Fertigbauindustrie rechnet mit Umsatzrückgang
BDF-Präsident Mathias Schäfer erklärt: „Die Baunachfrage entwickelt sich seit Monaten katastrophal. Es stehen Zehntausende von Arbeitsplätzen in der gesamten Bauwirtschaft auf dem Spiel. Die Bundesregierung muss jetzt unverzüglich handeln und die Rahmenbedingungen für den Bau von Wohnungen und Eigenheimen deutlich verbessern. Die Maßnahmen des Wohngipfels im Kanzleramt dürfen nur der Anfang sein. Hier muss deutlich mehr kommen“, so Schäfer. Spätere Sozialpläne werden den Staat ein Vielfaches kosten und den Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft weiter verschärfen. Mitarbeitende, die jetzt freigesetzt werden, können später kaum wieder zurückgewonnen werden.
Ende 2022 beschäftigte die Holz-Fertigbaubranche 15.053 Mitarbeitende, davon 684 Auszubildende. Ende 2023 könnte diese Zahl den Prognosen zufolge um 7 Prozent auf knapp 14.000 Beschäftigte sinken.
Immer mehr Fertighaushersteller setzen neben der Planung und Errichtung individueller und besonders energieeffizienter Ein- und Zweifamilienhäuser verstärkt auf neue Geschäftsfelder innerhalb des Bausektors, wie etwa den Geschosswohnungs- und Objektbau, die Quartiersentwicklung sowie das Bauen im Bestand mit Aufstockungen, Sanierungen und Nachverdichtungen. Knapp 10 Prozent des kumulierten Umsatzes der BDF-Unternehmen entfiel bereits 2022 auf diese Geschäftsfelder. „Wir erwarten hier einen steigenden Umsatz und eine wachsende Bedeutung unserer Branche. Der Holz-Fertigbau ist prädestiniert für serielles Bauen und Sanieren, für planungssichere Konzepte und Umsetzung aus einer Hand. Unsere Kompetenzen aus dem Ein- und Zweifamilienhausbau werden wir daher zunehmend auch in weiteren Geschäftsfeldern für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2045 einbringen“, schließt Schäfer.
22.10.2023
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