Fertighausbranche fokussiert neue Geschäftsfelder

Die Nachfrage nach seriellen und nachhaltigen Baukonzepten steigt. Die Lösungen der Fertighausbranche finden daher neben dem privaten Eigenheimbau zunehmend auch in neuen Geschäftsfeldern Anwendung. Eine aktuelle Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) unter seinen Mitgliedern belegt, dass bereits über 80 Prozent der Unternehmen im mehrgeschossigen Wohnungsbau aktiv sind.
Die Holz-Fertigbaubranche ist Pionier und Vorreiter für nachhaltiges, serielles Bauen und zeigt dies auch jenseits des privaten Eigenheimsektors. Foto: BDF/Baufritz
Die Holz-Fertigbaubranche ist Pionier und Vorreiter für nachhaltiges, serielles Bauen und zeigt dies auch jenseits des privaten Eigenheimsektors. Foto: BDF/Baufritz
„Der Fertigbau bietet Lösungen für die beiden wichtigsten baupolitischen Herausforderungen unserer Zeit, nämlich erstens den steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und zweitens die zum Erreichen der Klimaschutzziele notwendige CO2-Neutralität von Gebäuden“, erklärt BDF-Präsident Mathias Schäfer.
 
Das Kerngeschäft der Fertighausbranche sind Ein- und Zweifamilienhäuser. Dazu sind 86 Prozent der BDF-Unternehmen im Geschoss- und Reihenwohnungsbau aktiv, 82 Prozent erstellen Mehrfamilienhäuser in den Gebäudeklassen 3 und 4. Weitere Fertigbauunternehmen planen bereits einen Einstieg in diese Geschäftsfelder. Ebenfalls im Portfolio der BDF-Mitglieder sind der Objektbau (68 Prozent), Aufstockungsprojekte (59 Prozent), die Quartiersentwicklung (27 Prozent) und serielles Sanieren (23 Prozent). Rund 30 Prozent der Unternehmen sehen gerade in der Quartiersentwicklung und beim seriellen Sanieren noch neues Potenzial und planen bereits einen Einstieg in diese Geschäftsbereiche.
 
Der BDF flankiert die neuen Geschäftsaktivitäten seiner Mitglieder mit verschiedenen Maßnahmen im Rahmen der Zukunftsstrategie „BDF 35“. Erstmalig wird der Verband etwa mit einem gemeinschaftlichen Messeauftritt auf der „Real Estate Arena“ am 10. und 11. Juni in Hannover vertreten sein. Auch schärft der BDF sein öffentliches Profil als Wirtschaftsverband der Hersteller von Gebäuden in serieller Fertigbauweise: „Der BDF steht im politischen Diskurs für Wohneigentum, für das serielle Bauen in Neubau und Bestand und für den Baustoff Holz. Dabei sind Nachhaltigkeit und Resilienz wesentliche Anforderungen für zukunftssichere Gebäude, an denen wir uns messen lassen wollen“, so Verbandspräsident Schäfer. Das hohe einheitliche Qualitätsniveau der BDF-Mitglieder werde daher stetig weiter überarbeitet und auch in den neuen Geschäftsfeldern zur Anwendung gebracht.

Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.

03.07.2026

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