Brennholz im Systemmix

Heizkosten sind eine teure Angelegenheit. Ausgaben, die auch in Zukunft eher steigen als sinken. Zumal seit Anfang des Jahres die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe von 45 auf 55 Euro pro Tonne CO2 erhöht wurde und nach aktuellem Stand weitere jährliche Erhöhungen geplant sind. Auch die Strompreise liegen mit etwa 35 ct /Kilowattstunde (kwh) für Bestandskunden weiterhin auf hohem Niveau. Wer seine Ausgaben senken will, sollte die Strompreise vergleichen und ggf. den Anbieter wechseln. Darüber hinaus kann mit Hilfe einer holzbetriebenen Wohnraumfeuerstätte die vorhandene Heizungsanlage oder Wärmepumpe ergänzt werden, so der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.
Hybride Heizsysteme stehen für eine nachhaltige und zukunftssichere Wärmeversorgung. Foto: HKI
Hybride Heizsysteme stehen für eine nachhaltige und zukunftssichere Wärmeversorgung. Foto: HKI
Die Nutzung von Brennholz zur Erzeugung von häuslicher Wärme bietet sich insbesondere in ländlichen Regionen an. Hier kann Brennholz kostengünstig vom Forst- oder Landwirt bezogen werden. Während Forstämter Holz aus der Waldpflege kostengünstig an Selbstabholer verkaufen, bieten Landwirte oftmals Holz aus der Landschaftspflege an. Holz, das aufgrund der jeweils geringen Menge wirtschaftlich nicht anders genutzt werden kann. Der HKI empfiehlt, Brennholz grundsätzlich aus der Region zu erwerben. Hierdurch werden kurze Transportwege gewährleistet und Arbeitsplätze vor Ort gesichert.

Im Sommer an den Winter denken

Feuerstätten lassen sich in der Regel in allen Wohnräumen aufstellen, die Zugang zum Schornstein haben. Frühjahr und Sommer sind gute Jahreszeiten, um sich eine moderne Holzfeuerung wie einen Kaminofen, Kachelofen, Heizkamin oder ein Pelletgerät anzuschaffen, da die Fachbetriebe mehr Termine als im Herbst und Winter frei haben. Zudem ist die Feuerstätte bei rechtzeitiger Planung zum Herbstbeginn einsatzbereit.
 
Der Effekt: Während das Kaminfeuer durch die Strahlungswärme für ein behagliches Raumklima sorgt, kann an kühlen Abenden die Heizung einfach ein paar Grad niedriger eingestellt werden oder sogar ausgeschaltet bleiben. Heizen mit Holz senkt so nicht nur die Energiekosten, als nachwachsender Brennstoff hat es auch eine gute Ökobilanz und ist von der CO2-Abgabe befreit.

Mit Wärmepumpe kombinieren

Wer einen Schritt weitergehen möchte, der investiert in einen wasserführenden Kamin- oder Pelletofen, der in das Heizungssystem eingebunden wird. Sobald das Feuer kraftvoll lodert, wird in einem Wärmetauscher Wasser erhitzt, einem Pufferspeicher zugeführt und anschließend in die Heizkörper oder die Fußbodenheizung sowie in die zentrale Wasserversorgung für Küche und Bad eingespeist.
 
Insbesondere bei der Kombination mit einer Wärmepumpe werden im Winter die Kosten niedrig gehalten, da die Leistung einer Wärmepumpe bei sinkenden Außentemperaturen abnimmt und bei tiefen Temperaturen ein elektrischer Heizstab für die Wärmeerzeugung zugeschaltet wird. Während in den Sommermonaten und in der Übergangszeit die Wärmepumpe die Versorgung übernimmt, kann in der kalten Jahreszeit die Feuerstätte einen Teil des Wärmebedarfs decken und dabei die Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpe spürbar senken.

Quelle: HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.

23.06.2025

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