Wo die energieeffizientesten Häuser stehen und wie sie beheizt werden
- Der Massivhausanbieter Town & Country Haus analysiert deutschlandweit die Energieträger und Energieeffizienzklassen von über 7.000 Immobilien
- Die Mehrheit der deutschen Immobilien verfügt über die schlechteste Energieeffizienzklasse (H), Bonn ist besonders betroffen
- Bedarfsausweise schätzen Energiebedarf meist zu hoch

Die meisten deutschen Häuser landen in den ineffizientesten Klassen
Unter allen untersuchten Immobilien haben die meisten Gebäude im Land die Energieeffizienzklasse H (15,8 Prozent). Sie stellt die schlechteste Kategorie dar, kennzeichnet einen extrem hohen Energiebedarf und deutet auf einen ungenügenden energetischen Zustand hin. Im Ranking folgen die Klassen D (12,9 Prozent), F (12,8 Prozent), E (11,7 Prozent) und G (elf Prozent). Damit sind die ineffizientesten Energieeffizienzklassen am häufigsten vertreten.Mit Blick auf die Bedarfsausweise wird dies noch einmal deutlicher: Über 20 Prozent der Ausweise ordnen Häuser in Klasse H ein. Hier sticht Bonn mit einem Anteil von 43,7 Prozent besonders hervor, gefolgt von Aachen mit genau 40 Prozent und Münster mit 36,1 Prozent. Die Klassen G und F sind ebenfalls häufig vorzufinden, vorwiegend in Aachen und Wuppertal (35 und 34,7 Prozent). Die energieeffizientesten Gebäude finden sich hingegen in Mönchengladbach und Dresden. Laut den Bedarfsausweisen besitzen 55,5 Prozent der Gebäude in Mönchengladbach die Klasse A, in der sächsischen Landeshauptstadt sind es sogar 56,4 Prozent der Klasse A+.
Verbrauchsausweise bilden den tatsächlichen, vom individuellen Heizverhalten beeinflussten Energieverbrauch der vergangenen Jahre ab. Sie zeichnen daher ein anderes Bild: 24,5 Prozent der Gebäude fallen in die häufigste Kategorie D. Damit verbrauchen sie theoretisch jährlich mindestens 100 Wh/m² weniger Energie als Gebäude der Klasse H. Die Kategorien A und A+ sind dagegen seltener vertreten. Beim tatsächlichen Energieverbrauch führen Wiesbaden und Mannheim das Ranking mit 15,6 beziehungsweise 44,7 Prozent an.
So heizt Deutschland im Jahr 2026
Spitzenreiter ist und bleibt Erdgas: 62,3 Prozent der untersuchten Immobilien werden überwiegend mit Gas beheizt. Der Blick in die Energieausweise zeigt dabei einen deutlichen Unterschied zwischen Bedarf und Verbrauch: Während 37,8 Prozent auf den rechnerisch ermittelten Energiebedarf entfallen, basieren 24,4 Prozent auf dem tatsächlich gemessenen Verbrauch. Mit 16,6 Prozent folgt Erdöl auf Platz zwei, das ebenfalls häufiger bei Bedarfsausweisen (11,7 Prozent) als bei Verbrauchsausweisen (4,9 Prozent) ausgewiesen wird. Elektro ist mit insgesamt 7,5 Prozent die dritthäufigste Energiequelle und führt auch bei den Bedarfsausweisen (5,6 Prozent). Bei den Verbrauchsausweisen liegt dagegen Fernwärme mit 2,8 Prozent auf dem dritten Rang. Die Wärmepumpe spielt mit einem Gesamtanteil von 3,7 Prozent bislang eine deutlich kleinere Rolle.
Alle Untersuchungsergebnisse finden Sie zudem hier!
Über die Untersuchung
Town & Country Haus hat im August 2026 7.493 Immobilien auf immowelt in den 30 größten Städten nach Energieeffizienzklassen und wesentlichen Energieträgern untersucht. Dabei wurde im Anschluss für die Auswertung bei den Immobilienausweisen zwischen Bedarf und Verbrauch unterschieden.Über Town & Country Haus
Town & Country Haus ist die bundesweit führende Marke im lizenzierten Massivhausbau und seit 2009 Deutschlands meistgebautes Markenhaus. Das Unternehmen baut massive Ein- und Mehrfamilienhäuser mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis nach den aktuellen energieeffizienten und gesetzlichen Vorgaben in standardisierter Bauweise. Mit mehr als 40 verschiedenen Haustypen, zahlreichen Variationsmöglichkeiten und unterschiedlichen Ausstattungen erhalten Bauherren vielfältige Optionen, ihre individuellen Wohnträume zu verwirklichen. Dank des Hausbau-Schutzbriefs sind Bauherren vor, während und nach dem Hausbau umfassend abgesichert.Disclaimer:
Der Unterschied zwischen Bedarfs- und Verbrauchsenergieausweisen liegt in der Datengenerierung. Während der Bedarf eine geschätzte bzw. berechnete Energiemenge darstellt, wird der Verbrauch tatsächlich gemessen.21.10.2026
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