Die Hälfte der Deutschen bezahlt zu viel für den Strom

Die Meldung über eine Verbilligung beim Strom scheint hierzulande unmöglich zu sein – wenn eine Änderung stattfindet, dann immer nach oben. Daran sind die Deutschen wohl bereits gewohnt. Dass es aber auch anders geht, zeigt zumindest ein Teil der Verbraucher: Die Wechsler.
Die Bild am Sonntag recherchierte aktuelle Zahlen dazu in 50 großen Städten. Dabei wurde offenkundig, dass trotz vorhandenem Angebot noch immer die Hälfte den Strom zu teuer einkauft. Denn die unvorstellbare Zahl von 18 Millionen Haushalten bindet sich noch immer freiwillig an den Grundversorger zu völlig überhöhten Preisen. Dabei sind das in Summe bis zu 300 Euro jährlich, die man praktisch aus dem Fenster wirft.

Nach den genannten Ergebnissen herrscht insbesondere in den Städten Wuppertal, Frankfurt und Mainz das eigentlich nicht nachvollziehbare Konsumverhalten noch vor. Diese Haushalte könnten bei einem Wechsel noch mehr sparen: Bis zu 400 Euro pro Jahr für den einzelnen Verbrauch können so lukriert werden. In Berlin, München und Hamburg ist das Potenzial mit 240 bis 260 Euro wesentlich geringer, aber dennoch satte Summen, auf die niemand Wert zu legen scheint. Vermutlich ist das Bewusstsein über die Einspar-Möglichkeiten noch zu gering. 330 Euro ließen sich für den Stromkunden in Köln einsparen. Öko-Stromversorger sind in vielen Städten die günstigen Anbieter: Im Vergleich zu den Grundversorgern ergeben sich Summen an Einsparungen von bis zu 400 Euro jedes Jahr aufs Neue.

Kinderleichter Wechsel

Dabei wäre es denkbar einfach, zu wechseln. Den Stromvergleich online durchführen ist die beste Variante: Nur der Verbrauch und die Postleitzahl muss in den Stromrechner eingegeben werden – der Rest geht schon fast wie von selber. Der Rechner veranschaulicht die Ergebnisse nach dem Einsparungspotenzial geordnet. Auf einen Punkt soll jedenfalls geachtet werden: Die Preisgarantie. Was nützt der beste Tarif, wenn er sofort wieder erhöht wird? Zu guter Letzt gibt man nur mehr die persönlichen Daten ein – um den Rest kümmert sich bereits der neue Vertragspartner. Geld sparen geht nirgends einfacher, als bei der Wahl der Energieversorger. Selbst bei Verträgen wie Telefontarifen ist das Berechnen umständlicher, als hier: Denn das exakte Konsumverhalten ist beim Strompreisvergleich übersichtlich und transparent.
28.03.2012 - Quelle: e.r.
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