Umfrage: Jeder Zweite rechnet mit dauerhaft hohen Energiepreisen

Große Sorge vor neuer Energiepreiswelle
Die Sorge vor weiter steigenden Energiekosten ist unter Verbrauchern besonders groß. So machen sich mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten Sorgen um die weitere Entwicklung der Energiepreise. Nur 8 Prozent bleiben in dieser Hinsicht gelassen. Rund jeder Vierte (24 Prozent) äußert sich in dieser Frage unentschieden.Tatsächlich haben sich die Energiekosten für viele Menschen spürbar verteuert. Vor allem Neukunden spüren den Gaspreisanstieg bereits deutlich. Seit Kriegsbeginn sind die Neukundenpreise für Gas um rund 20 Prozent gestiegen. Zahlten Neukunden vor Ausbruch des Krieges Mitte Februar noch rund 8,1 Cent pro Kilowattstunde, sind es aktuell 9,7 Cent/kWh. Die Heizölpreise haben im gleichen Zeitraum um ein Drittel (33 Prozent) zugelegt. Trotz Tankrabatt verteuerte sich der Dieselpreis um 13 Prozent, E10 kostet aktuell rund 10 Prozent mehr.
Jeder Zweite erwartet höhere Energiekosten
Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) geht davon aus, dass die Energiepreise auch nach einem Ende des Iran-Konflikts weiter steigen werden. Dabei erwartet rund ein Viertel (24 Prozent) einen deutlichen Kostenanstieg, weitere 25 Prozent rechnen mit zumindest leicht steigenden Preisen.Auf sinkende Energiekosten setzt dagegen nur etwa ein Drittel der Befragten (32 Prozent). Während 22 Prozent von einem leichten Rückgang ausgehen, rechnet nur jeder Zehnte (10 Prozent) mit deutlich fallenden Preisen. Weitere 19 Prozent erwarten keine größeren Veränderungen und gehen von stabilen Energiepreisen aus.
„Wenn die militärischen Auseinandersetzungen rund um die Straße von Hormus enden, ist mit einer Entspannung bei den Energiepreisen zu rechnen. Eine schnelle Rückkehr zu dem Kostenniveau vor Ausbruch des Iran-Krieges ist jedoch nicht zu erwarten, da die Wiederherstellung der gestörten Lieferketten Monate oder sogar Jahre dauern kann,“ sagt Thorsten Storck, Energieexperte beim Vergleichsportal Verivox.
Knapp jeder Zweite fürchtet sich vor Versorgungsengpässen im Winter
Auch die Frage nach der Versorgungssicherheit treibt viele Deutsche um. 47 Prozent der Befragten äußern die Sorge vor einer möglichen Einschränkung der Öl- und Gasversorgung im kommenden Winter. Knapp ein Viertel (22 Prozent) sieht hier keine größeren Risiken, 31 Prozent sind unentschieden.Aus Sicht der Behörden gibt es derzeit allerdings keinen Hinweis auf eine akute Versorgungskrise: „Die Bundesnetzagentur stuft dieses Risiko aktuell als sehr gering ein und geht von einer stabilen Gasversorgung in Deutschland aus,“ sagt Thorsten Storck.
01.07.2026
Hausbaunews
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