Nachhaltig bauen, sicher wohnen: Moderne Fertighäuser richtig versichern!

Ein Fertighaus steht meist schon nach kurzer Zeit, doch der Schutz des Eigentums erfordert eine vorausschauende und sorgfältige Planung. Versicherungen rund um den Hausbau und das Wohneigentum bieten Sicherheit bei Schäden, die nicht beeinflussbar sind – sei es während der Bauphase oder im späteren Alltag. Bereits vor dem Einzug kann es zu erheblichen Kosten kommen, etwa durch Witterungseinflüsse, Vandalismus oder unvorhergesehene Bauunterbrechungen. Nach Fertigstellung sichern passende Policen das Gebäude sowie das Grundstück gegen Risiken wie Feuer, Leitungswasserschäden, Einbruch oder Haftpflichtansprüche ab. Dieser Artikel gibt Ihnen deshalb einen kompakten Überblick zu den wichtigsten Versicherungen für Hausbesitzer.
Nachhaltig bauen, sicher wohnen: So können moderne Fertighäuser richtig versichert werden. Foto: wirestock / FreePik
Nachhaltig bauen, sicher wohnen: So können moderne Fertighäuser richtig versichert werden. Foto: wirestock / FreePik

Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung zählt wohl mit zu den grundlegendsten Absicherungen für Hausbesitzer. Sie übernimmt die Kosten für Schäden am Gebäude durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel.

Da viele Fertighäuser aus Holz oder holzbasierten Materialien bestehen, bewerten manche Versicherer diese Konstruktionen risikobasierter, was zu unterschiedlichen Beitragshöhen führen kann. Inzwischen gibt es jedoch spezielle Tarife, die auf Fertighäuser zugeschnitten sind. Dabei lassen sich zusätzliche Komponenten wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Regenwassernutzungsanlagen gezielt mitversichern.
Auch besondere Ausstattungsmerkmale wie gedämmte Fassaden oder fest verbaute technische Systeme sollten vollständig erfasst sein, denn nur dann lässt sich im Schadenfall eine vollständige Erstattung sicherstellen.

Elementarversicherung

Die Wohngebäudeversicherung deckt also gängige Gefahren wie Brand oder Sturm ab. Schäden durch Naturereignisse wie Starkregen, Hochwasser oder Erdrutsch gehören da jedoch nicht automatisch dazu. Daher ist für diese Risiken eine zusätzliche Elementarschadenversicherung erforderlich.

Gerade bei Fertighäusern, deren technische Systeme sich häufig im Erdgeschoss befinden, kann ein Wassereintritt zu hohen Kosten führen. Das schließt unter anderem Batteriespeicher, Heizungstechnik oder Steuerungseinheiten mit ein. Bodentiefe Fenster, flach angelegte Grundstücke oder außenliegende Installationen erhöhen das Risiko ebenfalls.

Einige Versicherer berücksichtigen solche Gegebenheiten in speziell entwickelten Tarifen. Voraussetzung ist auch hier, dass alle relevanten Gebäudeteile und Anlagen im Versicherungsschutz erfasst werden.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung hingegen schützt das, was sich im Haus befindet. Dazu zählen Möbel, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik sowie persönliche Gegenstände. Die Versicherung zahlt dann bei Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser oder Sturm.

In Fertighäusern mit gehobener Ausstattung fällt der Wiederbeschaffungswert oft höher aus als in Bestandsimmobilien, weshalb eine realistische Einschätzung der Versicherungssumme wichtig ist. Auch fest verbaute Komponenten wie Lichtsteuerung, Raumklimaüberwachung oder Sicherheitssysteme sollten berücksichtigt werden.

Bauherrenhaftpflicht

Während der Bauzeit haften Bauherren für sämtliche Schäden, die auf dem Baugrundstück entstehen. Dazu zählen Unfälle von Passanten, Schäden an Nachbargrundstücken oder Beeinträchtigungen durch gelagerte Materialien. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung deckt diese Risiken ab und sichert gegen hohe Forderungen.

Bei Fertighäusern, bei denen viele Arbeiten durch Dienstleister ausgeführt werden, bleibt die Haftung in bestimmten Bereichen auch beim Eigentümer. Die Absicherung gilt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch das Bauvorhaben verursacht werden können.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Nach Abschluss der Bauarbeiten bleibt die Verantwortung natürlich bestehen. Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung schützt später vor Ansprüchen, die aus der Verkehrssicherungspflicht entstehen. Dazu gehören etwa Sturzunfälle bei Glatteis, herabfallende Äste oder defekte Außenanlagen.
In Fertighäusern mit automatisierten oder elektrischen Komponenten empfiehlt sich eine genaue Prüfung des Versicherungsumfangs. Systeme wie elektrische Einfahrtstore, smarte Außenbeleuchtung oder Bewässerungsanlagen können bei Fehlfunktionen zu Schäden führen. Eine Anpassung des Versicherungsschutzes an die vorhandene Technik schafft hier Sicherheit.

Versicherungsschutz frühzeitig planen und individuell anpassen

Ein passender Versicherungsschutz gehört bei einem Fertighaus also ebenso zur Planung mit dazu wie das Fundament. Welche Policen sinnvoll sind, ergibt sich neben der Bauweise und dem Standort auch aus den individuellen Rahmenbedingungen des Bauvorhabens. Wenn Sie frühzeitig prüfen, welche Risiken während der Bauzeit und nach dem Einzug bestehen, können Sie gezielt vorsorgen und unangenehme Überraschungen vermeiden. Durch eine sorgfältige Auswahl geeigneter Versicherungen kann der gesamte Prozess dann von der ersten Planungsphase bis zum laufenden Betrieb des Hauses zuverlässig abgesichert werden.

Quelle: Alexander Fürst

26.09.2025

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