Energiekosten steigen trotz Abschaffung der EEG-Umlage
EEG-Umlage macht ein Viertel des Strompreises aus
Die EEG-Umlage wird zur Finanzierung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien verwendet. Sie liegt aktuell bei 6,5 Cent/kWh (netto) und macht rund ein Viertel des Strompreises aus. Im Jahr 2022 soll sie auf 6 Cent/kWh abgesenkt werden. Ein durchschnittlicher Haushalt, der laut Statistischem Bundesamt einen jährlichen Stromverbrauch von 3.113 kWh hat, bezahlt dann rund 222 Euro (brutto) EEG-Umlage pro Jahr.„Würde die EEG-Umlage schon im kommenden Jahr gänzlich abgeschafft, würden die Stromkosten der Haushalte deutlich sinken“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Doch durch den neu eingeführten CO2-Preis, der für das Heizen und Autofahren entrichtet wird, ergäbe sich für einen durchschnittlichen Haushalt schon im Jahr 2023 unter dem Strich eine Mehrbelastung bei den Energiekosten.“
CO2-Preis steigt bis 2025 auf 55 Euro
Anstatt durch die EEG-Umlage sollen die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien unter anderem durch den CO2-Preis auf fossile Brennstoffe gedeckt werden. Dieser steigt von 25 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2021 schrittweise auf 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025 an. Danach soll der Preis mindestens 55 Euro und höchstens 65 Euro betragen.Differenz aus EEG-Umlage und CO2-Preis führt schnell zu Mehrkosten
Im Jahr 2022 liegen die Kosten aus dem CO2-Preis für einen durchschnittlichen Haushalt bei rund 194 Euro. Würde die EEG-Umlage bereits im kommenden Jahr abgeschafft, würde das eine Entlastung von 28 Euro pro Jahr bedeuten. Bereits im Jahr 2023 muss der durchschnittliche Haushalt jedoch 227 Euro für den CO2-Preis aufwenden. Abzüglich der abgeschafften EEG-Umlage (Basisjahr 2022) bedeutet das Mehrkosten von 5 Euro. In den beiden darauffolgenden Jahren steigen die Kosten aus dem CO2-Preis zunächst auf 291 Euro und dann auf 356 Euro. In der Differenz zur weggefallenen EEG-Umlage liegen die Mehrkosten bei 69 Euro im Jahr 2024 und bei 134 Euro im Jahr 2025.02.05.2021
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