Biogastarife verteuern Heizkosten um rund 25 Prozent

Die Regierungsfraktionen haben ihre Eckpunkte zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz vorgestellt. Ab 2029 sollen neu eingebaute Gasheizungen mit einem Biomethananteil von mindestens 10 Prozent betrieben werden. Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt, dass der aktuelle Durchschnittspreis dieser Gastarife rund 25 Prozent über dem Preis herkömmlicher Erdgastarife liegt.
  • Verivox: 164 Biogastarife (10% Biomethan) Ø 12,4 ct/kWh; Spanne 10–16 ct/kWh.
  • Biogas (15% Biomethan) Ø 13,7 ct/kWh; Spanne 9–17 ct/kWh; ca. 25% teurer als Erdgas.
  • Erdgas: Ø 9,94 ct/kWh (Feb 2026); bei 20.000 kWh Mehrkosten Biogas ca. 492 Euro.
  • 2025: Gasheizung bei 20.000 kWh Ø 2.256 Euro; effiziente Wärmepumpe Ø 1.361 Euro (−40%).
  • Wärmepumpe JAZ 2,7: Ø 2.001 Euro; noch ca. 11% günstiger als Gas, Effizienz u.a. von Dämmung abhängig.
Biogastarife verteuern Heizkosten um rund 25 Prozent. Foto: pixabay.com
Biogastarife verteuern Heizkosten um rund 25 Prozent. Foto: pixabay.com

Biogastarife liegen deutlich über Durchschnittspreisen

Aktuell zählt das Vergleichsportal Verivox 164 Biogastarife von 124 Gasversorgern mit einem Biomethananteil von 10 Prozent. Sie kosten im Durchschnitt rund 12,4 Cent pro Kilowattstunde (brutto inklusive Grundpreis). Die Preisspanne der Angebote liegt zwischen 10 und 16 Cent pro Kilowattstunde. Biogastarife mit einem Biomethananteil von 15 Prozent kosten im Durchschnitt 13,7 Cent pro Kilowattstunde, wobei die Preise zwischen 9 und 17 Cent pro Kilowattstunde schwanken. 
Damit sind die Tarife rund 25 Prozent teurer als herkömmliche Erdgastarife, deren durchschnittlicher Haushaltspreis im Februar 2026 bei rund 9,94 Cent pro Kilowattstunde liegt. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh entspricht das Mehrkosten von rund 492 Euro. 

Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Tarifgruppen groß. Im Grundversorgungstarif des örtlichen Versorgers kostet eine Kilowattstunde Gas im bundesweiten Durchschnitt rund 13,5 Cent. Die günstigsten Neukundenangebote mit Preisgarantie kosten im Bundesschnitt hingegen nur rund 8,4 Cent pro Kilowattstunde. 

„Wer bei einer neuen Heizungsanlage auf eine reine Gasheizung mit Biogas-Anteil setzt, muss mit höheren Brennstoffkosten rechnen. Wer stattdessen eine Wärmepumpe einbaut, hat zwar höhere Anschaffungskosten, spart aber bei den Energiekosten. Wie schnell sich eine Wärmepumpe im Vergleich zu einer Gasheizung rechnet, hängt von den bestehenden baulichen Gegebenheiten ab. Um diese Entscheidung fundiert zu treffen, sollte in jedem Fall eine Energieberatung in Anspruch genommen werden“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. 

Wärmepumpen heizten 2025 rund 40 Prozent günstiger als Gasheizungen

Für die Beheizung eines Einfamilienhauses mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) Erdgas wurden im Jahr 2025 durchschnittlich 2.256 Euro fällig. Eine effiziente Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 4 benötigt für die Bereitstellung der gleichen Heizleistung 5.000 kWh Wärmepumpenstrom. Die Kosten dafür liegen bundesweit bei durchschnittlich 1.361 Euro. Im Vergleich zu einer Gasheizung sind das 895 Euro oder 40 Prozent weniger Heizkosten im Jahr. 

Weniger effiziente Wärmepumpe ist rund 11 Prozent günstiger als Erdgas

Bei einer weniger effizienten Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 2,7 liegen die Heizkosten noch rund 11 Prozent (255 Euro) unter denen einer Gasheizung. Beim derzeitigen bundesweiten Haushaltspreis summieren sich die Gesamtkosten für die notwendigen 7.500 Kilowattstunden Strom auf 2.001 Euro. Gründe für eine geringere Effizienz von Wärmepumpensystemen können beispielsweise eine mangelhafte Dämmung oder weniger gut geeignete Heizkörper sein. 

Resümee von Gerhard Bauer (Redaktion “fertighaus.com“)
Biogastarife mit einem Biomethananteil von mindestens 10 Prozent sind derzeit im Durchschnitt rund 25 Prozent teurer als herkömmliche Erdgastarife. Für Haushalte kann dies spürbar höhere Heizkosten bedeuten, insbesondere bei neuen Gasheizungen mit künftig vorgeschriebenem Biogasanteil. Gleichzeitig zeigt der Kostenvergleich, dass Wärmepumpen – abhängig von Effizienz und Gebäudezustand – deutlich günstiger im Betrieb sein können als Gasheizungen.
Quelle: Verivox GmbH

25.03.2026

Hausbaunews

Pfusch am Bau – wie private Bauherren ...

Klagen über Pfusch am Bau hört man häufig und dies nicht ohne Grund. Denn einen mangelfreien Bau gibt es praktisch nicht. Die Häufigkeit der Mängel variiert mit der Qualität der Planung. Die ...

LED-Beleuchtung im Fertighaus: Warum ...

Beim Fertighaus fällt ein großer Teil der Elektroplanung an einem einzigen Tag: dem Bemusterungstermin. Was dort nicht auf dem Plan steht, wird später teuer oder gar nicht mehr möglich, weil die ...

Kundenzufriedenheit? Living Haus baut ...

Ein Haus baut man nicht mal eben nebenbei. Umso wichtiger ist ein Baupartner, der zuhört, mitdenkt und genau dann an der Seite seiner Baufamilien steht, wenn es komplex wird. Genau dafür steht ...

Plane jetzt den optimalen Strommix mit ...

Eine Wärmepumpe bezieht ihre Heizenergie kostenlos aus der Umgebung, benötigt zum Antrieb aber Strom. Genau hier zeigt sich, wie wirtschaftlich und klimafreundlich die Heizung letztlich arbeitet. ...

Haus entrümpeln vor Sanierung oder ...

Bevor ein geerbtes oder gekauftes Bestandshaus saniert, abgerissen oder verkauft werden kann, muss es vollständig geräumt sein. Was das kostet, hängt von Volumen, Zugang und dem Anteil ...

Wohnraum schaffen, Werte sichern

Wohnraum wird vielerorts knapper, die Nachfrage steigt, während der Wunsch nach wertbeständigen Kapitalanlagen wächst. Für viele Investoren rücken deshalb Wohnimmobilien in den Fokus, die ...

Musterhäuser

Partner 155W

Preis ab
282.900 €
Fläche
155,00 m²
Haas O 155 B

Preis ab
262.000 €
Fläche
153,81 m²
SUNSHINE 210 V4

Preis ab
471.891 €
Fläche
210,14 m²
Komforta

Preis
auf Anfrage
Fläche
166,00 m²
CityVilla 1

Preis
auf Anfrage
Fläche
195,50 m²
VarioCorner 156

Preis
auf Anfrage
Fläche
156,00 m²

0