Fertighäuser sind ideal zum Energie sparen
Ebenso wichtig wie eine gut gedämmte Gebäudehülle, ist die Effizienz der verbauten Heiztechnik. „Bei einem Fertighaus wird die technische Ausstattung von Anfang an individuell auf die Konstruktion und ihre Dämmleistung sowie auf den Bedarf des Bauherrn abgestimmt. Da zumeist alle Bau- und Planungsleistungen aus einer Hand kommen, werden Schnittstellenprobleme vermieden“, so Windscheif. Besonders nachgefragt sind laut einer Branchenumfrage des BDF zukunftsfähige Technologien, die keine fossilen Brennstoffe verbrauchen. Mehr als 80 Prozent der Fertighaus-Bauherren entscheiden sich hiernach für eine Wärmepumpe. 70 Prozent wählen eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Noch einen Schritt weiter in Sachen Energieeffizienz und Umweltschutz gehen Bauherren, die ihren eigenen Strom erzeugen, speichern und nutzen. Mehr als jedes fünfte neue Fertighaus wird mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Bei vielen weiteren sind die Anlagen vorinstalliert und können später fertiggestellt werden. 15 Prozent entscheiden sich für einen hauseigenen Stromspeicher und immerhin schon 2 Prozent nutzen eine eigene Ladeeinrichtung für das Elektroauto. „Viele neue Fertighäuser erzeugen mehr Energie in einem Jahr als ihre Bewohner in diesem Zeitraum für Kochen, Waschen & Co. benötigen. Sie setzen zudem voll auf Ökostrom und machen sich unabhängiger von den Preissteigerungen der Stromanbieter“, sagt der BDF-Sprecher und ergänzt: „Wer darüber hinaus bei der Heizung auf fossile Brennstoffe verzichtet, kann auch der CO2-Bepreisung locker entgegensehen.“
Zum Hintergrund: Die Bundesregierung hat in ihrem Klimaschutzplan eine Abgabe rechtskräftig verankert, die Energiekonzerne gemessen an der Menge ihrer verkauften fossilen Brennstoffe wie Öl, Gas und Braunkohle ab 2021 entrichten müssen. Diese Mehrkosten werden die Anbieter an den Endverbraucher weitergeben. „Wer dies vermeiden und lieber auf eigene Faust CO2 einsparen möchte, sollte sich schon beim Hausbau für erneuerbare Energieträger und effiziente Konstruktionen entscheiden, um einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, schließt Windscheif.
29.09.2020
Hausbaunews
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