Flaute nutzen, Hausbau starten
Der schon vor Corona sichtbare Trend zum Eigenheim im Umland der gefragten Städte wird sich aller Voraussicht nach weiter verstärken. „Jetzt gerade sitzen überall Menschen zu Hause und arbeiten im Homeoffice. Viele Unternehmen, die positive Erfahrungen damit machen, werden das auch in Zukunft stärker praktizieren“, ist Born sicher. „Fährt man aber nur noch ein- oder zweimal die Woche ins Büro, ist der Weg zur Arbeit nicht mehr so wichtig und man ist eher geneigt, etwas aus der Stadt raus zu ziehen.“ Gleichzeitig steigt damit der Stellenwert des eigenen Heims, das nun auch dauerhaft eine angenehme Atmosphäre zum Arbeiten bieten soll.
In den vergangenen Jahren kannten die Immobilienpreise nur eine Richtung. Auch 2019 setzte sich der Trend der Studie „Postbank Wohnatlas 2020“ zufolge mit einem inflationsbereinigten Anstieg der Kaufpreise um 9,3 Prozent fort. Das Empirica Institut sieht in seinem im April erstellten „Immobilienpreisindex 1/2020“ keinen Anhaltspunkt für längerfristig sinkende Miet- oder Kaufpreise. Wohnraum insbesondere in den Städten bleibe beliebt und entsprechend hoch sei die Nachfrage. Allerdings rechnen die Experten für den Immobilienmarkt insgesamt in den nächsten Monaten mit einer kleinen Delle von bis zu -10 bis -25 Prozent bei den Kaufpreisen. Mit dem für 2021 prognostizierten wirtschaftlichen Aufschwung wird sich die Lage aller Voraussicht nach aber schnell wieder normalisieren.
Was eine gute Nachricht für Bauherren ist, die jetzt aktiv werden. Denn das heißt, dass ihr ins eigene Heim investierte Geld auch auf Dauer sicher angelegt ist. Schließlich ist für neun von zehn Immobilienkäufern die Altersvorsorge einer der wichtigsten Gründe, wie die „Wohnraumstudie 2019“ des Baufinanzierers Interhyp abermals herausgestellt hat. Für viele Deutsche ist die selbst genutzte Immobilie also noch immer die beste Form der Altersvorsorge. Ein Eindruck, der in den vergangenen Wochen erhärtet wurde. Während die Börsen ins Bodenlose stürzten, froren die Immobilienmärkte nur auf hohem Niveau ein.
Ein weiterer Pluspunkt für die, die jetzt das Projekt Haus in Angriff nehmen, sind die nach wie vor äußerst günstigen Finanzierungsmöglichkeiten. „Baukredite sind schon länger historisch günstig“, erklärt Born. „Das wird sich aller Voraussicht nach auch fortsetzen. Denn die lockere Geldpolitik wird angesichts des nach der Krise dringend benötigten Wachstums sicher nicht zurückgefahren.“ Zusammen mit den schon bestehenden staatlichen Unterstützungsmaßnahmen wie etwa den Förderprogrammen der KfW oder dem Baukindergeld sei das Umfeld für Bauherren damit gerade jetzt extrem vorteilhaft. „Gut möglich, dass die Bundesregierung im Zuge der Corona-Hilfen auch noch weitere Maßnahmen auflegt, die Bauherren noch stärker unter die Arme greifen“, hofft Born.
Angehende Bauherren sollten sich deshalb genau überlegen, ob sie die aktuelle Chance verstreichen lassen. „Viele zögern jetzt und wenn sich eine Entspannung abzeichnet, kommen dann alle auf einmal“, prognostiziert Born. „Deshalb kann es dann zu Engpässen kommen. Bei den Produktionskapazitäten können wir das in unserem eigenen hochmodernen Werk noch steuern, aber bei den Handwerkern wird das schwierig. Insbesondere wenn Unternehmen nicht wie wir mit eigenen, fest angestellten Mitarbeitern auf der Baustelle sind, sondern mit Kräften aus dem Ausland planen, die wohl auf absehbare Zeit nicht werden einreisen dürfen.“
Deshalb empfiehlt Born: „Nutzen Sie jetzt die Zeit, treiben Sie die Entscheidung und den Bau Ihres Hauses voran und gehören Sie zu denen, die schon den Komfort und die Freiheit ihres eigenen Hauses genießen, während andere sich über Handwerkermangel beschweren.“
04.06.2020
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