Fertighausbranche mit Allzeithoch

Die Fertighausbranche bleibt im Corona-Jahr 2020 auf Rekordkurs. Ebenso wie die Baugenehmigungszahlen belegen jetzt auch die Ergebnisse der Jahres-Wirtschaftsumfrage des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) unter den Hausherstellern die anhaltende Hochkonjunktur von Holz-Fertighäusern.
Holz-Fertighäuser haben Hochkonjunktur. Foto: BDF / Emiliyan Frenchev
Holz-Fertighäuser haben Hochkonjunktur. Foto: BDF / Emiliyan Frenchev
Von Januar bis Juli 2020 – so weit reichen die amtlichen Baugenehmigungszahlen – wurden bundesweit 60.922 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 13.370 in Fertigbauweise. Das entspricht einem Marktanteil von 21,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Baugenehmigungszahl insgesamt um 2,6 Prozent an, während der Fertigbau deutlich um 9,6 Prozent zulegte. „Wir rechnen für 2020 mit einem Marktanteil von rund 22 Prozent. Das bisherige Allzeithoch von 20,8 Prozent aus dem Vorjahr werden wir deutlich steigern können“, sagt BDF-Präsident Hans Volker Noller.
 
Die Mehrheit der Fertighäuser in Deutschland wird von den 49 industriellen Herstellern des BDF und deren Mitarbeitern produziert und errichtet. Kurzarbeit spielt in der Branche keine Rolle. Sogar das Gegenteil sei der Fall, erklärt Noller. „Unsere Haushersteller werden 2020 insgesamt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr beschäftigen als 2019.“ Die Gesamtzahl der Beschäftigten in den BDF-Unternehmen dürfte um 2 Prozent auf rund 14.700 Mitarbeiter ansteigen.
 
Einen weiteren Höchstwert erwarten die Fertighaushersteller in diesem Jahr beim Branchenumsatz. Dieser wird sich nach aktueller Prognose des BDF um rund 5 Prozent auf dann über 3,2 Milliarden Euro erhöhen. Doch nicht nur die aktuelle Geschäftslage, sondern auch die Aussichten bewerten die BDF-Unternehmen fast durchweg positiv. Laut 86 Prozent der Befragten ist die gegenwärtige Geschäftslage gut. 14 Prozent stufen sie als befriedigend ein. In den nächsten sechs Monaten erwarten 78 Prozent eine gleichbleibende Geschäftslage, 4 Prozent eine schlechtere und 18 Prozent eine noch bessere Konjunktur. „Die Wertschätzung für ein eigenes Haus mit Garten ist in diesem Jahr nochmal stärker angestiegen. Wir möchten dazu beitragen, vielen bauwilligen Familien, Paaren und Singles den Weg in ein hochwertiges Zuhause zu ebnen“, betont der BDF-Präsident abschließend.

Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.

08.11.2020

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