Haus oder Wohnung solide finanzieren

Ein Eigenheim kostet 2025 im Schnitt 360.000 Euro – etwa 6,4 Netto-Jahreseinkommen, eine beträchtliche Investition. Doch: Steigende Preise treffen auf stabile Zinsen – das eröffnet neue Chancen für Käufer. Aber wie finanziert man sicher? Matthias Zott, Bausparexperte von Schwäbisch Hall, erklärt, wie eine solide Baufinanzierung funktioniert und welche Rolle der Bausparvertrag dabei spielt.
Wie eine Immobilienfinanzierung funktioniert – und warum ein Bausparvertrag sinnvoll ist. Foto: Pixabay.com
Wie eine Immobilienfinanzierung funktioniert – und warum ein Bausparvertrag sinnvoll ist. Foto: Pixabay.com

Der Weg ins Eigenheim: So funktioniert die Baufinanzierung

Die wenigsten künftigen Hauseigentümer können eine Immobilie aus ihrem Vermögen bezahlen. Für die meisten macht also ein Immobilienkredit den Kauf von Haus oder Wohnung möglich. Einen Teil der Kosten sollten Immobilienkäufer allerdings bereits angespart haben – das so genannte Eigenkapital. „20 Prozent der Kaufsumme sollten Immobilienerwerber idealerweise bereits mitbringen. Denn: Je mehr Eigenkapital, desto besser die Bonität – und umso günstiger die Konditionen für Kreditnehmer. Deshalb ist die frühzeitige Eigenkapitalbildung ein zentraler Baustein jeder tragfähigen Baufinanzierung“, erklärt Zott. Die Rückzahlung des Immobilienkredits erfolgt in monatlichen Raten aus Zins und Tilgung. Während der vereinbarten Sollzinsbindung bleibt der vereinbarte Zinssatz konstant. Nach Ablauf der Zinsbindung ist dann meist eine Anschlussfinanzierung nötig – und zwar zu den Konditionen, die dann am Markt gelten.

Die drei Eckpfeiler: Eigenkapital, Zinsbindung und Tilgung

Eigenkapital: Ein hoher Eigenanteil senkt die monatliche Belastung und kann zu besseren Finanzierungskonditionen verhelfen. Doch viele Sparer stoßen angesichts der hohen Preise an ihre Grenzen. Im Schnitt bringen Deutsche nur 13 Prozent Eigenkapital in die Finanzierung ein. „Wichtig ist, dass mindestens die Kaufnebenkosten zum Beispiel für Notar, Makler oder Grunderwerbssteuer durch das Eigenkapital gedeckt sind. Sie liegen meist zwischen 10 und 15 Prozent“, weiß der Experte. Ein Beispiel: Ausgehend von den durchschnittlichen Kosten in Höhe von 360.000 Euro für ein Haus, ergibt sich inklusive Nebenkosten ein Betrag von rund 405.000 Euro. Käufer sollten also mindestens 45.000 Euro Eigenkapital mitbringen – idealerweise 81.000 Euro (20-Prozent-Regel).

Zinsbindung: „Eine Zinsbindung von 15 bis 20 Jahren ist aktuell empfehlenswert, um sich die relativ günstigen Konditionen langfristig zu sichern“, rät Zott. Selbst bei künftig sinkenden Zinsen gibt es eine Option: „Nach zehn Jahren kann umgeschuldet werden.“ Ein Zusatz-Tipp vom Experten: „Clever ist, frühzeitig mit einem Bausparvertrag und günstigen Darlehenszinsen für die Anschlussfinanzierung vorzusorgen.“

Tilgung: Eine (zu) niedrige Tilgung verlängert die Kreditlaufzeit und erhöht die Gesamtkosten. Eine (zu) hohe Tilgung kann das monatliche Budget belasten. „Zwei bis drei Prozent Tilgung im Jahr sind sinnvoll. Sondertilgungen schaffen zusätzliche Flexibilität und sparen Kosten”, erklärt Zott. Bei vielen Banken – so wie Schwäbisch Hall – ist es zudem möglich, den Tilgungssatz während der Laufzeit anzupassen. „So ist man nochmals flexibler.“

Die Rolle des Bausparvertrags: Sicherheit und Planbarkeit

Ein Bausparvertrag kann auf verschiedene Weise Teil der Baufinanzierung sein: In der klassischen Variante spart man zunächst Eigenkapital im Bausparvertrag an. Anschließend erhalten Bausparer ein fest zugesichertes Darlehen zu einem bereits bei Vertragsabschluss vereinbarten Zinssatz. Das schafft Sicherheit – besonders in Zeiten schwankender Bauzinsen.

