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22.08.2019

Hohe Energiekosten belasten Haushalte

Die Preise für Strom und Gas sind in den vergangenen 12 Monaten deutschlandweit stark gestiegen. In vielen Städten müssen Verbraucher jedoch überdurchschnittlich hohe Kosten schultern. Das hat das Vergleichsportal Verivox ermittelt.


Während sich die Gaspreise im Jahresvergleich um 10 Prozent verteuert haben, befinden sich die Strompreise auf einem neuen Allzeithoch. Im Bundesschnitt zahlt eine Familie mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden Strom und 20.000 Kilowattstunden Gas aktuell 2.417 Euro im Jahr.

Bamberg: 15 Prozent Mehrkosten für Strom und Gas

Die Kosten für Strom und Gas unterscheiden sich nach Wohnort. Schuld daran sind die Netzentgelte, die Anbieter für die Durchleitung der Energie an die Netzbetreiber bezahlen müssen. Diese Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt. Sie machen etwa ein Viertel der Strom- und Gasrechnung aus, schwanken aber regional stark.

Die teuerste Energie-Stadt Deutschlands ist Bamberg. Hier zahlt die Muster-Familie durchschnittlich 2.789 Euro für Strom und Gas. Das sind 372 Euro mehr als im Rest der Republik und 679 Euro mehr als in der günstigsten Stadt Lingen. Dort zahlt die Musterfamilie nur 2.110 Euro für die gleiche Menge Strom und Gas. Ebenfalls in den Top10 der teuersten Energiestädte liegen: Pforzheim, Heidelberg, Schwerte, Herzogenrath, Gotha, Recklinghausen, Bergheim, Kerpen und Arnsberg. Hier kosten Strom und Gas mindestens 9 Prozent mehr als im Bundesschnitt.

Anbieterwechsel schlägt Mehrkosten fast um das Sechsfache

Die gute Nachricht: Ein Anbieterwechsel spart in allen Städten weit mehr ein als der Aufschlag zum Bundesdurchschnitt ausmacht. Eine Familie in der teuersten Stadt Bamberg spart durch den Anbieterwechsel von der Grundversorgung zum günstigsten fairen Tarif bei Strom und Gas 883 Euro ein und liegt mit den durchschnittlichen Energiekosten dann sogar unter den Kosten in der günstigsten Stadt Lingen. In Gotha können Verbraucher ihre jährlichen Energiekosten sogar um 1.336 Euro senken.

Gaskunden können durchschnittlich aus 118 Versorgern wählen, Stromkunden aus 158. Bei der Tarifwahl sollten Verbraucher neben dem Preis auch auf faire Vertragsbedingungen achten. Das bedeutet: Kurze Vertragslaufzeiten (maximal 12 Monate), kurze Kündigungsfristen (maximal 6 Wochen), eine Preisgarantie mindestens über die Dauer der Erstvertragslaufzeit.

Methodik

Für die vorliegende Untersuchung wurden für die 200 größten deutschen Städte die Preise in der Grundversorgung zum Stichtag 01.07.2019 ermittelt. Bei Gas wurde ein jährlicher Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden zugrunde gelegt, bei Strom ein jährlicher Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden. Alle Angaben in Euro, brutto und gerundet. Alle Städte im großen Kostenvergleich finden Sie in der Excel-Tabelle im Dateianhang.

Quelle: Verivox GmbH