Bis zu 999 Euro Warmmiete für rund jeden Zweiten

Steigende Lebenshaltungskosten in nahezu allen Bereichen beschäftigen derzeit viele. Ein wesentlicher Faktor sind dabei die Wohnkosten. Wie stark dieser Kostenfaktor ins Gewicht fällt, zeigt nun eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen: Mehr als die Hälfte der zur Miete lebenden Menschen hierzulande gibt zwischen 20 bis 40 Prozent des Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus.
  • 56% wohnen zur Miete, 42% im Eigentum; Jüngere, Singles und Paare mieten deutlich öfter.
  • Bis 3.000€ netto wohnen 73% zur Miete; bei bis 1.500€ netto liegt die Mieterquote bei 82%.
  • 52% der Mietenden zahlen 500–999€ Warmmiete; 28% zahlen 1.000€ oder mehr im Monat.
  • 51% geben 20–40% des Einkommens fürs Wohnen aus; 16% zahlen mehr als 40%.
  • 52% der Eigentümer zahlen keine Raten mehr; ab 55 Jahren sind es 67% ohne Finanzierung.
Bis zu 999 Euro Warmmiete für rund jeden Zweiten: So teuer ist Wohnen in Deutschland wirklich. Foto: image4you / pixabay.com
Bis zu 999 Euro Warmmiete für rund jeden Zweiten: So teuer ist Wohnen in Deutschland wirklich. Foto: image4you / pixabay.com
In Deutschland lebt die Mehrheit der Menschen weiterhin zur Miete (56 Prozent), während 42 Prozent ihre Wohnimmobilie selbst besitzen. Erwartungsgemäß leben vor allem jüngere Menschen vorrangig zur Miete. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen sind es 67 Prozent, 29 Prozent leben im Eigentum. Ähnliche Muster zeigen sich bei Singles (73 Prozent) und zusammenlebenden Paaren (63 Prozent), die überwiegend zur Miete wohnen, wohingegen verheiratete Paare (60 Prozent) mehrheitlich in Eigentumsimmobilien leben. 

Auch beim Einkommen zeigen sich große Unterschiede: Personen mit einem Nettohaushaltseinkommen bis 3.000 Euro leben überwiegend zur Miete (73 Prozent), während ab dieser Einkommensgrenze mehr als jeder Zweite (56 Prozent) in einer eigenen Immobilie wohnt. Besonders ausgeprägt ist die Mieterquote bei einem Haushaltseinkommen bis 1.500 Euro netto (82 Prozent).

Mehrheit zahlt unter 1.000 Euro Warmmiete

Rund jeder Zweite, der zur Miete wohnt, zahlt zwischen 500 und 999 Euro Warmmiete im Monat (52 Prozent). 15 Prozent zahlen weniger als 500 Euro, während 18 Prozent bereits zwischen 1.000 und 1.499 Euro und weitere zehn Prozent mehr als 1.500 Euro monatlich für die Warmmiete aufbringen müssen. Ein Blick auf das Einkommen zeigt, der Großteil der Mietenden (51 Prozent) gibt zwischen 20 und 40 Prozent des Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus. 14 Prozent wenden zehn bis 20 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Miete auf, während 16 Prozent mehr als 40 Prozent ausgeben. Nur vier Prozent liegen unter der Zehn-Prozent-Marke. 

Mit zunehmendem Alter steigt die finanzielle Belastung deutlich: Während bei den 18– bis 24-Jährigen 17 Prozent der Mietenden 30 bis 40 Prozent und 15 Prozent mehr als 40 Prozent ihres Haushaltseinkommens für ihre Miete aufbringen, muss in der Altersgruppe ab 55 Jahren bereits jeder Vierte 30 bis 40 Prozent (26 Prozent) und jeder Fünfte mehr als 40 Prozent (21 Prozent) dafür aufwenden. 

Schuldenfreies Wohnen im Eigentum häufiger in älteren Altersgruppen

Von den Eigentümerinnen und Eigentümern muss bereits mehr als die Hälfte (52 Prozent) keine Raten mehr bezahlen. Besonders hoch ist der Anteil in der Altersgruppe ab 55 Jahren: 67 Prozent zahlen keine Raten mehr. Bei den Eigentümerinnen und Eigentümern mit laufender Finanzierung zeigt sich folgendes Bild: Etwa jeder Fünfte zahlt bis zu 999 Euro (23 Prozent) im Monat für Zins und Tilgung, 13 Prozent zwischen 1.000 und 1.999 Euro und vier Prozent mehr als 2.000 Euro. Ein kleiner Anteil wendet dabei bis zu zehn Prozent (8 Prozent) des Haushaltseinkommens auf, jeder Zehnte zwischen zehn und 20 Prozent (10 Prozent) und knapp jeder Achte zwischen 20 und 40 Prozent (12 Prozent).

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Die Befragung wurde von YouGov im Zeitraum vom 25. bis zum 27.03.2026 unter insgesamt 2226 Personen durchgeführt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Quelle: MyHammer GmbH

27.05.2026

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