Ländlich heißt nicht gleich günstig
- Medianmiete: Land 9,08 €/m², Großstädte 12,36 €/m² im bundesweiten Schnitt.
- Höchste Stadtmieten in Bayern: 17,56 €/m²; Regensburg 15,69, München 22,40 €/m².
- Günstigste Großstädte in Sachsen-Anhalt: 7,35 €/m²; teils günstiger als ländliche Regionen.
- Größtes Stadt-Land-Gefälle bei Mieten: Hessen & Bayern +67%, NRW +42%; Saarland nur +4%.
- Bei Hauskauf größte Differenzen: Hessen +108%, NRW +82%, Bayern +75%; Saarland +2%.

Halle, Magdeburg und Co. sind dabei sogar erheblich günstiger als manch ländliche Gebiete in Deutschland: So müssen Mietende in den ländlicheren Regionen Baden-Württembergs durchschnittlich bereits eine Medianmiete von 11,87 Euro pro Quadratmeter bezahlen, gefolgt von Schleswig-Holstein (11,08 Euro pro Quadratmeter) und Rheinland-Pfalz (10,60 Euro pro Quadratmeter). Deutlich günstiger wohnen Menschen hingegen auf dem Land in Sachsen (6,12 Euro pro Quadratmeter), Sachsen-Anhalt (6,56 Euro pro Quadratmeter) und Thüringen (7,24 Euro pro Quadratmeter). In den übrigen Bundesländern bewegen sich die durchschnittlichen Medianmietpreise in ländlichen Regionen zwischen 8,37 und 10,51 Euro pro Quadratmeter.
Stadt vs. Land: So groß sind die Unterschiede bei den Mieten
Die größten Unterschiede zwischen städtischen und ländlicheren Regionen sind in Hessen und Bayern zu verzeichnen. In beiden Bundesländern liegen die durchschnittlichen Medianmieten in Großstädten rund 67 Prozent über dem Niveau ländlicherer Gebiete. Dahinter folgt Nordrhein-Westfalen mit einem Unterschied von rund 42 Prozent. Deutlich geringer ist das Preisgefälle im Saarland: Hier liegen die Mieten in städtischen Regionen bei lediglich vier Prozent über denen ländlicher Gegenden. In den anderen Bundesländern zeigt sich folgender Unterschied bei den durchschnittlichen Medianmieten zwischen Stadt und Land:- Thüringen: +35 Prozent
- Brandenburg: +35 Prozent
- Sachsen: +29 Prozent
- Baden-Württemberg: +28 Prozent
- Niedersachsen: +26 Prozent
- Rheinland-Pfalz: +22 Prozent
- Mecklenburg-Vorpommern: +18 Prozent
- Schleswig-Holstein: +15 Prozent
- Sachsen-Anhalt: +12 Prozent
Der Traum vom Eigenheim hat je nach Region einen anderen Preis
Auch bei Eigentumshäusern zeigt sich Hessen als Spitzenreiter: Kaufinteressenten zahlen in städtischen Regionen im Durchschnitt doppelt (+108 Prozent) so viel wie in ländlicheren Gegenden Hessens. Platz zwei belegt Nordrhein-Westfalen mit einem Preisunterschied von 82 Prozent, gefolgt von Bayern (+75 Prozent) und Sachsen (+70 Prozent). Den niedrigsten Unterschied im Kaufpreis weist erneut das Saarland (+2 Prozent) auf, auch in Schleswig-Holstein (+13 Prozent) ist ein vergleichsweise geringer Preisunterschied zwischen Stadt und Land festzustellen. In den restlichen Bundesländern zeigen sich folgende Unterschiede zwischen den durchschnittlichen Mediankaufpreisen pro Quadratmeter:- Sachsen-Anhalt: +55 Prozent
- Brandenburg: +52 Prozent
- Baden-Württemberg: +47 Prozent
- Mecklenburg-Vorpommern: +43 Prozent
- Niedersachsen: +42 Prozent
- Rheinland-Pfalz: +36 Prozent
- Thüringen: +26 Prozent
07.09.2026
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