Wohin mit der Haustechnik?

Birgit Scheer vom GÜF-Unternehmen MB Effizienzkeller aus Waldmohr erklärt: „Gerade bei anspruchsvollen Steilhängen oder anderen schwierigen Bodenverhältnissen ist ein ganzes Untergeschoss meist die sinnvollste und sicherste Lösung.“ Wem das generell zu teuer sei, der sollte bedenken, dass irgendwo im Haus 10 bis 15 Quadratmeter oder auch mehr für die haustechnischen Anlagen bereitgestellt werden müssten. Bei kellerlosen Häusern ginge hierfür sowie auch für Vorräte, Gartenmöbel und andere Dinge kostbare Fläche im Erd- oder Obergeschoss verloren. „Beim Hausbau nicht in die Tiefe zu gehen, bedeutet früher oder später zudem, wertvolle Grundstücksfläche für Stauraumalternativen wie Gartenhäuser zu opfern sowie dauerhaft Flexibilität für unterschiedliche Wohn- und Lebenssituationen einzubüßen“, berichtet die Kellerexpertin aus der Praxis.
Als Kompromisslösung für preisbewusste Bauherren könne je nach Grundstück auch ein Teilkeller in Frage kommen. Denn darin seien die Haustechnik, die Waschmaschine und weitere Dinge ebenfalls besser aufgehoben als im Erdgeschoss. „Wer also Kosten für einen geräumigen Wohnkeller einsparen möchte, sollte zumindest die Vorteile eines kompakten Nutzkellers nicht vergessen“, so Scheer. Möglich sei es aber auch einen größeren Keller als sicheres Fundament und Wohnkeller zu planen, diesen aber erst später voll auszubauen. So könnte die anfängliche Bausumme um etwa 20.000 Euro reduziert werden.
Sowohl die Vollunterkellerung als auch einen Teilkeller gibt es qualitätsgeprüft mit dem RAL-Gütezeichen „Fertigkeller“. Beide werden in Fertigbauweise industriell vorgefertigt, ehe die ausgehärteten Betonelemente für Wände und Decken „just in time“ zum Baugrundstück geliefert und dort weiterverarbeitet werden. Der Teilkeller wird fest mit der Bodenplatte für das Haus verbunden. Im Verhältnis zur Vollunterkellerung lassen sich mit der kompakten Kelleralternative bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen, ohne ganz auf den Komfort zusätzlichen Stauraums samt Technikzentrale verzichten zu müssen. Die passende Kellergröße wird individuell mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit gegenüber einer Vollunterkellerung ermittelt.
„Der Bedarf und die Wünsche für das neue Zuhause sowie dessen Finanzierung erfordern eine sehr persönliche und individuelle Beratung und Bauplanung – und zwar vom Keller bis zum Dach. Das RAL-Gütezeichen ‚Fertigkeller‘ gibt Bauherren Qualitäts- und Serviceversprechen, auf denen sie ihren Hausbau sicher gründen können“, schließt Birgit Scheer.
10.10.2025
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