Private Rentenversicherung – für wen lohnt sie sich?

Sie ist so nah und doch noch so fern: Die Rente. Viele Arbeitnehmer sehnen sich ihre Rente bereits herbei, anderen graut es vor dieser Zeit in der Zukunft. Eigentlich stellt die Rente etwas Schönes dar, denn sie soll die entspannteste Zeit im Leben eines jeden Menschen darstellen. Das erste Mal im Leben hat man in dieser Zeit die hundertprozentige Freiheit zu tun, was man will und wann man es will: Trotzdem gibt es hier ein Problem, denn die wachsende Altersarmut führt zu Schwierigkeiten in der Pensionskasse. 
Immer mehr Menschen werden in der eigentlich besinnlichsten Zeit ihres Lebens, enormen Sorgen gegenübergestellt. Sie blicken existentiellen Ängsten in die Augen, von einem Ruhestand kann man so nicht mehr sprechen. Gerade die weibliche Bevölkerung bekommt häufig nur eine sehr niedrige Rente, da sie in der Regel auch weniger verdient haben. Wer bis dahin noch keine Immobilie besitzt, der wird wegen der hohen Kosten für Miete usw. Schwierigkeiten haben, sich im Alter wohlzufühlen.  

Die Rente wird voraussichtlich immer weiter sinken, und es ist fraglich ob sich ein Großteil der Bevölkerung überhaupt noch einen Ruhestand leisten kann. Gerade die Corona – Krise zwingt die Regierung zu Einsparungen, die momentan noch schwer vorhersehbar sind. Durch diese wachsende Problematik denken immer mehr Menschen über eine Vorsorge, über die Gesetzliche hinaus nach.
 
Sich über Vorsorgemöglichkeiten zu informieren war noch nie leichter. Im Internet gibt es unzählige, informative Plattformen und Vergleichsmöglichkeiten. Bildquelle: silviarita via pixabay.com
Sich über Vorsorgemöglichkeiten zu informieren war noch nie leichter. Im Internet gibt es unzählige, informative Plattformen und Vergleichsmöglichkeiten. Bildquelle: silviarita via pixabay.com

Die verschiedenen Arten der Rentenvorsorge

  • Gesetzliche Rentenversicherung
    Fast jeder Arbeitnehmer, aber auch viele selbständige Berufe sind in der Gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Diese Rente beträgt heute für einen langjährig arbeitenden Durchschnittsverdiener etwa 1200 Euro. Diese Zahl droht jedoch weiter zu sinken. Durch die Überalterung der Gesellschaft ist es schlichtweg langsam unmöglich alle Renten in voller Höhe zu tragen. Wer also nur auf die gesetzliche Rente angewiesen ist, wird wohl oder übel seinen Lebensstandard herabschrauben müssen.
  • Berufsständige Versorgungswerke
    Von dieser Art der Versicherung profitieren Freiberufler wie Ärzte und Anwälte. Die Versorgungswerke legen die Einzahlungen automatisch in den Kapitalmarkt ein. Aber auch Mitglieder dieser Versicherung müssen damit rechnen, dass ihre Rente in den nächsten Jahren sinkt.
  • Keine verpflichtende Absicherung
    Selbständige die weder in der gesetzlichen Rentenversicherung, noch in den berufsständigen Versorgungsnetzwerken erfasst sind müssen sich völlig allein um ihre Absicherung kümmern. Gerade hier ist es notwendig sich über die Möglichkeiten zu informieren und absichernde Maßnahmen zu ergreifen.

Möglichkeiten über die Pflichtversicherungen hinaus?

Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten sich für das Alter abzusichern. Neben den Pflichtversicherungen gibt es noch staatlich geförderte, freiwillige Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Riester Rente. Die Riester Rente ist eine gute Möglichkeit seine gesetzliche Rente aufzubessern.  Der Vorteil ist, dass der Staat sowohl einige Boni miteinzahlt, als auch dass die eigenen Einzahlungen steuerlich absetzbar sind. 

Es gibt für etliche Ereignisse Zuschüsse wie zum Beispiel die Geburt von Kindern, aber auch junge Sparer werden belohnt. Personen die vor dem 25. Lebensjahr eine Rente abschließen bekommen nochmal extra 175 Euro vom Staat. Eigentlich darf jeder eine Riesterrente abschließen, egal welchen Beruf man ausübt. Auch Azubis und Studenten können bereits von der Riesterrente profitieren. Diese Altersvorsorge bietet außerdem sehr hohe Renditechancen, dadurch dass es noch einmal viele verschiedene Formen der Riesterrente gibt. 

Außerdem ist diese Sparmöglichkeit sehr unkompliziert, da der Anbieter alle bürokratischen Schritte für Versicherte übernimmt. Das informieren über diese Rentenform ist außerdem super einfach, da es viele Vergleichsplattformen gibt.

Für ganz selbständige Kandidaten gibt es die Möglichkeit eine nicht staatlich geförderte Absicherung abzuschließen. Aber auch Sparbücher und das eigenständige Investieren in Aktien sind Möglichkeiten sich abzusichern. Auch wenn das nicht gerade die sichersten Alternativen sind.

Nachteile?

Natürlich, alles was eine Sonnenseite hat wirft auch Schatten. Die privaten Vorsorgemöglichkeiten haben alle für sich auch Nachteile die aber häufig nicht allzu bedeutsam sind, wenn man sie mit den Vorteilen aufwiegt. Der naheliegendste Nachteil ist wohl, dass man regelmäßig Beiträge einzahlen muss. Das macht das jetzige Einkommen wahrscheinlich um ein paar Euro geringer. Jedoch sind die Beitragseinbußen wohl noch besser zu verkraften solange man gut verdient.

Die Vorsorgemöglichkeiten die ganz auf eigene Faust funktionieren wie Aktien, haben natürlich relativ hohe Risiken. Es besteht die Möglichkeit all seine Einlagen zu verlieren. Für Sicherheitsliebende, sind Modelle wie Riester daher um einiges geeigneter.

Die Rente ist ein Thema die alle Menschen früher oder später beschäftigen muss. Es liegt in der Hand eines jeden einzelnen jetzt eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen, und heute auf morgen zu blicken, um morgen nicht zu bereuen.

Quelle: f.v.

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