Was sich bei privater Einspeisung von Solarstrom finanziell ändert

Rund um die Energie im Eigenheim bleibt finanziell wenig, wie es war. Nicht nur für den Heizungstausch und andere energetische Maßnahmen gelten bald viele neue Regeln, sondern auch für Solarstrom. Schon länger war absehbar, dass der Bund die Förderung für Erzeugung von Photovoltaik (PV) herunterfährt. So wird die Einspeisung von Strom aus privaten PV-Anlagen ins Stromnetz ab 1. Januar 2027 auf rund 60 Prozent gedeckelt. Neu ist: Wer ab 2027 an der eigenen Immobilie eine neue Solaranlage mit weniger als 50 Kilowatt (kWh) Leistung installiert, soll nur noch drei Jahre eine feste Zahlung vom Netzbetreiber erhalten. „Danach muss man den Strom direkt selbst veräußern“, sagt Fördermittelberater Burkhard Touché aus dem Netzwerk des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Dies geschieht dann in der Regel wohl über einen Direktvermarkter.“
Was sich bei privater Einspeisung von Solarstrom finanziell ändert. Foto: colin00b /pixabay.com
Was sich bei privater Einspeisung von Solarstrom finanziell ändert. Foto: colin00b /pixabay.com
Bis 10 Kilowatt-Peak (kWp bezeichnet den Spitzenwert einer PV-Anlage) liegt die Einspeisevergütung bei 7,78 Cent und dann bis 40 kWp bei 6,7 c/KWh. „Die Übergangszahlung“, so Touché, „soll einen Cent unter der bisherigen regulären Vergütung je kWh liegen.“ Für Anlagen, die 2028 in Betrieb gehen, gilt sie nur noch bis zu einer Leistung von 25 Kilowatt, 2029 bis sieben Kilowatt. Ab 2030 ist nach dem aktuellen Entwurf der Bundesregierung eine solche Übergangszahlung nicht mehr vorgesehen.

„Für jene, die bereits erwägen PV am Haus zu ergänzen, ist interessant, dass es für Anlagen, die bis Ende 2026 installiert wurden, Bestandsschutz geben soll“, erläutert der Fördermittelberater. Ab 2030 wiederum macht die gedeckelte Einspeisung den Einbau eines Speichers und eines Smart Meters für die Direktvermarktung erforderlich. „Das wären höchstens 5.000 Euro zusätzlich“, so Touché. „Damit ließe sich theoretisch immerhin trotzdem noch ein Gewinn über 20 Jahre in Höhe von über 5.000 Euro realisieren, was einer Amortisationszeit von ungefähr 15 Jahren entsprechen würde.“

Ob eine Investition sich für private Bauherren rechnet, ist nicht leicht zu beantworten. „Voraussichtlich weiter sinkende Kosten von PV-Anlagen und Speichern, unklare Strompreisentwicklungen und die durchschnittliche Lebensdauer eines Speichers – von 10 bis 20 Jahren – sind Faktoren, die sichere Prognosen zur Wirtschaftlichkeit schwierig machen“, sagt Touché. „Das gilt auch für die Frage, ob man vor Inkrafttreten des neuen EEG 2027 noch schnell eine PV-Anlage einbaut.“ Die Verwendung von selbst erzeugtem Solarstrom als Mieterstrom dürfte jedoch auch weiterhin wirtschaftlich bleiben.

Fördermittel außerhalb der Einspeisevergütung können die Wirtschaftlichkeit von Dachanlagen erhöhen. Das KfW-Kreditprogramm „Erneuerbare Energien – Standard“ etwa sei mit einem Zinssatz von rund 4,0 Prozent (Stand: Juli 2026) „zwar nicht besonders attraktiv, aber leicht über die Hausbank zu beantragen“, so Touché. „Darüber hinaus bieten einige Bundesländer Zuschüsse oder günstige Kredite für Dachanlagen oder Speicher an, auch einzelne Kommunen haben entsprechende Förderprogramme.“

Im Netzwerk des VPB findet man nicht nur Unterstützung, um finanzielle und steuerliche Aspekte zu klären und zu optimieren. Bauherren, die kurz- oder mittelfristig eine PV-Anlage planen, sollten sich im Vorfeld vor allem auch auf der technischen Seite gründlich informieren. Es ist zu entscheiden, ob das Hausdach eine effiziente Solarstromanlage ermöglicht und welche Kapazität erforderlich ist, um beispielsweise ein Ladegerät für E-Mobilität oder eine Wärmepumpe zu versorgen. Hierbei geben die Fachleute aus dem Netzwerk des VPB Orientierung und machen potenzielle Risiken transparent.

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. (VPB)

26.10.2026

Hausbaunews

Schwabenhaus eröffnet neues Musterhaus ...

Pläne zeigen, wie ein Haus aufgeteilt ist. Wie sich die Räume im Alltag anfühlen, lässt sich erst vor Ort erleben. Das neue Musterhaus von Schwabenhaus in der FertighausWelt Nürnberg macht genau das ...

Wo die energieeffizientesten Häuser ...

Wie stark Haushalte von steigenden Energiekosten und den Folgen der Energiewende betroffen sind, hängt auch vom Zustand ihres Hauses ab. Eine aktuelle KfW-Analyse zeigt, dass insbesondere Haushalte ...

Beim Hausbau mit dem Keller rechnen

Wer sein Haus auf einen Keller baut, muss nicht nur mit den Kosten, sondern auch mit neuen Einsparmöglichkeiten rechnen – die können das Bauvorhaben insgesamt günstiger machen und oben drein den ...

Hausbau live erleben: Danhaus lädt am ...

Wie entsteht ein Fertighaus? Welche Möglichkeiten bieten moderne Heizsysteme und Smart-Home-Technologien? Und worauf kommt es bei der Finanzierung des Eigenheims an? Antworten auf diese und viele ...

Wohnen mit Rheinblick

Mitten in den Weinbergen, mit Blick auf den Rhein: Für die Bauleute des Fingerhut-Hauses „Belvido“ bot ihr Grundstück eine außergewöhnliche Lage, stellte aber auch besondere Anforderungen an die ...

Heizungsrohre verkleiden mit passenden ...

Sichtbare Heizungsrohre stören das Raumgefühl – ob im Flur, im Wohnzimmer oder im Badezimmer. Wer unauffällige Rohrverkleidung entdecken möchte, findet heute eine breite Auswahl an Sockelleisten und ...

Musterhäuser

CLOU 135 (Walmdach)

Preis
auf Anfrage
Fläche
154,00 m²
Edition S 206

Preis ab
419.234 €
Fläche
206,32 m²
Hamburg

Preis ab
404.300 €
Fläche
175,00 m²
Erlangen

Preis ab
359.000 €
Fläche
144,00 m²
Eschach 183

Preis ab
299.000 €
Fläche
183,00 m²
VarioFamily 140

Preis
auf Anfrage
Fläche
124,00 m²

0