Hausfinanzierung per Auslandshypothek?

Hausfinanzierung per Auslandshypothek? Foto: nierverklaan / pixabay.com
Ein Darlehen für eine Immobilie im Ausland kann bei einer deutschen Bank ebenso aufgenommen werden wie bei einem ausländischen Kreditinstitut. Außerdem gibt es einige inländische Finanzvermittler, die auch Kredite zur Auslandsfinanzierung von Immobilien anbieten. Bei deutschen Kreditinstituten und Finanzvermitteln wie Frey & Bäumler gibt es Auslandsfinanzierungen hauptsächlich für Länder des Euroraums sowie Schweden, Norwegen und die Schweiz.
Soll die Finanzierung über eine ausländische Bank erfolgen, sind einige Punkte besonders wichtig. Der gesamte Vertrag sollte vor der Unterschrift genau geprüft werden. Um sicherzustellen, dass alle Klauseln richtig verstanden werden, kann ein versierter Übersetzer herangezogen werden. Außerdem sollten sich Kreditnehmer über die Rechtslage im Land informieren. Bei Krediten außerhalb des Euroraums muss zudem ein mögliches Währungsrisiko beachtet werden. Dazu kommen die Punkte, die bei jedem Kreditangebot entscheidend sind: Laufzeitlänge, Kündigungsfristen, Erwerbsnebenkosten und das Zinsrisiko. Eine Hypothek für Immobilien wird in vielen Ländern mit variablen Zinssätzen abgeschlossen. Anders als bei der hierzulande üblichen Festhypothek ist ein variabler Zinssatz von den Entwicklungen am Kapitalmarkt abhängig. Kreditnehmer müssen also damit rechnen, dass sich ihre Kreditrate mit steigenden Zinsen am Markt verteuert. Neben einer Hypothek mit variablem Zinssatz ist noch die Libor-Hypothek verbreitet, vor allem in der Schweiz. Das ist eine Hypothek mit variablen Zinsen und einer kurzen Laufzeit. Über die Vor- und Nachteile dieses Hypothekenmodells berät der Schweizer Finanzdienstleister MoneyPark.
Höhere Sicherheiten notwendig
Oftmals ist eine Auslandsfinanzierung teurer als der Immobilienkauf in Deutschland. Trotz vertragsabhängiger Unterschiede bei Bonität, Darlehenshöhe, Vertragslaufzeit und Sicherheiten bewegen sich die Bauzinsen im Euro-Raum ungefähr auf demselben Niveau. Zinsvorteile entstehen bei einem Auslandskredit also nicht. Ausnahmen kann es geben, wenn das Darlehen in einer zinsgünstigen Fremdwährung aufgenommen wird, z. B. Schweizer Franken. Ein solches Fremdwährungsdarlehen ist allerdings mit Risiken behaftet.
Soll die Auslandsimmobilie vor allem als Ferienhaus genutzt werden, stellen die Banken strengere Anforderungen als bei Immobilien, die dauerhaft als Eigenheim genutzt werden. So müssen für Ferienhäuser bei den meisten Anbietern 40 Prozent Eigenkapital vorhanden sein. Zudem muss die Hypothek schneller zurückgezahlt werden. Die Kreditinstitute verlangen diese Sicherheiten, da Ferienhäuser bei finanziellen Engpässen eher veräußert werden als Eigenheime.
02.11.2016
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