende Zinskonditionen, wie von einigen schon befürchtet, werden wir aufgrund des Risikopuffers in diesem Jahr nicht erleben. Denn zum einen haben die allermeisten Immobilienfinanzierer bereits ausreichend Eigenkapitalpolster gebildet und können daher mit den aktuellen Konditionen weiteroperieren. Zum anderen drückt der intensive Wettbewerb in der Baufinanzierung weiter auf die Zinsmarge. Nach Schwäbisch Hall-Schätzung könnten die Zinsen daher wegen der neuen Kapitalanforderungen im Jahresmittel um etwa 10 Basispunkte steigen. Damit bleiben wir aber weiter auf einem historisch niedrigen Zinsniveau, auch wenn die Zinskonditionen aktuell mit 1,x statt mit 0,x beginnen. Zur Erinnerung: Vor 10 Jahren war eine 3 vor dem Komma ein Niedrigzinsangebot!Also: keine Panik und vor allem keinen übereilten Notzugriff auf die eigenen vier Wände. Es gilt der Grundsatz: Das Objekt muss zum Käufer passen. Die Finanzierungskosten können variieren. Mittelfristig werden die Preise für Immobilien in eine allmähliche Seitwärtsbewegung übergehen. Denn der Preisauftrieb am Immobilienmarkt wird sukzessive von den angestiegenen Finanzierungskonditionen abgebremst. Für die Wertstabilität der Immobilie ist nicht die Finanzierung entscheidend, sondern die berühmte Lage und in zunehmendem Maß die Nachhaltigkeit der Immobilie, messbar an guter Bausubstanz und niedrigen Energieverbrauchskosten. Wer hier spart, zahlt am Ende mehr als mit ein paar Basispunkten mehr bei der Finanzierung.
24.03.2022
Hausbaunews
Fingerhut Haus: Energieeffizient bauen ...
Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Batteriespeicher stehen bei vielen Bauinteressierten im Fokus. Dabei beginnt Energieeffizienz deutlich früher – mit einer luftdichten Gebäudehülle. Sie ...
Nachbarschaftliche Energie: Solarstrom ...
Die Vision, den auf dem eigenen Dach erzeugten Solarstrom nicht nur für den Eigenbedarf zu verwenden, sondern auch mit den direkten Nachbarn zu teilen, wird für viele Hausbesitzer, die ihr Zuhause ...
Vorsicht im Garten: Warum Gartenarbeit ...
Igel gehören zu den beliebtesten Wildtieren in Deutschland. Dabei tragen Millionen Hobbygärtner unbewusst zu ihrem Rückgang bei, während sie ihre Gärten sommerfest machen. Denn der Garten steckt ...
Sanierung oder Fertighaus? Wann sich ...
Wer über den Bau des eigenen Zuhauses nachdenkt, landet schnell beim Fertighaus: kalkulierbare Preise, kurze Bauzeiten, erprobte Grundrisse. Für viele Bauherren ist das ein guter Weg – aber nicht ...
Der Pool im Garten als Antwort auf ...
Die Sommer in Deutschland werden im Durchschnitt länger und intensiver, anhaltende Hitzeperioden verändern den Alltag spürbar. Was früher als Ausnahme galt, wird zunehmend zur Regel – Tage mit ...
Moderne Fertighäuser erinnern an den ...
Für Architekt Walter Gropius, den Gründer des Bauhauses, lag die Wurzel aller Kreativität im Handwerk. Maler, Bildhauer oder Architekten – für ihn waren sie untrennbar mit der Baukunst ...