Ratgeber: Richtig handeln bei Wasserschäden
Mögliche Ursachen von Leck bis Unwetter
Die Ursachen von Wasserschäden sind vielfältig. Besonders häufig kommt es zu Rohrbrüchen. Fehler bei Bauarbeiten, minderwertiges Material oder Korrosion können schuld sein. Aber auch defekte Waschmaschinen, Starkregen oder undichte Boiler sind denkbare Auslöser. Sind Wasserflecken an Bauteilen wie Raumdecken oder Wänden erkennbar, wird es höchste Zeit zu reagieren. Auch kontinuierliche Fließgeräusche von Wasserleitungen oder ein markanter Anstieg des Wasserverbrauchs deuten auf (versteckte) Schäden hin.Wasserzufuhr und Strom abstellen
Sobald Sie einen Wasserschaden feststellen, müssen Sie sofort die Wasserzufuhr abstellen, damit keine zusätzliche Feuchtigkeit in das Gebäude eindringen kann. Lässt sich dem Schaden kein Wasserhahn zuordnen, schließen Sie den Hauptwasserhahn, bis Sie oder ein Fachmann die Quelle gefunden haben. Weil von Wasser in Kombination mit Strom erhöhte Gefahr ausgeht, muss außerdem die Stromzufuhr unterbrochen werden. Zur Vermeidung von Kurzschlüssen, Stromschlägen und Bränden drehen Sie die Schraubsicherung heraus beziehungsweise legen am besten alle Sicherungen im Sicherungskasten um.Schaden melden, dokumentieren und eingrenzen
Informieren Sie Ihre Versicherung über den Wasserschaden, bevor Sie mit den Aufräumarbeiten starten! Der Versicherer klärt Sie über das weitere Vorgehen auf. Schreibt dieser nichts anderes vor, sollten Sie den Schaden nach der Schadensmeldung sorgfältig dokumentieren. Machen Sie https://www.fertighaus.com/news/news_detail.php?n_id=1315https://www.fertighaus.com/news/news_detail.php?n_id=1315 von nassen Wänden und Gegenständen und halten Sie das Schadensausmaß schriftlich fest! Ebenso gilt:- Nasses raus: Bringen Sie nassen Hausrat nach draußen, um die Feuchtigkeit im Innenraum zu mindern!
- Nichts wegschmeißen: Bewahren Sie jedoch alles auf! Auch die Dinge, die aufgrund des Wasserschadens unbrauchbar sind. Trennen Sie sich erst davon, wenn die Versicherung der Entsorgung schriftlich zugestimmt hat!
- Schutz anbringen: Sind Möbel zu schwer zum Tragen, lassen sie sich mit Kunststoffplanen und Styropor von oben und unten vor Nässe schützen. Steine oder Hölzer bieten bei aufsteigendem Wasser keinen Schutz.
- Abtrocknen: Feuchte Oberflächen aus Metall oder Holz sollten Sie mit trockenen Textilien abwischen, um Rost beziehungsweise das Quellen zu verhindern.
Wasser entfernen und Hilfe organisieren
Ist Wasser ausgelaufen, muss es umgehend entfernt werden. Für kleinere Wassermengen genügen Handtücher, Lappen und Eimer sowie Nasssauger. Ohne Fachmann geht es bei einem Wasserschaden dennoch nicht. Weil die Leckagen häufig innerhalb von Wänden und Böden nicht erkennbar sind und sich Wasser rasant ausbreitet, ist Fachwissen, Erfahrung und moderne Ausrüstung gefragt. Wird die Schadensanierung nicht ordentlich durchgeführt, können langfristige Folgen wie Schimmel und massive Baumängel die Folge sein, was den Wert der Immobilie senkt.Achten Sie bei der Auswahl des Trocknungsfachbetriebs auf Erfahrung, Spezialisierung und Serviceumfang! Die Dokumentation beziehungsweise Abwicklung mit Versicherungen sollte gleichermaßen Teil des Leistungsspektrums sein wie die kompetente Gebäudetrocknung. Letztere kann Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen. Ist das Mauerwerk betroffen, dauert die Sanierung besonders lang. Oberflächliche Feuchtigkeit trocknet hingegen innerhalb von Tagen.
Und wer zahlt? Informatives zum Versicherungsschutz
Abhängig von der Ursache des Wasserschadens sind unterschiedliche Versicherungen zuständig:- Wohngebäudeversicherung: Diese Police übernimmt bei Wasserschäden durch Abwasser und Leitungswasser die Kosten für Reparaturen und Instandsetzungen an Immobilien. Der Versicherungsschutz umfasst alle Elemente, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. Dazu zählen beispielsweise Toiletten und Heizkörper.
- Elementarschadenversicherung: Sie zahlt bei Schäden durch Hochwasser, Lawinen, Schneedruck, Erdbeben, Rückstau und Erdrutsch die Instandsetzungsarbeiten an Gebäude und Hausrat. Die Versicherung ist eine Ergänzung von Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung. Sie lässt sich nicht separat abschließen.
- Hausratversicherung: Sie reguliert ausschließlich Schäden an der Einrichtung (bewegliches Mobiliar), die durch einen nicht vorgesehenen Wasseraustritt entstehen. Dies trifft beispielsweise auf undichte Schläuche bei Haushaltsgeräten, Lecks an Leitungssystemen im Gebäude und Trinkwasserrohren zu.
03.07.2020
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