Der Staat hilft mit: Zusätzlich können Bausparer von staatlichen Förderungen wie der Wohnungsbauprämie, der Arbeitnehmersparzulage, der Riester-Förderung und ggf. dem Schwäbisch Hall-Junge-Leute-Bonus profitieren. Extra-Tipp: „Besonders clever ist es, andere Sparformen wie Fondssparen oder ETFs mit einem Bausparvertrag zu kombinieren und für Sonderzahlungen zu nutzen“, ergänzt Zott.

Das Traumhaus ist schneller gefunden als gedacht? Auch kurzfristige Finanzierungen sind mit einem Bausparvertrag möglich: Ein Tilgungsaussetzungsdarlehen kombiniert Sofortkredit und Bausparvertrag. Der Kredit wird sofort ausgezahlt, während der Kreditnehmer zunächst nur die Zinsen zahlt und parallel den Bausparvertrag bespart. Sobald dieser etwa zur Hälfte angespart ist, löst er den Sofortkredit ab. Ab diesem Zeitpunkt wird das Bauspardarlehen in Raten zurückgezahlt.

Baufinanzierung: (Staatliche) Förderung clever nutzen

Um die Kreditsumme zu verringern, können Käufer häufig auf staatliche, regionale und kommunale Förderprogramme zurückgreifen. Neben der Bausparförderung bieten das BAFA und die KfW verschiedene Programme. „Es lohnt sich, die Fördermöglichkeiten genau zu prüfen“, hält Zott fest. „Darüber hinaus können Eigenleistungen mit Unterstützung von Familie oder Freunden helfen, die Bau- oder Sanierungskosten zu begrenzen. Auch zusätzliche Sicherheiten wie eine Bürgschaft, beispielsweise der Eltern, oder die Abtretung einer Lebensversicherung können die Zinsen verringern.“

„Wer früh spart, finanziert später entspannter und ohne große Einschränkungen. Ein durchdachter Finanzierungsmix bietet Flexibilität und Sicherheit zugleich“, fasst Matthias Zott zusammen.

Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall AG

29.08.2025

Hausbaunews

Deutschland hat die vierthöchsten ...

Die Strompreise in Deutschland zählen weiterhin zu den höchsten der Welt. Im zweiten Quartal dieses Jahres liegt die Bundesrepublik auf Platz vier der teuersten Länder und unter den G20-Staaten sogar ...

Was sich bei privater Einspeisung von ...

Rund um die Energie im Eigenheim bleibt finanziell wenig, wie es war. Nicht nur für den Heizungstausch und andere energetische Maßnahmen gelten bald viele neue Regeln, sondern auch für Solarstrom. ...

Schwabenhaus eröffnet neues Musterhaus ...

Pläne zeigen, wie ein Haus aufgeteilt ist. Wie sich die Räume im Alltag anfühlen, lässt sich erst vor Ort erleben. Das neue Musterhaus von Schwabenhaus in der FertighausWelt Nürnberg macht genau das ...

Wo die energieeffizientesten Häuser ...

Wie stark Haushalte von steigenden Energiekosten und den Folgen der Energiewende betroffen sind, hängt auch vom Zustand ihres Hauses ab. Eine aktuelle KfW-Analyse zeigt, dass insbesondere Haushalte ...

Beim Hausbau mit dem Keller rechnen

Wer sein Haus auf einen Keller baut, muss nicht nur mit den Kosten, sondern auch mit neuen Einsparmöglichkeiten rechnen – die können das Bauvorhaben insgesamt günstiger machen und oben drein den ...

Hausbau live erleben: Danhaus lädt am ...

Wie entsteht ein Fertighaus? Welche Möglichkeiten bieten moderne Heizsysteme und Smart-Home-Technologien? Und worauf kommt es bei der Finanzierung des Eigenheims an? Antworten auf diese und viele ...

Musterhäuser

MEDLEY 3.0 MH ...

Preis
auf Anfrage
Fläche
152,00 m²
Kolding-Variante

Preis ab
343.700 €
Fläche
121,00 m²
Haas MH Bad Vilbel J 142

Preis ab
304.000 €
Fläche
166,35 m²
Klassisch 131

Preis
auf Anfrage
Fläche
131,22 m²
Faber

Preis ab
520.000 €
Fläche
216,10 m²
SUNSHINE 144 V4

Preis ab
373.377 €
Fläche
143,46 m²

0