Wärmedämmung kann Luftraum des Nachbarn erobern

Um Grundstücke optimal auszunutzen war und ist es üblich, direkt an der Grundstücksgrenze zu bauen. Bei Bestandsbauten älteren Datums war eine nachträgliche Dämmung der grenzständigen Mauern bisher häufig umstritten – ragt die Dämmung doch über die Grenze hinaus in das Nachbargrundstück hinein. Dies berührt das Grundeigentumsrecht des Nachbarn, auf dessen Grundstück sich die Dämmung dann ganz oder in Teilen befindet. 
Wärmedämmung kann Luftraum des Nachbarn erobern. Foto: pixabay.com
Wärmedämmung kann Luftraum des Nachbarn erobern. Foto: pixabay.com
Der Bundesgerichtshof hat am 12. November (AZ V ZR 115/20) entschieden, dass die Bundesländer eine gesetzliche Duldungspflicht für die nachträgliche Dämmung anordnen dürfen. Dieses Urteil des BGH stärkt sanierungswillige Bauherren, die ihre Bestandsimmobilien trotz ungünstiger Randbedingungen energetisch modernisieren wollen. 

Viele Bundesländer haben aus Klimaschutzgründen gesetzliche Regelungen erlassen, nach denen ein Überbau zu solchen Zwecken zu dulden ist – allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Nur wenn keine Innendämmung zu vertretbarem Aufwand möglich ist, keine Passivhausdämmstärke von 36 cm angebracht werden soll, der beanspruchte Teil des Nachbargrundstücks unwesentlich ist, dessen Nutzung dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt ist, zudem oft nach Zahlung eines finanziellen Ausgleichs oder einer Geldrente, dann soll die Energieeinsparung Vorrang vor dem Eigentumsrecht des Nachbarn haben. Der Verband Privater Bauherren rät Bauherren daher, die jeweiligen landesrechtlichen Voraussetzungen zu prüfen. Nachhaltige Effekte erzielt, so die Erfahrung der VPB-Experten, nur eine bauphysikalisch einwandfrei geplante und ausgeführte Dämmung. 

Solange nicht das Bundesverfassungsgericht einmal anders entscheiden sollte, können Bauherren weiter auf ihre Rechte aus diesen landesrechtlichen Vorschriften pochen. Grenzständige Bestandsbauten bleiben damit weiter sanierungsfähig.

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. (VPB)

03.03.2022

Hausbaunews

Nachbarschaftliche Energie: Solarstrom ...

Die Vision, den auf dem eigenen Dach erzeugten Solarstrom nicht nur für den Eigenbedarf zu verwenden, sondern auch mit den direkten Nachbarn zu teilen, wird für viele Hausbesitzer, die ihr Zuhause ...

Vorsicht im Garten: Warum Gartenarbeit ...

Igel gehören zu den beliebtesten Wildtieren in Deutschland. Dabei tragen Millionen Hobbygärtner unbewusst zu ihrem Rückgang bei, während sie ihre Gärten sommerfest machen. Denn der Garten steckt ...

Sanierung oder Fertighaus? Wann sich ...

Wer über den Bau des eigenen Zuhauses nachdenkt, landet schnell beim Fertighaus: kalkulierbare Preise, kurze Bauzeiten, erprobte Grundrisse. Für viele Bauherren ist das ein guter Weg – aber nicht ...

Der Pool im Garten als Antwort auf ...

Die Sommer in Deutschland werden im Durchschnitt länger und intensiver, anhaltende Hitzeperioden verändern den Alltag spürbar. Was früher als Ausnahme galt, wird zunehmend zur Regel – Tage mit ...

Moderne Fertighäuser erinnern an den ...

Für Architekt Walter Gropius, den Gründer des Bauhauses, lag die Wurzel aller Kreativität im Handwerk. Maler, Bildhauer oder Architekten – für ihn waren sie untrennbar mit der Baukunst ...

Hitzewelle lässt Nachfrage nach ...

Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen auf Klimaanlagen. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox verfügen inzwischen 23 Prozent der Haushalte in Deutschland ...

Musterhäuser

Design 18.2

Preis
auf Anfrage
Fläche
192,00 m²
Point 133.1

Preis ab
244.100 €
Fläche
132,70 m²
Fachwerkhaus

Preis
auf Anfrage
Homestory 876

Preis ab
240.000 €
Fläche
140,00 m²
London

Preis
auf Anfrage
Fläche
135,00 m²
LifeStyle 13.10 W

Preis ab
138.999 €
Fläche
127,00 m²

0