Gesund Bauen: Licht, Baustoffe und Luftfeuchtigkeit
Das Licht nach der inneren Uhr stellen
Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungstiefs - oft sind dies Symptome von falschem Licht zur falschen Zeit; denn zu wenig Sonnenlicht bringt unseren gesamten Biorhythmus durcheinander. Doch wie lässt man ausreichend Sonnenlicht in die Innenräume? Damit sich das Tageslicht in den Räumen verteilt, sollten die Wände mit großflächigen Fenstern ausgestattet sein. Oberlichter und Tageslichtsysteme füllen die Räume zusätzlich mit Helle.Doch wie erhält man ausreichend Licht in abgeschlossenen Räumen? Hier kommt Kunstlicht mit den richtigen Leuchtstofflampen ins Spiel: Das Sonnenlicht am Morgen ist stärker und hat einen höheren Blaulichtanteil; deshalb sollten auch die Deckenlichter stärker strahlen und höhere Blauanteile besitzen. Gegen Abend aber nimmt der Blaulichtgehalt im Licht ab - so sollte abends dimmbares, warm-weißes Licht von der Decke strahlen; dies schont den Hormonhaushalt und fördert einen erholsamen Schlaf.
Gesunde Baustoffe
Die Definition gesunder Baustoffe ist einfach: Sie sollen Menschen so wenig wie möglich schaden und dass von der Herstellung an, über die Verarbeitung und Nutzung bis zur Entsorgung. Doch woran werden gesunde Baustoffe gemessen? Sie garantieren ein gesundes Raumklima und halten Schadstoffe aus den Innenräumen fern. Dies ist nämlich selten der Fall:- In Altbauten wurden noch Asbest und Holzschutzmittel verwendet, die krebserregend sind.
- Auch Bauprodukte in modernen Gebäuden enthalten immer noch flüchtige organische Stoffe - so in Spanplatten, Farben und Holzwerkstoffen. Diese reizen den Atmungstrakt, schädigen die Nerven und sind schlimmstenfalls krebserregend.
- Energieeffizientes Bauen vermindert den Luftaustausch: Schadstoffe sammeln sich in der Luft und gelangen nicht mehr nach draußen.
Die richtige Luftfeuchtigkeit - nicht zu feucht und nicht zu trocken
Ist die Luft zu feucht, kriecht der Schimmel über alle Ecken und Wände: Die Wohnung riecht modrig und muffig und die Luft ist mit Giftstoffen verseucht - diese führen zu Allergien und Asthma. Aber auch Hausstaubmilben gedeihen in feuchter Luft, deren Kot wiederum Allergien verursacht. Hier helfen Heizsysteme mit Strahlungswärme: Diese halten die Luftfeuchtigkeit unter 45 % und verhindern, dass sich Milben stärker ausbreiten. Außerdem wirbeln sie nicht Schmutz und Staub auf wie Lüftungsanlagen und konventionelle Heizsysteme.Auch eine zu trockene Luft ist wiederum gesundheitsschädlich: Je trockener die Luft, desto mehr Staub ist im Raum - damit auch mehr Viren, Bakterien und Mikroorganismen. Die Lösung sind Lehm und Kalk als Baustoffe; diese führen zu einer gleichbleibenden Luftfeuchtigkeit und ziehen Schadstoffe und schlechte Gerüche aus der Luft - ganz gleich, ob Tabakrauch oder Schweißgeruch.
23.10.2019
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