Serielles Bauen geht auch unter der Erde

Das serielle Bauen ist ein großer Hoffnungsträger für neuen Wohnraum in kurzer Zeit und zu sicher kalkulierbaren Kosten. Es basiert auf der industriellen Vorfertigung von Bauelementen, die mit gleichbleibend hoher Qualität hergestellt und dann einfach und effizient zu kundenindividuellen Gebäuden zusammengefügt werden können. „Diese Art zu bauen hat sich schon lange bewährt und bietet gleichzeitig noch großes Potenzial. Die Fertigkellerindustrie zeigt, dass serielles Bauen auch unter der Erde sehr gut möglich ist und hier komfortablen Wohnraum schafft“, sagt Florian Geisser von der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF).
Fertigteile aus serieller Produktion bieten Vorteile für planungssichere und effiziente Bauvorhaben – auch unter der Erde. Foto: GÜF / Glatthaar Keller
Fertigteile aus serieller Produktion bieten Vorteile für planungssichere und effiziente Bauvorhaben – auch unter der Erde. Foto: GÜF / Glatthaar Keller
Mehr als 90 Prozent der Keller von GÜF-Unternehmen werden mindestens anteilig zum Wohnen geplant und ausgestattet. Denn ein moderner Wohnkeller bietet gegenüber einem kellerlosen Haus rund 40 Prozent mehr Wohn- und Nutzfläche, kostet aber im Vergleich weniger als ein zusätzliches Obergeschoss. Im Vergleich zu reinen Nutzkellern weisen Wohnkeller meist höhere Decken und eine bessere Wärmedämmung auf. Sie können in das energetische Gesamtkonzept und die Lüftungsanlage des Gebäudes eingebunden werden. Moderne Fensterlösungen lenken Tageslicht auch im Untergeschoss dorthin, wohin es gebraucht oder gewünscht wird. „Wer kosteneffizient bauen möchte, sollte auch sein Grundstück effizient nutzen – das gelingt mit einem individuell geplanten Fertigkeller aus serieller Vorfertigung“, erklärt Florian Geisser vom GÜF-Unternehmen Bürkle Kellerbau aus dem badischen Sasbach.
 
Die Besonderheit bei den GÜF-Mitgliedern: Sie vereinen Planungs- und Kostenvorteile der Fertigbauweise mit Qualitäts- und Serviceversprechen des RAL-Gütezeichens „Fertigkeller“, wie zum Beispiel einer Festpreisgarantie, Termintreue und hoher Materialqualität. Um das Gütezeichen zu bekommen, müssen die Unternehmen jährlich die Einhaltung umfassender Güte- und Prüfbestimmungen nachweisen. Ihre Bauten werden als Stahlbetonkonstruktion mit Abdichtung nach WU-Richtlinie für „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ ausgeführt. Sie bleiben selbst bei ständig drückendem Wasser und sogar bei Feuer standfest.
 
„Die Fertigbauweise ermöglicht einen reibungslosen Bauablauf und -fortschritt“, sagt Florian Geisser und führt aus: „Betonfertigteile besitzen unter Berücksichtigung ihrer passgenauen und recht kurzen Fertigungszeit Vorteile gegenüber der Ortbetonbauweise und nehmen daher im Wohnungsbau signifikant zu.“ Gerade bei der innerstädtischen Nachverdichtung punkte die Fertigbauweise mit ihrer guten Planbarkeit und kurzen Montagedauer und damit weniger Beeinträchtigungen der umliegenden Infrastruktur.
 
Im seriellen Wohnungsbau bringen die Fertigkellerhersteller immer öfter – zusätzlich zu gütegeprüften Wohnkellern und Bodenplatten für alle erdenklichen Grundstückssituationen sowie baustatischen Anforderungen – auch aussteifende Konstruktionen über die Kellerdecke hinaus ein. Ebenso zählen Aufzugschächte und Treppenhaustürme, welche die strengen Kriterien in den Bereichen Schall- und Brandschutz ab Gebäudeklasse 3 erfüllen, zu ihrem Portfolio aus industrieller Vorfertigung. Außerdem das Errichten von Tiefgaragen inklusive Rampen, das Einbringen der Dämmung und Entwässerungsanlagen unter der Bodenplatte und an der Außenwand des Kellergeschosses sowie der Einbau von Lichtschächten und Treppenanlagen in Stahlbeton. „Deutschland braucht mehr Wohnungsbau, und zwar schnell, effizient und nachhaltig. Dazu kann die Fertigkellerindustrie einen wertvollen Beitrag leisten“, schließt Geisser.

Quelle: Gütegemeinschaft Fertigkeller e.V.

15.06.2026

Hausbaunews

Fertighausbranche fokussiert neue ...

Die Nachfrage nach seriellen und nachhaltigen Baukonzepten steigt. Die Lösungen der Fertighausbranche finden daher neben dem privaten Eigenheimbau zunehmend auch in neuen Geschäftsfeldern ...

Fertighaus kaufen: Wann lohnt sich ein ...

Wer ein Fertighaus kaufen möchte, steht oft vor der Frage, ob ein Immobilienmakler dabei wirklich einen Mehrwert bietet. Schließlich werben Fertighausanbieter mit schlüsselfertigen Paketen, ...

Schlafzimmer: Natürliche Materialien ...

Wer ein Fertighaus bezieht, hat oft bereits viel Energie in Grundriss, Dämmung und Fassade gesteckt, doch das Schlafzimmer bleibt häufig der letzte Raum, dem man sich widmet. Dabei lohnt es sich, ...

Umfrage: Jeder Zweite rechnet mit ...

Mehr als zwei Drittel der Deutschen blicken derzeit mit Sorge auf die Entwicklung der Energiekosten. Knapp jeder Zweite geht sogar davon aus, dass die Energiepreise auch nach einem möglichen Ende ...

Wohn-Riester nach der Reform: Mehr Geld ...

Das Altersvorsorgereformgesetz ist beschlossen: Ab 2027 wird die Riester-Rente grundlegend neu geordnet. Das Ziel: private Altersvorsorge einfacher, flexibler und attraktiver machen. Neben Fonds und ...

Wie Technologie unser Wohnen ...

Wohnräume verändern sich derzeit so rasant, dass Technologien, die vor wenigen Jahren noch undenkbar schienen, heute bereits fester Bestandteil moderner Häuser und Wohnungen geworden sind. Was ...

Musterhäuser

Kopenhagen

Preis ab
340.100 €
Fläche
105,00 m²
Edition B 98

Preis ab
253.638 €
Fläche
97,60 m²
SUNSHINE 143 V7

Preis ab
395.212 €
Fläche
144,73 m²
Bungalow 92

Preis ab
210.170 €
Fläche
90,00 m²
Lando

Preis
auf Anfrage
Fläche
140,00 m²
Hochburg

Preis ab
570.405 €
Fläche
162,00 m²

0