Hausbau: Beschaffung von Baumaterial

Wer sich nicht für die schlüsselfertige Variante eines Fertighauses entscheidet, muss selber zupacken beim Innenausbau. Meist wird mit der Herstellungsfirma vorab geklärt, wie hoch die Ausbaustufe des Fertighauses sein wird. Je nachdem wie viel dann noch gemacht werden muss, muss man sich um die restlichen Innenarbeiten im sogenannten Ausbauhaus selber kümmern. 
Während sich die Herstellerfirma des Hauses um die Materialbeschaffung kümmert, muss man diese beim eigenständigen Ausbau auch selber übernehmen. Planungsgeschick ist daher gefragt, um den zeitlichen und auch den finanziellen Aufwand möglichst gering zu halten.

Fenster, Türen und Dämmung

Falls man sich für einen komplett nackten Rohbau entscheidet, muss man schon Fenster, Türen und Dämmmaterial selber beschaffen. Um das Haus gegen das Eindringen von Feuchtigkeit oder Vandalen zu schützen, ist es am besten, wenn man Eingangstüren und Fenster zuallererst einbaut. Je nachdem, aus welchem Material die Fertigbauwände bestehen, müssen diese unter Umständen noch gedämmt werden.

Heizung und Elektrik

Sobald das Haus abgeschlossen werden kann, sollte man einen Sanitärtechniker und Elektriker die notwendigen Installationen von Heizung und Elektrik durchführen lassen. Das Verlegen von Kabelschächten, Abflussrohren und Lüftungsschächten sollten auch schon in dieser frühen Phase durchgeführt werden.

Innenwände verputzen, Trocken- und Dachausbau

Die noch offenen Wände werden dann verputzt, wenn die Kabel verlegt sind. Eventuelle Trockenbauwände kann man anschließend einbringen, wenn der Putz vollständig getrocknet ist. Auch der Ausbau des Daches kann an dieser Stelle erfolgen, doch sollte man einen Innenarchitekten zu Rate ziehen, denn der Dachausbau bedarf einer Baugenehmigung. Hat man diese noch nicht eingeholt, sollte man mit dem Ausbau warten.
 
Wer viel selber im Eigenheim machen möchte, muss nicht nur ausreichend Farbe beschaffen. Bildquelle: MamaShaw via pixabay.com
Wer viel selber im Eigenheim machen möchte, muss nicht nur ausreichend Farbe beschaffen. Bildquelle: MamaShaw via pixabay.com

Maler- und Bodenarbeiten

Sind alle Wände vollständig getrocknet, kann man sich daran machen, den Estrich zu verlegen. Malerarbeiten sollten durchgeführt werden, bevor man den Fußboden verlegt, da man sich dann nämlich das aufwändige Auslegen von Malervlies spart, denn Kleber oder Farbkleckse auf dem Estrich stören nachher niemanden mehr. 

Weitere Elektrik, Küche und Bad

Das Anbringen weiterer Steckdosen und Lichtschalter sollte der Fachmann übernehmen. Dieser schließt auch den Ofen fachgerecht in der Küche an den Starkstrom an. Der Sanitärexperte kümmert sich darum, dass alle Rohre und Anschlüsse im Bad korrekt verlegt sind.

Treppen aus- und Innentüren einbauen

Treppen im Rohbau werden erst ganz zum Schluss ausgebaut. Auch die Innentüren sollten erst eingebaut werden, wenn alle anderen Arbeiten erledigt sind.

Frühzeitig Material beschaffen

Wer sein Haus vorwiegend selbst ausbauen möchte, braucht einiges an Planungsgeschick. Fenster und Eingangstüren sollten schon bestellt werden, wenn die Planung des Rohbaus abgeschlossen ist. So verliert man keine Zeit und kann mit dem Ausbau loslegen, sobald das Haus steht. Termine mit dem Elektriker und Sanitärtechniker sollte man auch frühzeitig vereinbaren, damit kein Leerlauf entsteht.

Es empfiehlt sich vorausschauend alle Schritte zu planen, welche Arbeiten wann durchgeführt werden sollen. Das Material, das dazu benötigt wird, muss dann in entsprechender Menge bestellt werden. Hier empfiehlt es sich, bei der Abschätzung der Menge des benötigten Materials nicht Spitz auf Knopf zu rechnen, denn es ist ärgerlich und kostet unnötig Zeit, wenn das Material nicht ausreicht. Kleinteile, wie Schrauben kann man bei manchen Herstellern in individuellen Mengen bestellen, sodass man am Ende nicht zu viel übrighat.

Beim Verlegen von Fliesen oder Bodenbrettern, wo man die Menge aufgrund der Abmessungen schon sehr genau abschätzen kann, empfiehlt es sich zu der benötigten Menge noch eine bestimmte Anzahl an Fliesen oder Bodenbelägen zusätzlich zu bestellen. Bei den Arbeiten kann leicht ein Brett oder eine Fliese kaputtgehen. Es schadet auch nicht, etwas Ersatzmaterial im Keller zu lagern. Das erspart die erneute Fahrt in den Baumarkt oder das Nachbestellen, was insbesondere ärgerlich ist, wenn es spezielle Fliesen- oder Bodenmuster gar nicht mehr gibt.

Quelle: r.b.

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