Gartenplanung beim Neubau: Warum der Sichtschutz zuerst kommt


Wer ein Haus baut, investiert Monate in Grundriss, Fassade und Haustechnik. Der Garten wird dabei oft als letzter Punkt auf der Liste behandelt. Erst wenn das Gerüst abgebaut ist und die Handwerker abgezogen sind, fallt der Blick auf das Grundstuck und die Nachbarschaft drumherum. Genau dann zeigt sich, was in der Planungsphase übersehen wurde: fehlende Privatsphäre. Gerade bei Neubaugebieten, wo Grundstücke dicht nebeneinanderliegen und Zaune niedrig gehalten werden, fehlt es an naturlicher Abschirmung. Wer den Sichtschutz von Anfang an mitdenkt, spart sich spätere Umbauten und gewinnt vom ersten Tag an Wohnqualität im Außenbereich.
Gartenplanung beim Neubau: Warum der Sichtschutz zuerst kommt. Foto: pixabay.com
Gartenplanung beim Neubau: Warum der Sichtschutz zuerst kommt. Foto: pixabay.com

Spalierformen nutzen die Flache, die ein Neubaugrundstuck bietet

Klassische Hecken brauchen Tiefe. Je nach Art wachsen sie 60 bis 100 Zentimeter in die Breite, bevor sie blickdicht werden. Auf schmalen Grundstucken, wie sie bei Doppelhaushälften oder Reihenhauskonfigurationen üblich sind, geht dadurch wertvoller Platz verloren. Spalierbaume funktionieren anders. Ihre Krone wird flach an einem Rahmen aus horizontalen und vertikalen Staben gezogen, sodass die gesamte Wuchsbreite auf wenige Zentimeter begrenzt bleibt. Die Hohe lasst sich dabei gezielt steuern, weil der Stamm die Kronenunterkante bestimmt und die Spalierform die Obergrenze vorgibt. So entsteht eine grune Wand, die Blicke abfangt, ohne den Gartenraum zu verkleinern.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei der Platzierung entlang von Terrassen und Grundstücksgrenzen. Sichtschutz durch Spalierbäme lasst sich dort realisieren, wo eine Hecke nicht hinpasst oder ein Zaun optisch zu hart wirkt. Venovi liefert Spalierbaume in unterschiedlichen Stammhohen und Kronenbreiten, sodass der Abstand zwischen Boden und Blattwerk individuell bestimmt werden kann. Wer beispielsweise nur den Sitzbereich auf der Terrasse abschirmen mochte, wählt eine höhere Stammhohe und lasst unterhalb der Krone freie Sicht. Wer eine vollständige Abgrenzung zum Nachbargrundstück plant, setzt auf niedrigere Stamme mit breiterem Spalieraufbau.

Immergrune oder laubabwerfende Sorten: eine Entscheidung mit Konsequenzen

Die Wahl zwischen immergrünen und laubabwerfenden Spalierbaumen hangt nicht nur vom ästhetischen Geschmack ab. Immergrune Sorten wie Kirschlorbeer, Glanzmispel oder die Wintergrüne Ölweide behalten ihr Laub das ganze Jahr. Der Sichtschutz ist also auch im November und Februar vollständig gewährleistet. Laubabwerfende Sorten wie Hainbuche oder Amberbaum bieten von Frühling bis Herbst dichten Blattschutz, lassen im Winter aber Licht durch. Fur Gründstucke mit südlicher Ausrichtung kann das ein Vorteil sein, weil die tief stehende Wintersonne dann bis ans Haus gelangt und passive Solarwärme ermöglicht.

Bei Neubauten mit großen Fensterflächen lohnt es sich, diese Überlegung fruh in die Planung einzubeziehen. Ein Spalierbaum auf der Westseite schirmt die Abendsonne ab und reduziert die Aufheizung im Sommer, während er im Winter als laubabwerfende Variante das Licht durchlasst. Wer hingegen ganzjährig Privatsphäre zum Nachbarn benotigt, kommt an einer immergrünen Sorte nicht vorbei. Die Entscheidung hat also direkte Auswirkungen auf Energiebilanz und Wohnkomfort und sollte nicht erst nach dem Einzug getroffen werden.

Pflanzung und Pflege im ersten Jahr nach dem Hausbau

Nach dem Hausbau ist der Boden rund um das Gebäude oft verdichtet und mit Bauschutt durchsetzt. Bevor ein Spalierbaum gepflanzt wird, muss das Pflanzloch großzügig ausgehoben und mit frischer Erde aufgefüllt werden. Da Spalierbäume im Topf geliefert werden, ist die Pflanzung grundsätzlich ganzjährig möglich, solange kein Bodenfrost herrscht. Direkt nach dem Einsetzen wird kräftig gewassert, damit sich Hohlräume im Erdreich schließen und die Wurzeln Kontakt zum umgebenden Boden bekommen.

Im ersten Jahr nach der Pflanzung braucht der Baum regelmässsige Bewässerung, besonders in trockenen Sommermonaten. Ein Wassersack am Stamm vereinfacht die Dosierung und verhindert, dass das Wasser oberflächlich abfließt, bevor es die Wurzeln erreicht. Der Formschnitt beschränkt sich anfangs auf das Entfernen fehlgeleiteter Triebe, die aus der Spalierform herauswachsen. Erst ab dem zweiten Standjahr wird die Krone systematisch in Form gebracht. Wer diese Grundlagen beachtet, hat nach zwei bis drei Jahren einen blickdichten, pflegeleichten Sichtschutz, der mit dem Haus zusammen altert und an Substanz gewinnt, statt sie zu verlieren.

Quelle: p.p.

06.03.2026

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