Schallschutz als Wohnkonzept
In Anlehnung an den Bauhausstil sieht der Entwurf des zweigeschossigen Objektes Flachdächer sowie eine klare Fassadenaufteilung mit hellen Klinkern vor. Weit herausgezogene Decken greifen nicht nur den modernen Architekturstil auf, sondern schützen auch die ruhebedürftigen Räume. „Das Vordach verhindert ein Auftreten des Schalls auf die Fensterflächen dieser Bereiche. Gleichzeitig wirken die geplanten Gründächer und massiven Decken der Ausbreitung von Geräuschen entgegen“, erklärt Soltkahn. Während „harte“ Dachflächen, beispielsweise aus Ziegeln oder Beton, Schallwellen reflektieren, absorbieren die Pflanzenoberflächen Störgeräusche. Dabei mindern sie die Schallreflexion um bis zu drei Dezibel. Neben dem Schallschutz verbessert die Dachbegrünung ebenfalls den Wärmeschutz und filtert beispielsweise Feinstaub aus der Luft.
Teilüberdachungen für Terrasse und Balkon
Für den Schallschutz verzichtet der Entwurf auf große Fensterflächen. Verglasungen mit entsprechenden Schallschutzklassen sorgen für den Lärmschutz. Wiederkehrende Fensterformate und farbige Fensterrahmen geben dem Gebäude dabei ein zeitloses Erscheinungsbild. Auch bei dem im Westen entstehenden Terrassenbereich stehen Ruhe und Erholung im Fokus: Durch eine Teilüberdachung bietet die Fläche Platz für Familienfeste und Grillabende im Freien und gleichzeitig einen geschützten Rückzugsort. Im Obergeschoss sieht der Entwurf einen ebenfalls teilüberdachten Balkon mit schlichtem und bauhaustypischem, rundem Geländer vor, das das individuell auf den Bauherren abgestimmte Konzept abrundet.
06.02.2020
Hausbaunews
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