Erneuerbare Wärme aus Holz: Umwelt und CO2 im Fokus
Christiane Wodtke: Ja, und zwar aus mindestens drei Gründen. Erstens für Energieholz wird in der Regel kein einziger Baum gefällt, es fällt vielmehr als Nebenprodukt bei der regelmäßigen und notwendigen Durchforstung an. Der zweite Grund ist die aktuelle Entwicklung, die uns allen Sorgen macht der schlechte Zustand des Waldes in diversen Regionen. Die langanhaltende Trockenheit und das Auftreten der Baumschädlinge haben ihm schwer zugesetzt. Der Wald ist voller Schadholz, das entnommen werden muss, um eine weitere Verbreitung der Schädlinge zu verhindern. Wichtig ist auch der Umbau von Monokulturen zu gesunden und stabilen Mischwäldern. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass unsere Wälder in Deutschland nachhaltig bewirtschaftet werden und die Holzvorräte kontinuierlich weiterwachsen.
Redaktion: und der dritte Grund?
Christiane Wodtke: Der Einsatz von Scheitholz und Holzpellets ist nahezu CO2-neutral. Denn bei der Verbrennung von Holz wird nur jene Menge Kohlendioxid freigesetzt, die der Baum während der Wachstumsphase aufgenommen hat und die beim natürlichen Zersetzungsprozess im Wald wieder entweichen würde. Das freigewordene Kohlendioxid wird wiederum von nachwachsenden Bäumen aufgenommen, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht. Heizen mit Holz anstatt mit fossilen Brennstoffen vermeidet so jedes Jahr bundesweit über 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Zudem: Holz weist keine Netz- und Bereitschaftsverluste auf, ist regional verfügbar und gewährleistet die Versorgungssicherheit.
Redaktion: Scheitholz und Pellets sind CO2-neutral. Wird dieses bei der geplanten CO2-Abgabe berücksichtigt?
Christiane Wodtke: Ja, denn auf holzbasierte Brennstoffe wird keine CO2-Abgabe erhoben, da die thermische Verwendung einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Maßnahmen der Bundesregierung wie die CO2-Abgabe sind in Verbindung mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft als Eckpfeiler der zukünftigen Energiepolitik zu sehen. Der heutige Stand der Technik gewährleistet in modernen Feuerstätten eine emissionsarme und effiziente Verbrennung. Hinzu kommt, dass beim bedarfsgerechten Einsatz der Brennstoffe in Kombination mit einer Solaranlage oder Wärmepumpe auch der Geldbeutel geschont wird.
Redaktion: Frau Wodtke, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
12.01.2020
Hausbaunews
RENSCH-HAUS mit Jubiläumsurkunde ...
Das osthessische Unternehmen RENSCH-HAUS aus Kalbach-Uttrichshausen ist seit 55 Jahren Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Im Rahmen der BDF-Jahrestagung in Marburg mit rund 250 ...
Wer ein Eigenheim plant, denkt meist auch über den Einbau eines zentralen Lüftungssystems nach. Die flüsterleisen Anlagen werden im Neubau oder bei umfassenden Modernisierungen eingesetzt. Sie ...
Architektenhaus als Fertighaus: So ...
Der Traum vom Eigenheim ist für viele Menschen untrennbar mit dem Wunsch nach Individualität verbunden. Ein Haus, das nicht von der Stange kommt, sondern die eigene Persönlichkeit, die ...
Wie lange kann ich ein Balkonkraftwerk ...
Die Lebensdauer eines Balkonkraftwerks mit Speicher ist entscheidend für Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Mini-Solaranlagen auf dem Balkon erzeugen Strom direkt vor Ort, reduzieren Netzbezug ...
BDF zeichnet massa haus für 25 Jahre ...
Seit 25 Jahren ist massa haus Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Im Zuge dessen setzt sich der Ausbauhaushersteller aus Simmern für firmenübergreifende Brancheninteressen der ...
Das Haus für alle Lebenslagen flexibel ...
Weil es für viele Menschen als Idealbild eines selbstbestimmten, familiären Rückzugsortes mit hohem emotionalem Wert gilt, ist das Einfamilienhaus ungebrochen eine der beliebtesten Wohnformen in ...