Wohin mit der Haustechnik?

Wer ein Haus baut, darf viele Entscheidungen treffen, um sich in seinem neuen Zuhause auf Jahre hin wohlzufühlen. Früh stellt sich dabei auch die Frage, ob das Haus auf einem Keller oder auf einer Bodenplatte errichtet wird. Die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) nennt gute Gründe dafür, über einen Hausbau auf Keller nachzudenken – nicht zuletzt, weil dort der beste Platz für die Haustechnik ist.
Wer beim Hausbau auf einen Keller verzichtet, muss ohne zusätzliche Wohn- und Nutzfläche auskommen. Foto: GÜF / Glatthaar Keller
Wer beim Hausbau auf einen Keller verzichtet, muss ohne zusätzliche Wohn- und Nutzfläche auskommen. Foto: GÜF / Glatthaar Keller
Ein Keller vergrößert die Wohn- und Nutzfläche des Hauses um bis zu 40 Prozent. Die Mehrkosten gegenüber einem kellerlosen Haus betragen etwa 20 Prozent. Ein Mittelweg ist die Teilunterkellerung, die dann meist weniger Wohnfläche bietet, aber immerhin einen guten Platz für die Haustechnik bereithält.
 
Birgit Scheer vom GÜF-Unternehmen MB Effizienzkeller aus Waldmohr erklärt: „Gerade bei anspruchsvollen Steilhängen oder anderen schwierigen Bodenverhältnissen ist ein ganzes Untergeschoss meist die sinnvollste und sicherste Lösung.“ Wem das generell zu teuer sei, der sollte bedenken, dass irgendwo im Haus 10 bis 15 Quadratmeter oder auch mehr für die haustechnischen Anlagen bereitgestellt werden müssten. Bei kellerlosen Häusern ginge hierfür sowie auch für Vorräte, Gartenmöbel und andere Dinge kostbare Fläche im Erd- oder Obergeschoss verloren. „Beim Hausbau nicht in die Tiefe zu gehen, bedeutet früher oder später zudem, wertvolle Grundstücksfläche für Stauraumalternativen wie Gartenhäuser zu opfern sowie dauerhaft Flexibilität für unterschiedliche Wohn- und Lebenssituationen einzubüßen“, berichtet die Kellerexpertin aus der Praxis.

Als Kompromisslösung für preisbewusste Bauherren könne je nach Grundstück auch ein Teilkeller in Frage kommen. Denn darin seien die Haustechnik, die Waschmaschine und weitere Dinge ebenfalls besser aufgehoben als im Erdgeschoss. „Wer also Kosten für einen geräumigen Wohnkeller einsparen möchte, sollte zumindest die Vorteile eines kompakten Nutzkellers nicht vergessen“, so Scheer. Möglich sei es aber auch einen größeren Keller als sicheres Fundament und Wohnkeller zu planen, diesen aber erst später voll auszubauen. So könnte die anfängliche Bausumme um etwa 20.000 Euro reduziert werden.
 
Sowohl die Vollunterkellerung als auch einen Teilkeller gibt es qualitätsgeprüft mit dem RAL-Gütezeichen „Fertigkeller“. Beide werden in Fertigbauweise industriell vorgefertigt, ehe die ausgehärteten Betonelemente für Wände und Decken „just in time“ zum Baugrundstück geliefert und dort weiterverarbeitet werden. Der Teilkeller wird fest mit der Bodenplatte für das Haus verbunden. Im Verhältnis zur Vollunterkellerung lassen sich mit der kompakten Kelleralternative bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen, ohne ganz auf den Komfort zusätzlichen Stauraums samt Technikzentrale verzichten zu müssen. Die passende Kellergröße wird individuell mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit gegenüber einer Vollunterkellerung ermittelt.
 
„Der Bedarf und die Wünsche für das neue Zuhause sowie dessen Finanzierung erfordern eine sehr persönliche und individuelle Beratung und Bauplanung – und zwar vom Keller bis zum Dach. Das RAL-Gütezeichen ‚Fertigkeller‘ gibt Bauherren Qualitäts- und Serviceversprechen, auf denen sie ihren Hausbau sicher gründen können“, schließt Birgit Scheer.

Quelle: Gütegemeinschaft Fertigkeller e.V.

10.10.2025

Hausbaunews

Gaspreise für Neukunden erreichen ...

Der Iran-Krieg treibt die Gaspreise trotz angekündigter Waffenruhe weiter nach oben: Für Neukunden erreichen sie mit rund 10,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) den höchsten Stand seit drei Jahren. ...

Ein flexibler Grundriss ist langfristig ...

Wer ein Haus baut, trifft Entscheidungen für Jahrzehnte. Während Ausstattung, Farben oder Möblierung im Laufe der Zeit verändert werden können, bleibt der Grundriss meist dauerhaft bestehen. ...

Garten beim Fertighaus gestalten: ...

Wer ein Fertighaus baut, hat meist monatelang Grundrisse studiert, Dämmwerte verglichen und Ausstattungspakete durchgerechnet. Der Garten? Der kommt oft zuletzt, dabei ist er für viele Haushalte ...

Wohnkomfort optimieren: Die richtige ...

Moderne Fertighäuser stehen für Energieeffizienz, schnelle Bauzeit und durchdachte Haustechnik. Doch gerade beim Thema Heizung stellen sich viele Bauherren und Hausbesitzer eine zentrale Frage: ...

Sichere Fassadenarbeiten am Fertighaus: ...

Fassadenarbeiten am Fertighaus stellen Handwerker und Heimwerker vor besondere Herausforderungen. Anders als bei massiven Ziegelbauten reagieren Fertighausfassaden empfindlich auf Druck, ...

Fertighaus-Grundrisse im Vergleich: ...

Wer ein Fertighaus bauen möchte, steht früh vor einer grundlegenden Weichenstellung: Soll der Grundriss aus einem Katalog stammen oder von einem Architekten individuell entwickelt werden? Diese ...

Musterhäuser

LifeStyle 19.01 S

Preis ab
160.999 €
Fläche
166,00 m²
Kopenhagen

Preis ab
340.100 €
Fläche
105,00 m²
Schwabach

Preis ab
671.745 €
Fläche
200,00 m²
Haas MH Mannheim J 159

Preis ab
277.000 €
Fläche
158,45 m²
Life 1 V1

Preis
auf Anfrage
Fläche
124,62 m²
Habitat R 15-822

Preis
auf Anfrage
Fläche
822,00 m²

0