Im Dialog mit Staatsminister Hubert Aiwanger

Bei der ersten Ausgabe seines neuen digitalen Veranstaltungsformats „BDF on TOUR“ hatte der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) jetzt den stellvertretenden Ministerpräsidenten von Bayern sowie Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, zu Gast. Der Politiker sprach mit den Fertighausherstellern über die Themen Waldnutzung und Holzbau. 
Hubert Aiwanger betonte die Bedeutung des Holzbaus. Foto: StMWi / E. Neureuther
Hubert Aiwanger betonte die Bedeutung des Holzbaus. Foto: StMWi / E. Neureuther​​​​
BDF-Präsident Hans Volker Noller erklärte einleitend: „Mehr als jedes vierte Fertighaus in Deutschland wird aktuell in Bayern errichtet. Der Freistaat zählt neben Baden-Württemberg zu den wichtigsten Standorten der deutschen Fertigbauindustrie.“ Inhaltlich führte der BDF-Präsident wichtige Herausforderungen der Branche gerade auch unter der designierten neuen Bundesregierung ins Feld. Hierzu zählen etwa die Schaffung neuen Wohnraums trotz erschwerter Baulandausweisung oder das nachhaltige Bauen mit Holz in Zeiten stillgelegter Wälder. 
  
Staatsminister Hubert Aiwanger hob hervor: „Holz hat neben dem Ziegelbau eine zunehmend starke Rolle für nachhaltiges Bauen. Die Holzwirtschaft hat im Waldland Bayern traditionell eine große Bedeutung, die wir weiter ausbauen müssen. Das letzte Jahr mit der Verknappung an Bauholz hat gezeigt, dass wir die Wertschöpfungsketten besser absichern müssen. Dazu gehören auch wieder ausreichend mittelständische Sägekapazitäten.“ Für eine zukunftsfähige Forstwirtschaft und Holznutzung sei es dabei wichtig, den Wald trotz des Klimawandels nicht nur auf Laubbäume auszurichten, sondern auch die wichtigen Nadelhölzer der Holzindustrie, wie etwa die Fichte, Kiefer, Lärche oder Douglasie, zu erhalten. „Der Holzbau ist ein wichtiger Faktor dafür, dass unsere Wälder weiter nachhaltig bewirtschaftet werden können und bewirtschaftet werden sollten.“ 
  
Aiwanger unterstrich auch die Bedeutung der Pflege bewährter Wertschöpfungsketten sowie eines gut funktionierenden Clusters Forst und Holz, von den Waldbauern bis zum Holzbauer. „Wir brauchen stabile Strukturen und planbare Voraussetzungen was die Holzverfügbarkeit und Preisentwicklung angeht, um die Wertschöpfung aller Beteiligten sicherzustellen.“ Die Fertighaushersteller wünschten sich ihrerseits mehr politische Unterstützung etwa bei der Gleichberechtigung des Baustoffs Holz im Bauordnungsrecht und bei öffentlichen Ausschreibungen sowie mehr Tempo bei den Baugenehmigungsverfahren. 
  
Durch das neue digitale Format „BDF on TOUR“ möchte die Fertighausbranche stärker mit landespolitischen Entscheidungsträgern in den Dialog treten. Mehrere Unternehmer aus Bayern, aber auch aus dem weiteren Bundesgebiet nahmen an der Premiere teil. Unter dem Titel „BDF-HauptstadtTALK“ hatte der BDF im Wahljahr 2021 bereits sechs digitale Gesprächsrunden geführt, bei denen wichtige Branchenthemen an Spitzenpolitiker auf Bundesebene herangeführt wurden.

Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.

14.12.2021

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