Chancengleichheit fängt an der Haustür an

VPB begrüßt das Vorhaben der Ampel-Koalition, das selbstgenutzte Wohneigentum zu fördern. Das neugewählte Regierungsbündnis hat in seinem Koalitionsvertrag die Förderung der privaten und selbstgenutzten Immobilien angekündigt. Der Erwerb von Wohneigentum soll erleichtert werden, indem eigenkapitalersetzende Darlehen angeboten werden. 
Chancengleichheit fängt an der Haustür an. Foto: pixabay.com
Chancengleichheit fängt an der Haustür an. Foto: pixabay.com
Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren, begrüßte ausdrücklich das Vorhaben der Koalitionäre: „So schafft die Politik endlich den Schritt in Richtung mehr Chancengleichheit – denn für Familien ohne wohlhabendes Elternhaus ist das Thema Eigenkapital beim Immobilienerwerb meist die größte Hürde. Wer sich hier nicht auf finanzielle Hilfe der Familie stützen kann, dem bleibt bisher der Weg ins eigene Heim trotz soliden eigenen Einkommens oft versperrt. Aufstieg durch eigene Leistung wird so systematisch erschwert. Denn gerade für mittlere Einkommen wurde es bei den steigenden Immobilienpreisen in den vergangenen Jahren immer schwieriger, das von den Banken geforderte Eigenkapital nachzuweisen. Die angekündigten Tilgungszuschüsse und Zinsverbilligungen sind deshalb dringend notwendige Maßnahmen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, ist doch die Frage des Wohnens in den eigenen vier Wänden nicht nur ein großer Wunsch der meisten Menschen in Deutschland. Die beklagenswert niedrige Wohneigentumsquote lässt Deutschland auch im internationalen Ranking der Vermögensungleichheiten immer wieder abgeschlagen auf den hintersten Plätzen landen. Das muss sich ändern.“ 

Auch die Ankündigung der Parteien, die lineare Abschreibung beim Neubau von Wohnungen von zwei auf drei Prozent anzuheben, stößt beim VPB auf positives Echo: “Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung und dringend nötig. Denn die Haustechnik stellt heute einen immer größeren Anteil der Gesamtkosten dar. Da sie regelmäßig nach einigen Jahren ersetzt werden muss, kann man sie nicht mehr wie bisher über 50 Jahre Lebensdauer steuerlich ansetzen.“ 

Skeptisch bleibt der VPB bei der Ankündigung der Ampel-Koalition, die Bundesländer zu einer ermäßigten Grunderwerbssteuer zu motivieren. 


„Diese Erwerbsnebenkosten sind meist so hoch, dass sie eine enorme Hürde darstellen und die eigenen vier Wände nennenswert verteuern. Für Schwellenhaushalte muss es aber in Zeiten sinkender Renten künftig möglich sein, im Alter mietfrei in der eigenen Wohnung zu wohnen. Diese Vorsorge zu ermöglichen ist letztlich auch eine soziale Frage, die es politisch nachhaltig zu gestalten gilt“, so VPB-Hauptgeschäftsführerin Merzyn. 

Um den Erwerb von selbstgenutztem Eigentum attraktiver zu machen, sollen die Länder, die derzeit bis zu 6,5 Prozent Grunderwerbssteuer erheben, auf Einnahmen verzichten. Dafür sehen die Koalitionäre eine Kompensation durch Bundesmittel vor. Finanziert soll dies durch Schließung von Steuer-Schlupflöchern (etwa bei „Share-Deals“). „Die Umsetzung dieses Vorhabens muss dringend verbindlich und zeitnah festgeschrieben werden“, betont Merzyn, „sonst bleibt es bei Ankündigung und damit ein zahnloser Tiger.“

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. (VPB)

02.01.2022

Hausbaunews

Frage: Wie viel Haus kann ich mir ...

Die Preise für Neubauten sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen – durch höhere Baukosten und Zinsen. Trotzdem gibt es Möglichkeiten für preisbewusste Käuferinnen und Käufer, den ...

Magazin für kleine Wohnformen

Tiny Houses, Modulhäuser und andere Kleinwohnformen bieten neue Möglichkeiten, Wohnraum anders zu denken und zu gestalten. Das Jahresmagazin Kleiner Wohnen 2026/2027 informiert über aktuelle ...

Pfusch am Bau – wie private Bauherren ...

Klagen über Pfusch am Bau hört man häufig und dies nicht ohne Grund. Denn einen mangelfreien Bau gibt es praktisch nicht. Die Häufigkeit der Mängel variiert mit der Qualität der Planung. Die ...

LED-Beleuchtung im Fertighaus: Warum ...

Beim Fertighaus fällt ein großer Teil der Elektroplanung an einem einzigen Tag: dem Bemusterungstermin. Was dort nicht auf dem Plan steht, wird später teuer oder gar nicht mehr möglich, weil die ...

Kundenzufriedenheit? Living Haus baut ...

Ein Haus baut man nicht mal eben nebenbei. Umso wichtiger ist ein Baupartner, der zuhört, mitdenkt und genau dann an der Seite seiner Baufamilien steht, wenn es komplex wird. Genau dafür steht ...

Plane jetzt den optimalen Strommix mit ...

Eine Wärmepumpe bezieht ihre Heizenergie kostenlos aus der Umgebung, benötigt zum Antrieb aber Strom. Genau hier zeigt sich, wie wirtschaftlich und klimafreundlich die Heizung letztlich arbeitet. ...

Musterhäuser

Edition B 113

Preis ab
251.264 €
Fläche
112,59 m²
SUNSHINE 125 V8

Preis ab
334.922 €
Fläche
125,12 m²
Edition S 196

Preis ab
415.538 €
Fläche
195,71 m²
SUNSHINE 126 V7

Preis ab
364.329 €
Fläche
125,14 m²
Haas MH Poing G 154

Preis ab
333.000 €
Fläche
160,32 m²
Schwerin

Preis ab
359.350 €
Fläche
135,22 m²

0