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11.02.2012

Wie sicher sind die Strompreise langfristig?

Das Erneuerbare Energien Gesetz, das von der rotgrünen Bundesregierung beschlossen wurde, um die Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien zu fördern steht oftmals in der Kritik. Bemängelt wird unter anderem die angeblich zu hohen Kosten, die durch die Förderung der Fotovoltaik-Anlagen entstehen.


Für Umweltschützer ist diese Kritik völlig unverständlich. So sagt beispielsweise der Bund Naturschutz in Bayern, dass durch Fotovoltaik wertvoller Spitzenstrom gewonnen werde, der sonst durch konventionelle Kraftwerke erzeugt werden müsste. Denn je mehr Strom auf diese Weise von der Sonne gewonnen werde, um so geringer dürften auch die Preisspitzen in der Mittagszeit ausfallen, so die Naturschützer. Dies bedeute langfristige Stabilität für den Strompreis.

Die Naturschützer berufen sich unter anderem auf eine Studie des Instituts für Zukunfts-Energie-Systeme, die kürzlich erschienen ist.

Diese besagt unter anderem, dass aus der Erneuerbare Energien-Umlage lediglich ein halber Eurocent pro Kilowattstunde aus Kosten stamme, die nicht mit dem eigentlichen Zweck übereinstimmen. Eine Änderung fordert der Bund Naturschutz auch an der gültigen Rechtslage. Energieintensive Unternehmen beispielsweise tragen nur einen halben Cent pro Kilowattstunde bei, während private Haushalte mit 3,59 Cent belastet werden. Wenn diese Belastung gleichmäßiger verteilt sei, so die Naturschützer, betrage die Umlage für Haushalte in diesem Jahr lediglich 2,6 Cent pro Kilowattstunde.

Der Bund Naturschutz kommt deshalb zu folgendem Fazit: Nicht die Fotovoltaik koste übermäßig Geld, sondern die einseitige Förderung der Großindustrie auf Kosten der privaten Haushalte und des Mittelstands sei nicht nur ungerecht, sondern belaste den Industriestandort Deutschland. Denn sogar im Winter könne über die Fotovoltaik ein Viertel der Stromversorgung in Bayern gewährleisten. Der Strom aus der Sonne sei sogar teilweise billiger als konventionell erzeugte Energie und werde auch an der Strombörse in Leipzig teilweise billiger gehandelt.

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Quelle: e.r.