Gipsbauplatten - Baulexikon Begriffsdefinition


Gipsbauplatten

haben sich als Baustoffe in der Trockenbauweise in den verschiedenen Varianten durchgesetzt, sind für jeden Zweck erhältlich - ob Trennwände, Decken oder Fußböden, in Keller, Bad oder Dachausbau - und weisen eine ganze Reihe von Vorteilen auf:
  • Sie tragen zum Luftfeuchtigkeitsausgleich der Raumluft bei. Das heißt, sie nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und geben diese bei trockener Luft wieder ab.
  • Nach dem Einbau können sie sofort gestrichen, tapeziert, gefliest oder im Fußbodenbereich mit Belag versehen werden.
  • Die Räume sind sofort bezugsfertig.
  • Jeder handwerklich begabte Laie kann sie verarbeiten.
  • Sie sind kostengünstig beim Kauf und bei der Verarbeitung.
  • Die Räume können individuell gestaltet werden, denn die Platten erlauben eine große Gestaltungsvielfalt. Von Rundbögen bis Wölbungen und exakten Kantenausbildungen ist alles möglich.
Es lassen sich zwei Hauptgruppen unterscheiden:
  • Gipskartonplatten bestehen aus einem Gipskern, der mit einem Karton ummantelt ist.
  • Gipsfaserplatten bestehen aus einem Gemisch von Gips und Papierfasern, die sich für die gleichen Bereiche wie Gipskartonplatten eignen.

Gipskartonplatten sind farblich unterschiedlich gekennzeichnet:
  • Gipskartonplatten B für den allgemeinen Gebrauch sind mit einem blauen Aufdruck versehen. Der Karton ist gelbbräunlich.
  • Gipskartonplatten F sind Feuerschutzplatten, in deren Kern Glasseidengewebe verarbeitet ist. Sie sind mit einem roten Aufdruck versehen. Der Karton ist gelbbräunlich.
  • Gipskartonplatten I sind imprägniert und haben durch eine Vergütung von Gipskern und Karton eine verzögerte Wasseraufnahme. Sie sind mit einem blauen Aufdruck versehen. Der Karton ist grünlich.
  • Gipskartonplatten F/I sind imprägnierte Feuerschutzplatten und vereinen die Vorteile beider Plattensorten. Der Aufdruck ist rot und der Karton grünlich. Gipskartonputzträgerplatten sind für die Verwendung als Putzträger auf Unterkonstruktionen geeignet. Der Aufdruck ist blau und der Karton grau.
Bei der Verarbeitung ist auf eine eventuell notwendige Grundierung zu achten. Als Trockenputz werden Gipskartonputzträgerplatten mit Ansetzmörtel- oder Gips direkt auf das Mauerwerk aufgesetzt. Bei Putzschäden oder unebenen Flächen werden sie auf einer Unterkonstruktion angebracht.